Gut am Arbeitgeber finde ich
Parkplatz, flexible Arbeitszeiten, viele einzelne liebe Kollegen, garantierte (befristete) Übernahme, Zuschuss zur Kantine, Bemühungen einzelner Personen Innovation und Modernisierung voranzubringen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
grundlegend misstrauische Einstellung der Personalabteilung, langer Prozess bevor neue Ideen umgesetzt werden, Arbeitsumfeld ist gut für bequeme Menschen ohne Interesse an Neuem, motivierte junge Menschen werden hier gebremst und in Starre Formen gepresst, keine Möglichkeiten aktiv an der Verbesserung der Firmenkultur mitzuarbeiten, keine neuen Impulse, "Wir haben das hier schon immer so gemacht"-Denken, schlechte Verkehrsanbindung (Zug kommt zweimal pro Stunde, Anfahrt mit Auto aus Berlin dauert auch lange), vieles wird verkompliziert
Verbesserungsvorschläge
Einladende Pausenräume, weniger triste Gestaltung der Büros und des ganzen Gebäudes, mehr Anreize für junge Mitarbeiter und Förderung, harmonischere Zusammenarbeit der beiden Standorte, Team-Veranstaltungen, weniger Dienst nach Vorschrift, mehr aktive Mitgestaltung der Mitarbeiter, mehr Transparenz, Aufbau einer gemeinsamen modernen Firmenkultur, mehr Möglichkeiten für mobiles Arbeiten (Stellen der Geräte für jeden, keine Begrenzung der Tage)
Arbeitsatmosphäre
Während der Arbeitszeit ist man gern mit den Kollegen zusammen und hält auch mal ein kurzes Gespräch, allerdings sind die wenigsten an Aktivitäten außerhalb dessen interessiert.
Von Arbeitgeberseite gibt es ein paar wenige Angebote, wie Fitnessraum und Yoga, allerdings sind diese eher halbherzig. Der Fitnessraum ist in die Jahre gekommen und das Yoga findet auf eigene Kosten außerhalb der Arbeitszeit statt.
Weihnachtsfeiern gibt es nur auf eigene Initiative der Abteilungen unter sich.
Karrierechancen
Tarifvertragliche befristete Übernahme wird eingehalten. Eine darüber hinausgehende Übernahme ist ungewiss. Obwohl bei einem relativ hohen Altersdurchschnitt dringend junge Kollegen benötigt werden.
Ein Studium wird zwar generell nicht verboten (darf gesetzlich auch nicht verboten werden). Allerdings wünscht sich die Personalabteilung vorher informiert zu werden, da einem das Arbeitsleben ansonsten schwer gemacht werden kann.
Arbeitszeiten
Es gibt für alle Mitarbeiter eine Gleitzeitregelung, häufig mit Kernzeit je nach Abteilung, und Freizeitausgleichstage. Diese kann man allerdings nur nehmen, wenn man vorher Überstunden gemacht hat. Das passiert als Auszubildender eher selten. Eher sitzt man seine Zeit ab. Vollzeit liegt hier bei 37 Stunden, es werden 30 Tage Urlaub gewährt (beides Tarifvertraglich geregelt).
Ausbildungsvergütung
Es wird die tarifvertraglich vereinbarte Vergütung immer rechtzeitig gezahlt. Es gibt, wie für die anderen Kollegen auch, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld.
Ob die Ausbildungsvergütung generell fair ist, wenn sie unter dem gesetzlich geregelten Stundenmindestlohn liegt, wage ich zu bezweifeln, aber das ist ja überall so.
Die Ausbilder
Mehrmaliger Wechsel der Ausbildungsleitung in der Personalabteilung, von mal zu mal schlechter. Häufig hat der/die Ausbilder*in (es war nur eine der verschiedenen Personen) mehr gegen die Auszubildenden als mit den Auszubildenden gearbeitet. Den Auszubildenden wird wenig zugetraut und es werden Annahmen ohne validen Grund getroffen. Verkürzung der Ausbildung muss mit biegen und brechen erfolgen, keine Offenheit der ausbildenden Person.
Spaßfaktor
Durch viele liebe Kollegen werden die oft simplen, langweiligen Aufgaben etwas erträglicher.
Aufgaben/Tätigkeiten
Von Abteilung zu Abteilung unterschiedlich, allgemein eher "Praktikantenarbeit" als tatsächlich lehrreiche Aufgaben. Die Büros sind in Ordnung, aber nicht sehr modern.
Variation
Durch die verschiedenen Abteilungen waren es insgesamt verschiedene Tätigkeiten, in den einzelnen Abteilungen war es jedoch meist eher wenig Abwechslung.
Respekt
Die meisten Kollegen sind sehr respektvoll und hilfsbereit. Einige legen auf das siezen größeren Wert um gegenseitigen Respekt auszudrücken, viele bieten das weniger hierarchische "du" sofort an. In beiden Fällen habe ich mich gleichberechtigt gefühlt. Von wenigen Personen wird man als "Azubi" noch als Kollege 2. Klasse gesehen.