Wenn Unternehmenswerte nur Worte bleiben..
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Würde sich PH an die selbst auferlegten und so häufig kommunizierten Werte halten, wäre das Unternehmen vermutlich kein schlechter Arbeitgeber. Dass es trotz allem positive Aspekte gibt, liegt meiner Erfahrung nach vor allem an einzelnen großartigen Kolleg:innen von denen nach zahlreichen betriebsbedingten Kündigungen leider immer weniger übrig sind. Umso unverständlicher ist es, dass gleichzeitig Mitarbeitende im Unternehmen verbleiben, die seit Jahren für respektloses, unbelehrbares und teilweise frauenfeindliches Verhalten bekannt sind. Auch der viel beschworene Zusammenhalt unter Kolleginnen wird nicht unbedingt gelebt. Frauen Ü50, die sich nach außen gerne als „Girls’ Girls“ präsentieren, machen intern regelmäßig deutlich jüngere Kolleginnen schlecht und tragen dies teilweise auch an Führungskräfte heran. Gegenüber Vorgesetzten zeigt sich dagegen häufig ein auffällig anderes Verhalten. Die groß kommunizierten Unternehmenswerte werden meiner Erfahrung nach weder konsequent vorgelebt noch auf allen Ebenen eingefordert.
Besonders schwer wiegt für mich der Umgang mit Übergriffen und unangemessenem Verhalten. In Meetings wird ausdrücklich betont, dass Betroffene sich jederzeit melden können und sollen. Gleichzeitig habe ich erlebt, dass gemeldete Vorfälle ohne erkennbare Konsequenzen blieben und aus meiner Sicht eher unter den Tisch gekehrt als konsequent aufgearbeitet wurde. Das steht für mich in einem besonders starken Widerspruch zu der Sicherheit und den Werten, die gegenüber Mitarbeitenden kommuniziert werden. Auch offene und transparente Kommunikation habe ich zunehmend vermisst. Entscheidungen werden nicht nachvollziehbar kommuniziert und Wertschätzung bleibt häufig auf der Strecke.
Am Ende bleibt für mich vor allem eine große Diskrepanz zwischen den Werten, die PH nach außen und innen kommuniziert und dem, was im Arbeitsalltag tatsächlich gelebt wird.