2 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,5 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
kununu Prüfprozess
2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,5 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Positiv hervorheben kann ich, dass es zu Beginn ein strukturiertes Onboarding gab und dabei auch Themen wie Zusammenarbeit und soziales Miteinander angesprochen wurden. Den Ansatz fand ich grundsätzlich gut, auch wenn sich die dabei vermittelten Werte aus meiner persönlichen Erfahrung später nicht immer im Arbeitsalltag wiedergefunden haben.
Positiv fand ich vor allem die Branche und die technologischen Themen. Insbesondere die Möglichkeiten der additiven Fertigung und deren vielseitige Einsatzbereiche fand ich fachlich sehr spannend.
Vor allem die aus meiner Sicht sehr geringe Eigenverantwortung und Wertschätzung, das ausgeprägte Micromanagement sowie die wenig flexible Arbeitsweise. Dazu kamen stark papierbasierte Prozesse, eine für meine Tätigkeit unzureichende technische Ausstattung und eine Gleitzeitregelung, die ich in der Praxis nur eingeschränkt als solche erlebt habe.
Kritisch empfand ich außerdem den teilweise wenig wertschätzenden Umgang, schwer nachvollziehbare Entscheidungsstrukturen und die Diskrepanz zwischen den im Onboarding vermittelten Werten und meinen späteren Erfahrungen im Arbeitsalltag.
Auch die administrative Abwicklung nach meinem Ausscheiden hinterließ bei mir einen sehr schlechten Eindruck: Die für meinen Arbeitslosengeldantrag erforderliche Arbeitsbescheinigung war selbst nach einer Aufforderung der Bundesagentur für Arbeit noch nicht eingereicht worden, sodass eine erneute Aufforderung notwendig war.
Insgesamt fehlten mir Vertrauen in die Mitarbeiter, moderne Arbeitsweisen, klare Verantwortlichkeiten und echte Gestaltungsmöglichkeiten.
Mehr Vertrauen in die Mitarbeiter und weniger Micromanagement. Klare Verantwortlichkeiten und echte Entscheidungsspielräume würden aus meiner Sicht zu deutlich mehr Eigenverantwortung und Motivation führen.
Die Digitalisierung sollte konsequenter vorangetrieben werden. Viele papierbasierte Prozesse könnten problemlos digital abgebildet werden. Dazu gehört auch eine zeitgemäße technische Ausstattung der Arbeitsplätze, insbesondere geeignete Monitore und ergonomische Arbeitsmittel.
Die vorhandene Gleitzeit sollte auch praktisch als flexible Arbeitszeit gelebt werden, beispielsweise bei notwendigen Arztterminen.
Außerdem würde ich empfehlen, stärker auf eine wertschätzende und professionelle Führungskultur zu achten. Die im Onboarding vermittelten Werte sollten sich auch im täglichen Umgang widerspiegeln.
Entscheidungswege und Zuständigkeiten sollten transparenter gestaltet werden. Und auch beim Ausscheiden von Mitarbeitern sollte sichergestellt sein, dass notwendige Unterlagen zuverlässig und fristgerecht bearbeitet und übermittelt werden.
Mitarbeiterbindung sollte aus meiner Sicht stärker in den Fokus rücken. Während meiner Beschäftigung entstand bei mir der Eindruck, dass es regelmäßig personelle Wechsel gab. Hier könnte es sinnvoll sein, Austrittsgründe strukturiert auszuwerten und daraus konkrete Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten.
Die Arbeitsatmosphäre habe ich als angespannt und wenig wertschätzend erlebt. Besonders irritierend war für mich, dass beim Onboarding noch großer Wert auf das soziale Miteinander gelegt wurde, ich aber bereits etwa eine Woche später von der für das Onboarding verantwortlichen Person wegen eines technischen Problems mit deutlich erhöhter Lautstärke angesprochen wurde. Solche Situationen standen für mich im starken Widerspruch zu den zuvor vermittelten Werten. Insgesamt habe ich mich im Arbeitsalltag nicht in einem Umfeld wiedergefunden, das ich als respektvoll und angenehm empfunden hätte.
Das nach außen bzw. im Onboarding vermittelte Bild des Unternehmens hat sich für mich im Arbeitsalltag nicht bestätigt. Themen wie modernes Arbeiten, ein gutes soziales Miteinander und eine professionelle Unternehmenskultur standen aus meiner persönlichen Erfahrung teilweise in deutlichem Gegensatz zur gelebten Praxis. Insbesondere die sehr papierlastigen Prozesse, geringe Entscheidungsspielräume, starke Kontrolle und einzelne Erfahrungen im Umgang miteinander haben mein Bild des Unternehmens nachhaltig negativ geprägt.
Die Work-Life-Balance habe ich als deutlich eingeschränkt erlebt. Zwar gab es formal eine Gleitzeitregelung, im Arbeitsalltag empfand ich die Arbeitszeiten jedoch als relativ starr und wenig flexibel. Selbst notwendige Arzttermine während der üblichen Arbeitszeit waren problematisch und sollten nach Möglichkeit außerhalb der Arbeitszeit gelegt bzw. verschoben werden. Bei Ärzten mit ausschließlich vormittäglichen oder anderweitig eingeschränkten Sprechzeiten war das praktisch kaum umsetzbar. Für mich entsprach die gelebte Flexibilität daher nicht dem, was ich unter echter Gleitzeit verstehe.
Persönliche Entwicklungsmöglichkeiten habe ich während meiner Zeit im Unternehmen nur eingeschränkt wahrgenommen. Aufgaben, Prioritäten und Vorgehensweisen wurden aus meiner Erfahrung weitgehend vorgegeben, sodass nur wenig Raum bestand, eigene Verantwortung zu übernehmen oder sich durch selbstständige Entscheidungen weiterzuentwickeln. Eine klare Perspektive für fachliche oder berufliche Weiterentwicklung war für mich nicht erkennbar. Zu konkreten Weiterbildungsangeboten kann ich aufgrund meiner vergleichsweise kurzen Beschäftigungsdauer keine belastbare Aussage treffen.
Gehalt und Benefits waren für mich nicht der ausschlaggebende Kritikpunkt. In diesem Bereich sind mir während meiner Beschäftigung keine besonderen positiven oder negativen Aspekte aufgefallen.
Ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein konnte ich im Arbeitsalltag nicht erkennen. Obwohl viele Vorgänge aus meiner Sicht problemlos digital hätten bearbeitet werden können, wurde großer Wert darauf gelegt, Unterlagen auszudrucken und in Papierform zu bearbeiten. Das empfand ich weder als besonders nachhaltig noch als zeitgemäß.
Auch beim Sozialbewusstsein hatte ich einen eher zwiespältigen Eindruck. Werte wie ein gutes Miteinander wurden zwar kommuniziert, deckten sich aus meiner persönlichen Erfahrung jedoch nicht immer mit dem tatsächlichen Umgang im Arbeitsalltag.
Der Kollegenzusammenhalt war für mich nicht der zentrale Kritikpunkt. Im direkten Austausch mit einzelnen Kollegen habe ich durchaus positive Erfahrungen gemacht. Die Probleme lagen aus meiner Sicht eher bei den Rahmenbedingungen, der Führung und den internen Strukturen als bei den Kollegen untereinander.
Zum Umgang mit älteren Kollegen kann ich keine besonderen negativen Erfahrungen schildern. Dieser Punkt ist mir während meiner Beschäftigung weder besonders positiv noch besonders negativ aufgefallen.
Das Vorgesetztenverhalten habe ich als stark kontrollierend und wenig vertrauensbasiert erlebt. Ich musste täglich eine Übersicht übermitteln, aus der hervorging, welche Aufgaben ich erledigt hatte, welche noch anstanden und bis wann diese abgeschlossen sein sollten. Diese Form der täglichen Kontrolle habe ich als ausgeprägtes Micromanagement empfunden und hatte dadurch nur wenig Gefühl von eigenverantwortlichem Arbeiten.
Zusätzlich blieb mir eine Situation kurz nach meinem Einstieg negativ in Erinnerung, in der ich wegen eines technischen Problems mit deutlich erhöhter Lautstärke angesprochen wurde. Das empfand ich als unangemessen und wenig wertschätzend. Insgesamt hätte ich mir deutlich mehr Vertrauen, Eigenverantwortung und einen professionelleren Umgang gewünscht.
Die Arbeitsbedingungen habe ich als deutlich verbesserungswürdig erlebt. Digitales Arbeiten war aus meiner Sicht nur sehr eingeschränkt möglich, da Unterlagen häufig ausgedruckt und in Papierform bearbeitet werden sollten. Das empfand ich als unnötig umständlich und nicht mehr zeitgemäß.
Auch die technische Ausstattung war für mich unzureichend. Ein zweiter Monitor wurde mit dem Hinweis abgelehnt, dass auf dem Schreibtisch ausreichend Platz für Papier benötigt werde. Der vorhandene Monitor war zudem aus meiner Sicht für längere Bildschirmarbeit qualitativ kaum geeignet. Gerade bei der Arbeit mit Excel war die Darstellung so schlecht, dass feine Rasterlinien teilweise kaum zu erkennen waren und ich die Bildschirmarbeit als sehr anstrengend für die Augen empfand.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass bei Arbeitsmitteln sehr stark auf Kosten geachtet wurde und Funktionalität sowie Ergonomie dabei aus meiner Sicht zu kurz kamen.
Die interne Kommunikation habe ich als wenig transparent und teilweise widersprüchlich erlebt. Einerseits wurden im Onboarding Werte wie ein gutes soziales Miteinander vermittelt, andererseits passte der tatsächliche Umgang im Arbeitsalltag aus meiner Sicht nicht immer dazu. Auch Entscheidungswege und Verantwortlichkeiten waren für mich teilweise schwer nachvollziehbar, da der Eindruck entstand, dass wesentliche Entscheidungen nicht ausschließlich von der formellen Geschäftsführung getroffen wurden. Insgesamt hätte ich mir deutlich mehr Klarheit, Verlässlichkeit und Transparenz in der Kommunikation gewünscht.
In Bezug auf Gleichberechtigung sind mir während meiner Beschäftigung keine besonderen negativen Vorkommnisse aufgefallen. Dieser Punkt gehörte für mich nicht zu den wesentlichen Kritikfeldern.
Die Aufgaben selbst hätten grundsätzlich interessant sein können. In der Praxis habe ich jedoch nur sehr wenig Gestaltungsspielraum erlebt. Arbeitsinhalte und Prioritäten wurden aus meiner Sicht weitgehend vorgegeben, während eigene Entscheidungen oder alternative Vorgehensweisen kaum möglich waren. Dadurch fehlten mir Eigenverantwortung und die Möglichkeit, Aufgaben selbstständig zu gestalten. Für mich hat das die Tätigkeit deutlich weniger abwechslungsreich und motivierend gemacht.