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PB3C
Bewertung

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Sehr viel heiße Luft

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei PB3C GmbH in Berlin gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das Angestellte dazu aufgefordert werden, gute bis sehr gute Kununu-Bewertungen abzugeben...

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre ist insgesamt angespannt. Zwar gibt es einzelne Kolleg:innen, die sich im Umfeld wohlzufühlen scheinen, der Großteil wirkt jedoch gestresst oder zieht sich eher zurück – oft still hinter dem Bildschirm. Der Druck im Arbeitsalltag ist durchgehend hoch, was in einer Agentur zwar nicht ungewöhnlich ist, sich hier aber aufgrund der wirtschaftlichen Lage extrem verschärft. Vor allem junge Kolleg:innen werden schnell verheizt und haben kaum Möglichkeiten, sich zu entwickeln oder durchzuatmen.

Es herrscht viel Flurfunk, und auch auf Führungsebene wird regelmäßig hinter dem Rücken anderer gesprochen – das schwächt das Vertrauen zusätzlich. Die Stimmung nach außen wirkt bemüht positiv, intern aber oft unauthentisch und angespannt. Offenheit ist selten: Viele trauen sich nicht, ehrlich zu sprechen oder Kritik zu äußern. Zudem gibt es deutlich erkennbare "Lieblinge" der Geschäftsleitung, die spürbar bevorzugt behandelt werden – auch auf Kosten anderer.

Kommunikation

Für eine Kommunikationsagentur herrschen intern erstaunlich chaotische Zustände. Ein strukturiertes oder auch nur grundlegendes Onboarding auf neue Kund:innen und Themen findet teilweise nicht statt. Statt klarer Briefings muss man sich oft selbst durch alte, fremde Mailverläufe arbeiten, um überhaupt zu verstehen, worum es geht und was konkret zu tun ist.

Die Geschäftsleitung zieht sich – insbesondere in den letzten Monaten – zunehmend zurück. Entscheidungen werden nicht oder nur unzureichend erklärt, was zu viel Unsicherheit im Team führt. Teilweise wirken Maßnahmen und Vorgaben willkürlich und werden nicht nachvollziehbar kommuniziert.

Problematisch ist auch der Umgang mit Kund:innen: Es werden immer wieder Versprechungen gemacht, die offensichtlich kaum zu halten sind. Mitarbeitende werden teilweise sogar aktiv dazu ermutigt, unrealistische Zusagen zu machen – selbst wenn intern längst klar ist, dass diese nicht eingehalten werden können.

Kollegenzusammenhalt

Es gibt definitiv loyale und hilfsbereite Kolleg:innen, auf die man sich verlassen kann – vor allem im direkten Team oder in kleinen, gewachsenen Gruppen. Dieses Miteinander macht im Alltag oft den Unterschied.

Gleichzeitig ist der allgemeine Umgang im Unternehmen von einer eher angespannten Stimmung geprägt. Viele halten sich zurück oder ziehen sich ins eigene Schneckenhaus zurück – vermutlich auch, weil der Druck hoch ist und wenig Raum für offenen Austausch besteht. In stressigen Phasen überwiegt oft das Prinzip „jede:r für sich“.

Work-Life-Balance

Anfangs bestand durchaus die Möglichkeit, sich eine gewisse Work-Life-Balance zu schaffen. Mit der Zeit drehte sich der Wind allerdings merklich. Die Geschäftsleitung lebt einen klaren Workaholic-Stil vor – und erwartet diesen zunehmend auch von den Mitarbeitenden.

Überstunden werden dabei nicht ausgeglichen oder bezahlt, sondern als selbstverständlich betrachtet. Wer versucht, Berufliches und Privates in ein gesundes Verhältnis zu bringen, hat es zunehmend schwer. Der Druck nimmt spürbar zu – ebenso wie die implizite Erwartung, ständig verfügbar zu sein.

Vorgesetztenverhalten

Die Kommunikation durch die Führungsebene ist häufig unklar oder gar nicht vorhanden. Es werden wiederholt Versprechungen gemacht, die später nicht eingehalten werden. Die Erwartungshaltung ist oft unrealistisch – ohne Rücksicht auf Arbeitslast oder persönliche Kapazitäten.

Empathie oder echtes Interesse am Wohlergehen der Mitarbeitenden habe ich kaum erlebt. Es kam vereinzelt zu grenzüberschreitendem Verhalten gegenüber Angestellten, das meines Erachtens nicht angemessen aufgearbeitet wurde.

Angestellte werden aufgefordert, gute bis sehr gute Kununu-Bewertungen abzugeben...

Interessante Aufgaben

Wer sich für Immobilienthemen interessiert, kann hier durchaus Anknüpfungspunkte finden. Es gibt einzelne Aufgabenbereiche, die inhaltlich Potenzial haben.

Allerdings wiederholen sich viele Aufgaben – und auch die Versprechungen an Kund:innen – in einem Maße, das schnell ermüdend wirkt. Abwechslung oder echte inhaltliche Tiefe fehlen oft. Aus meiner Sicht sind viele Aufgaben eher monoton und teilweise unterfordernd.

Arbeitsbedingungen

Das Büro liegt zentral am Breitscheidplatz und ist modern eingerichtet – inklusive einer schönen Küche, die viele gern nutzen.

Arbeitsplätze müssen täglich über ein kompliziertes System gebucht werden, was den Start in den Tag unnötig erschwert. Die bereitgestellten Laptops sind stark veraltet und arbeiten sehr langsam – was im Arbeitsalltag immer wieder zu Frust führt.

Zudem ist die Geräuschkulisse durch die zentrale Lage und nicht ausreichend schallgedämmte Fenster oft sehr laut. Die Klimaanlage funktioniert über längere Zeiträume hinweg nicht zuverlässig, was – zusammen mit der teilweise schlechten Luft – für ein unangenehmes Raumklima sorgt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ich habe bisher in keinem Unternehmen gearbeitet, dem Themen wie Umweltbewusstsein und soziale Verantwortung gleichgültiger erschienen. Nachhaltigkeit spielt im Arbeitsalltag keine Rolle – weder intern noch in der Außendarstellung.

Teile der Geschäftsleitung prahlen offen damit, wie häufig sie mit dem Flugzeug unterwegs sind – ohne jedes Bewusstsein für den Widerspruch zur gesellschaftlichen Entwicklung oder zu klimarelevanten Themen. Auch soziale Verantwortung, Diversität oder ethische Standards sind kein erkennbarer Teil der Unternehmenskultur.

Gehalt/Benefits

Die Gehaltsstruktur ist extrem intransparent und wirkt willkürlich. Manche Angestellte erhalten überdurchschnittlich gute Gehälter, während andere – trotz vergleichbarer Verantwortung – mit regelrechten Witzgehältern abgespeist werden. Eine nachvollziehbare Linie oder faire Gehaltsentwicklung war für mich nicht erkennbar.

Image

Während meiner Zeit im Unternehmen wurde immer wieder deutlich, wie unbekannt die Agentur eigentlich ist – was angesichts der sehr nischigen Ausrichtung nachvollziehbar ist. Dennoch habe ich auch von außen selten positives Feedback zu PB3C wahrgenommen.

Das öffentliche Erscheinungsbild wirkt aus der Zeit gefallen und spiegelt aus meiner Sicht ziemlich genau das wider, was ich auch intern erlebt habe.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungen werden kaum angeboten – und wenn doch, haben sie aus meiner Sicht wenig echten Mehrwert. Persönliche und fachliche Entwicklung ist daher eher Zufall als System.

Karrierechancen gibt es im Unternehmen durchaus, allerdings ziehen sich Entwicklungsschritte oft über lange Zeit. Die Hierarchien sind klar ausgeprägt. Talente werden aus meiner Sicht weder gezielt gefördert noch aktiv erkannt. Wer sich weiterentwickeln will, muss viel Geduld mitbringen.


Gleichberechtigung

Umgang mit älteren Kollegen

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Arbeitgeber-Kommentar

PB3C GmbH, HR Abteilung
PB3C GmbHHR Abteilung

Liebe Kollegin, lieber Kollege,
vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, uns eine Bewertung zu hinterlassen, auch wenn sie kritisch ausgefallen ist.
Es tut uns leid zu hören, dass du negative Erfahrungen gemacht hast und wie einzelne Themen auf dich gewirkt haben. Wir respektieren deine Sichtweise. Konstruktive Kritik hilft uns, besser zu werden.

Wir möchten deine Punkte gern noch einmal konkret aufgreifen:
- Arbeitsatmosphäre: Wir bedauern es, dass dir die Arbeitsatmosphäre nicht gefallen hat. Die Ausbildung sowie Weiterentwicklung junger Kolleginnen und Kollegen ist bei PB3C von zentraler Bedeutung. Einige Mitglieder der Geschäftsleitung sowie zwei Partner der Agentur sind seit ihrem Studienende bei uns tätig. Die Geschäftsführung legt Wert auf Kundenzufriedenheit und Leistung. „Lieblinge" gibt es nicht.

- Kommunikation: Das Onboarding auf neue Kunden funktioniert in der Tat noch nicht so, wie es sein soll. Dies werden wir jedoch künftig beheben. Es ist unser Bestreben, unsere Kolleginnen und Kollegen vollumfänglich und transparent zu informieren. Hierfür haben wir mehrere Formate geschaffen und ergänzen sie durch Einzelgespräche. Unrealistische Zusagen an Kunden lehnen wir ab.

- Kollegenzusammenhalt: Viele Teams sind eingespielt und arbeiten seit Jahren zusammen – auch städteübergreifend. Dies fördern wir. In der Tat gibt es bei uns stressige Phasen. Der Druck und die Arbeitsbelastung sind dann erhöht. Es ist jedoch Philosophie des Unternehmens, dies zu mildern. Wie dies gelingt, wird oft in Einzelgesprächen geklärt.

- Work-Life-Balance: Die Geschäftsführung hat nicht die Erwartung wie ein Workaholic zu leben. Es gibt eine Überstundenregelung. In Phasen, in denen es zu Mehrarbeit kommen kann, wird darauf geachtet, einen fairen Ausgleich zu schaffen, z.B. durch Freizeitausgleich. Des Weiteren kommen wir auch bei privaten Terminen, die in die Arbeitszeit fallen, mit Flexibilität entgegen.

- Vorgesetztenverhalten: Es ist nicht richtig, dass Angestellte aufgefordert werden, gute bis sehr gute Kununu-Bewertungen abzugeben. Zudem ist uns das Wohlergehen unserer Mitarbeiter sehr wichtig. Die HR Abteilung hat hierfür verschiedene Maßnahmen entwickelt. Diese Abteilung ist auch erste Ansprechpartnerin, falls es zu grenzüberschreitendem Verhalten kommt. Falls du hier etwas beobachtet hast, dann lass es uns wissen. Dies wird nicht geduldet.

- Interessante Aufgaben: PB3C ist fokussiert auf Immobilien-, Real Asset- und Finanzgesellschaften. Neben Immobilien sind daher auch Themen von Assetmanagern/Vermögensverwaltern und von Unternehmen aus dem Infrastrukturbereich/Neue Energien wichtig für uns. Wir haben Verständnis, dass sich nicht jeder für diese Themen begeistert.

- Arbeitsbedingungen: Eine Klimaanlage gibt es nicht, sondern ein neues modernes Kühlungssystem (Klimadecken), das unserer Meinung nach auch im Sommer zu angenehm temperierten Räumen führt. Das Kühlungssystem funktioniert bislang ohne Probleme. Das Buchungssystem der Arbeitsplätze ist sehr intuitiv und unkompliziert aufgebaut und dient dazu, dass jede Person die gleiche Chance hat sich einen Platz im Büro auszusuchen. Die Buchung kann täglich aber wenn gewünscht, auch bis zu 4 Wochen im Voraus geplant werden. Außerdem wird jede Person mit entsprechender Technik ausgestattet, so dass man arbeitsfähig ist. Sollte es dabei zu Problemen der Hard- oder Software kommen, kann dies jederzeit angesprochen werden und es wird schnellstmöglich für einen Ersatz gesorgt.

- Umwelt-/Sozialbewusstsein: Die Mitglieder der Geschäftsleitung nutzen kaum das Flugzeug. Die Geschäftsführung nutzt sowohl die Bahn als auch das Flugzeug, sie prahlt jedoch nicht damit.

- Gehalt-/Sozialleistungen: PB3C ist dafür bekannt überdurchschnittlich zu vergüten. Einzelne Gehälter von Kolleginnen und Kollegen werden, wie bei allen anderen Unternehmen auch, selbstverständlich nicht bekanntgegeben.

- Image: PB3C ist Deutschlands führende Kommunikationsberatung mit Fokus auf Immobilien und Finanzen. Die Bandbreite unserer Aufgaben in der Kommunikation reicht von Immobilien, Real Asset, Vermögensverwalter, Grüne Investments, Infrastructure, Private Equity bis hin zu Banking und Private Wealth. Für uns ist es wichtig in diesen Bereichen bekannt zu sein.

- Karriere/Weiterbildung: Die Entwicklung und Förderung junger Talente, aber auch erfahrener Kolleginnen und Kollegen ist zentral bei PB3C. Viele Mitglieder der Geschäftsleitung sind seit ihrer Studienzeit bei PB3C.

Wenn du magst, melde dich gern noch einmal direkt bei uns, um dein Feedback persönlich zu besprechen. Wir sind offen für den Dialog und freuen uns auf einen ehrlichen Austausch.
Alles Gute für deinen weiteren Weg.
Das HR-Team

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