Ein misstrauischer, berechnender und nach Kontrolle strebender AG - Achtung vor Manipulation!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Flache Hierarchien. Man kann viel machen und lernen und über den Tellerrand hinausschauen. Die gesetzliche Kündigungsfrist (und keine längere).
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Führungsstil. Manipulation. Ausbeutung. Arroganz. Spätestens nach Kündigung zeigt, sich dass der AG sich 0 für den AN interessiert. Plötzlich wird man diffamiert und es werden Lügen verbreitet (z.B. zum Kündigungsablauf oder Kündigungsgrund oder auch darüber hinaus...). Dies habe ich sowohl während meiner Zeit dort bei vorherigen Kündigungsfällen schon beobachtet, jedoch auch nach meiner eigenen Kündigung entsprechend mitbekommen, also Vorsicht - man kann nicht allem Glauben schenken, was da rumerzählt wird... Die Situation wird dann sehr bewusst verdreht und ausgenutzt, um seine Noch-Mitarbeiter weiter zu manipulieren und noch mehr unter Druck zu setzen...
Auch bei Kündigung, wenn das Ego des AG erstmal verletzt wird, lässt er sich nicht entgehen, jemandem "Tipps" zu geben und nochmal nachzutreten. ;)
Benefits gibt es eigentlich keine, wenn der AG aber mal in Absprache Ausnahmen macht, wird es für mehr verkauft als es ist. "Sonderabsprachen", die woanders zum normalen Arbeitsalltag gehören oder gar selbstverständlich sind, sind aus AG-Sicht hier immer eine Art "Benefit" und werden als außergewöhnlich positiv dargestellt. Es wird einem immer vor Augen geführt, dass man dankbar dafür zu sein hat, es eine Besonderheit sei, die Ausnahme als Zeichen der Anerkennung gemacht wurde, es eine Ehre sei (dort arbeiten zu dürfen etc.)...
Mitarbeiter werden je nach Persönlichkeit auf individuelle Art und Weise manipuliert und psychisch unter Druck gesetzt. Mitarbeiter, die sich ausbeuten lassen und wo dies möglich ist und funktioniert, sind für den AG mehr Wert als qualifizierte Mitarbeiter.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Vertrauen in die Mitarbeiter haben, weniger misstrauisch sein, insgesamt lockerer werden und nicht immer nur auf seine eigenen Vorteile bestehen, so klein sie auch sind. Offener an alle und einheitlicher Kommunizieren, anstatt Einzelbedingungen zu schaffen, die gar nicht kommuniziert werden und die Mitarbeiter auf diese Weise gegeneinander auszuspielen oder zu erwarten, dass sich diese nicht darüber austauschen (teilweise sehr offensichtliche Themen). Nicht ständig den "Chef" raushängen lassen, auch mal auf Augenhöhe miteinander reden. Prioritäten besser setzen. Entscheidungen begründeter und weniger willkürlich treffen, Anweisungen klar und eindeutig kommunizieren und Mitarbeiter nicht mit vagen Aussagen unnötig auslaugen und ins offene Messer laufen lassen. Professioneller im Umgang werden, vor allem auch während und nach der Kündigung und auf Lügen und Diffamierung verzichten...
Arbeitsatmosphäre
Mitarbeitergespräche werden nur geführt, um Schwächen des AN zu diskutieren. Man wird auf Zahlen reduziert. Aufwändige Arbeit, die nicht auf Zahlen reduzierbar sind, wird dabei nicht berücksichtigt. Lob wird verbal sehr vorsichtig und verhalten geäußert, Kritik steht im Vordergrund. Arroganz: "Es ist eine Ehre hier arbeiten zu dürfen!" Kontrollfreak: Muss überall seine Finger im Spiel haben, will in allen E-Mails dabei sein, hält stets ein Auge darauf, ob die AN ihre Arbeitszeit vollkriegen.
Image
Hohe Fluktuation, neue AN kommen und gehen teilweise wie Eintagsfliegen.
Ich kann mich den kritischen Bewertungen anschließen. Für die positiven Bewertungen habe ich kein Verständnis, aber wie bereits zuvor erwähnt: Gutgläubige Menschen fallen leider auf die Manipulation rein, bis es ihnen irgendwann wie Schuppen von den Augen fällt, sobald sich das Blatt mal wendet...
Work-Life-Balance
Nicht vorhanden. HO nicht möglich. Früher kommen & später gehen wird gern gesehen und sogar erwartet/verlangt. Andersrum ohne vorherige Absprache keine Flexibilität. Auch Überstunden "abbummeln" geht nicht ohne vorherige Absprache, wenn überhaupt erlaubt...
Kopfschmerzen? AG ist unterwegs - halbe Stunde eher gehen ohne vorheriges OK vom AG? -> Das geht gar nicht und gibt Ärger!
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wird mit Papierakten gearbeitet, jedoch wird einseitig bedrucktes Papier wiederverwendet und die Rückseite bedruckt.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen, wenn es dem AG zu Gute kommt und für ihn sinnvoll ist grundsätzlich möglich... Karriere (siehe Punkt Kommunikation)... Einige werden in dem Licht gelassen, dass Karriere hier nicht möglich ist, anderen wird eine Karriere-Perspektive in Aussicht gestellt. Da dies aber dann nicht offen kommuniziert wird, ist eine konkrete Aussage hierzu nicht wirklich möglich...
Kollegenzusammenhalt
Nicht vorhanden. Jeder für sich. Man macht teilweise nicht nur seinen Job, sondern auch die Jobs anderer Kollegen, die wiederum ihren Job nicht anständig machen.
Vorgesetztenverhalten
Entscheidungen werden oft ganz willkürlich getroffen: "Sie arbeiten für mich und ich will das so.". Anweisungen werden unklar kommuniziert, zuerst ohne Ende Stress machen, "sofort" und "schnellstmöglich", dann plötzlich doch nicht so eilig und zu teuer. Wie man's macht, macht man es falsch! Versprechungen werden gemacht, aber nicht gehalten. Manipulativ: Fordert und fördert Eigenschaften, die dem AG zu Gute kommen (Fleiß, Sorgfalt, Schnelligkeit, Flexibilität bei der Arbeitszeit - natürlich im Sinne von Überstunden). Versucht seine AN zu erziehen, wie es ihm passt. Schwachstellen/Stärken der AN werden ausfindig gemacht und gegen ihn selbst für den AG ausgespielt/ausgenutzt. Es wird z.B. ans Gewissen oder den Ehrgeiz appelliert, um noch mehr herauszuholen und die Ausbeute (bzw. Ausbeutung) zu maximieren. Stellt sich als Märtyrer hin: Angeblich stehen die Bedürfnisse und das Wohlbefinden der Mitarbeiter im Vordergrund und seine kommen zuletzt, in Wirklichkeit wird einem nur versucht, Honig ums Maul zu schmieren. Leichtgläubige fallen leider darauf rein. Nach Kündigung wendet sich das Blatt und die Wahrheit kommt klar zum Vorschein: Man wird diffamiert und es werden Lügen verbreitet.
Arbeitsbedingungen
Ausbaufähig... aber immerhin inzwischen höhenverstellbare Tische.
Kommunikation
Keine offene Kommunikation. Es wird viel unter 4 Augen besprochen, aber nicht offen mit allen kommuniziert. Einige wissen mehr als andere. Einige wissen Anderes als andere. Austausch untereinander wird dadurch erschwert, wird teilweise sogar als "Vetrauensbruch" gesehen und entsprechend behandelt...
Gehalt/Benefits
Keine Sozialleistungen. Gehalt individuell je nach Verhandlung/Qualifikation/Leistung.
Gleichberechtigung
AN werden je nach Qualifikation/Leistung/Loyalität bevorzugt behandelt.
Interessante Aufgaben
Aufgaben können vielfältig und interessant sein, wenn man entsprechend offen und qualifiziert ist.