Gut am Arbeitgeber finde ich
Man durchläuft ungefähr 10 Abteilungen und bekommt dadurch wirklich tiefe Einblicke in den ganzen Betrieb und das Geschäftsfeld selbst ist richtig interessant. Die Ausbilder sind aus meiner Sicht top: feste Ansprechpartner, keine ständigen Wechsel, immer erreichbar. Wenn ich höre, wie das bei Bekannten in anderen Firmen läuft, ist das hier deutlich besser organisiert.
Auch bei der Prüfungsvorbereitung wird man nicht alleingelassen: Bücher werden auf Wunsch besorgt, es gibt einen Vorbereitungskurs, und wenn Defizite auffallen oder gerade weniger zu tun ist, bekommt man Lernzeit. Die Ausstattung hat sich zuletzt merklich verbessert, mit Laptops statt fester PCs sind die Abteilungswechsel für uns Azubis deutlich unkomplizierter geworden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Tag als Azubi ist teilweise sehr unstrukturiert, weil man ständig zwischendurch für Kleinigkeiten eingespannt wird. Wie viel Verantwortung man bekommt und wie das Klima ist, schwankt außerdem stark je nach Abteilung, in manchen ist die Hierarchie schon spürbar ein Problem. Beim Thema Digitalisierung ist es ein Zwiespalt: an einigen Stellen ist alles top aufgesetzt, an anderen werden Zettel per Hand ausgefüllt.
Verbesserungsvorschläge
Beim Thema Übernahme wäre mehr Verbindlichkeit gut. Man hört zwischendurch mal "dich könnten wir uns hier auch vorstellen" oder "da ist gerade was frei geworden", aber Konkretes kommt spät. Ein kurzer Einblick in den tatsächlichen Personalbedarf, vielleicht ein-, zweimal im Jahr, wäre für die eigene Planung enorm hilfreich, gerade wenn man verkürzt und dadurch sowieso schneller vor der Frage steht.
Und die Zuständigkeiten zwischen den Abteilungen könnten klarer abgegrenzt sein. An einigen Stellen ist nicht eindeutig, wer wofür verantwortlich ist, was unnötig Reibung erzeugt.
Arbeitsatmosphäre
Im eigenen Team ist die Stimmung gut und man hilft sich gegenseitig aus. Zwischen den Abteilungen hakt es aber ab und zu da wird eher nebeneinander her gearbeitet als miteinander, und man merkt manchmal Spannungen, die einen als Azubi eigentlich nichts angehen.
Karrierechancen
Verantwortung kriegt man früh, wenn man sich reinhängt. Was nach der Ausbildung kommt, wird aber einfach spät kommuniziert, da tappt man ziemlich lange im Dunkeln, und genau das würde ich mir anders wünschen.
Arbeitszeiten
Gleitzeit ist super flexibel, da kann man sich den Tag gut selbst einteilen. Wie viel Spielraum man wirklich hat, hängt aber von der Abteilung ab, in manchen ist man an feste Zeiten oder Absprachen gebunden, in anderen ist es komplett locker.
Ausbildungsvergütung
Die Vergütung geht klar in Ordnung und liegt im branchenüblichen Rahmen, man kommt gut damit klar. Luft nach oben ist trotzdem, gerade wenn man im letzten Ausbildungsjahr schon richtig mitarbeitet.
Die Ausbilder
Meine Ausbilder sind top. Die nehmen sich wirklich Zeit, erklären auch mal das Drumherum und nicht nur "mach das mal". Wenn was schiefgeht, wird das in Ruhe besprochen man traut sich also, Fragen zu stellen.
Spaßfaktor
Das Team ist echt locker drauf, der Umgangston passt und man geht morgens gern hin. Klar, in stressigen Phasen ist der Spaß mal weniger, aber das ist ja überall so.
Aufgaben/Tätigkeiten
Es ist einiges an Routine dabei, richtig eigenverantwortliche Aufgaben gibt's dagegen eher wenig. Wie viel zu tun ist, hängt außerdem stark von der Abteilung ab, das ist mal mehr, mal weniger ausgelastet.
Variation
Das ist für mich mit das Beste an der Ausbildung. Man durchläuft ungefähr 10 Abteilungen und sieht dadurch wirklich, wie der ganze Betrieb zusammenhängt, nicht nur die eine Ecke, in der man später vielleicht landet.
Respekt
Man wird als normaler Kollege behandelt und darf in Meetings auch was sagen, ohne dass es abgebügelt wird. Ab und zu merkt man trotzdem, dass man "nur der Azubi" ist.