Viele engagierte Kolleg:innen – aber enorme Belastung, schlechte Führung und fragwürdige Praktiken
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Fantastische Kolleg:innen, die sich gegenseitig unterstützen
- Inhaltlich sinnvolle Arbeit, die gesellschaftlich relevant ist
- Multikulturelles Umfeld mit vielen Sprachen und Kompetenzen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Autoritärer Führungsstil und distanzierte, einseitige Kommunikation durch die Leitung – Rückmeldung erfolgt meist nur bei Fehlern, Unterstützung oder Lob bleiben aus.
- Ständiger Druck, mehr UE zu schreiben als tatsächlich geleistet
- Intransparente Lohn- und Bonisysteme, teils diskriminierende Gehaltsunterschiede
- Hohe Überstundenbelastung ohne fairen Ausgleich
- Angstkultur, in der kaum jemand sich traut, Kritik zu äußern
Verbesserungsvorschläge
- Transparente Kommunikation und faire Behandlung aller Mitarbeitenden
- Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorgaben, insbesondere bei Arbeitszeiten und Überstunden
- Respektvoller Umgangston, auch in Stresssituationen
- Klare Strukturen bei Boni und Gehaltsentwicklung
- Mehr Sensibilisierung für Diskriminierung und Gleichberechtigung
- Verbesserung der Work-Life-Balance
Arbeitsatmosphäre
Es herrscht eine ständige Anspannung, da enormer Druck besteht, möglichst viele Unterrichtseinheiten (UE) in kürzester Zeit zu schreiben – oft mehr, als tatsächlich gearbeitet wurde. Lob gibt es nur, wenn man dem Unternehmen finanziell etwas bringt, nicht für gute inhaltliche Arbeit.
Kommunikation
Die Kommunikation ist oft schwierig, da alle stark ausgelastet sind und wenig Zeit für Rückfragen bleibt. Fragen werden teilweise als unnötig oder lästig abgetan. Die Führung zeigt ein wechselhaftes Verhalten: An manchen Tagen wirkt sie sehr freundlich und entgegenkommend, vor allem, wenn es dem Unternehmen nützt. An anderen Tagen ist der Ton hingegen kühl oder distanziert, was die Zusammenarbeit verunsichert.
Kollegenzusammenhalt
Die Kolleg:innen sind das Beste an diesem Job: hochgebildet, motiviert, hilfsbereit und solidarisch. Trotz schwieriger Bedingungen unterstützen sie sich gegenseitig sehr.
Work-Life-Balance
Kaum vorhanden. Überstunden sind die Regel und werden selten transparent ausgeglichen. Urlaub zu nehmen, ist kompliziert und mit vielen Hürden verbunden. Viele Mitarbeitende gehen körperlich und psychisch an ihre Grenzen.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führung ist sehr schwankend. Anfangs wirkt der Vorgesetzte offen, freundlich und hilfsbereit und vermittelt den Eindruck, immer ein offenes Ohr zu haben. Später zeigt sich jedoch oft ein sehr wechselhaftes und teils unberechenbares Verhalten, mit einem rauen oder abweisenden Ton, insbesondere bei Kritik oder Nachfragen. Konstruktives Feedback gibt es selten; meist wird nur auf Fehler hingewiesen.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit an sich ist inhaltlich spannend und sinnvoll, gerade weil man Menschen unterstützt. Allerdings geht diese Sinnhaftigkeit im stressigen Alltag und dem Druck, ständig hohe Zahlen zu liefern, oft unter.
Gleichberechtigung
Es gibt deutliche Unterschiede bei Gehältern, teils abhängig von Herkunft. Menschen aus bestimmten Ländern verdienen oft weniger. Es fehlt insgesamt an Bewusstsein für Diskriminierungsthemen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsplätze sind funktional ausgestattet, insgesamt aber oft hektisch und laut durch den hohen Stresspegel. Es gibt kaum ruhige Zeiten. Die offiziellen Prozesse wirken professionell und standardisiert. Allerdings wird extrem viel unbezahlte Mehrarbeit erwartet, viele Dinge laufen intransparent, insbesondere rund um Zeiterfassung und Boni.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen sozial engagiert. Intern steht jedoch meist der finanzielle Gewinn im Vordergrund, auch auf Kosten von Mitarbeitenden oder Klienten.
Gehalt/Benefits
Wer beim Gehalt gut verhandelt, kann Glück haben. Aber versprochene Gehaltserhöhungen bleiben oft aus. Boni werden unklar und intransparent verteilt, meist um Überstunden oder andere Kosten zu kaschieren.
Image
Das Unternehmen hat nach außen ein gutes Image, auch durch viele positive Google-Bewertungen. Diese spiegeln aber eher die tolle Arbeit der Coaches wider, nicht die internen Zustände.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt Einarbeitung, sofern Zeit ist. Ansonsten wird erwartet, dass man sich alles selbst beibringt. Versprochene Weiterbildungen oder Perspektiven werden oft nicht eingehalten.