2 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
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2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ich kann dieses Unternehmen aus meiner persönlichen Erfahrung absolut nicht empfehlen.
Als dualer Student im ersten Semester hatte ich erwartet, in einem Ausbildungsbetrieb zu arbeiten, der Wissen vermittelt, unterstützt und junge Menschen fördert. Stattdessen hatte ich von Anfang an den Eindruck, dass man als vollwertige Arbeitskraft angesehen wird, ohne die nötige Einarbeitung oder Unterstützung zu erhalten. Fehler, die in einer Ausbildung völlig normal sein sollten, wurden kaum toleriert. Statt Hilfestellung gab es Kritik und die Erwartung, vom ersten Tag an perfekt zu funktionieren.
Die familiäre Unternehmensstruktur war aus meiner Sicht eher ein Nachteil als ein Vorteil. Entscheidungen wirkten häufig willkürlich, unstrukturiert und wenig professionell. Klare Zuständigkeiten oder nachvollziehbare Prozesse waren kaum erkennbar. Statt moderner Führung hatte ich das Gefühl, dass persönliche Beziehungen und Hierarchien wichtiger waren als Kompetenz oder Fairness. Kritik wurde überwiegend nach unten weitergegeben, während Lob ausschließlich nach oben ging.
Besonders belastend war die Unternehmenskultur. Es wurde ein nahezu perfektionistischer Anspruch an alle gestellt, gleichzeitig fehlten aber klare Anweisungen und eine vernünftige Einarbeitung. Man sollte selbstständig arbeiten, obwohl einem die nötige Erfahrung naturgemäß noch fehlte. Das führte zu einem Arbeitsklima, das ich als einschüchternd und demotivierend empfunden habe.
Der Tiefpunkt war schließlich die Kündigung mitten in meiner Prüfungsphase im ersten Semester. Für einen Ausbildungsbetrieb ist das für mich ein erschreckendes Signal. Gerade in einer Phase, in der Studierende Unterstützung und Verständnis brauchen, wurde zusätzlicher Druck aufgebaut. Das hat bei mir den Eindruck hinterlassen, dass wirtschaftliche Interessen deutlich wichtiger sind als die Verantwortung gegenüber jungen Menschen in der Ausbildung.
Rückblickend war diese Zeit für mich eine große Enttäuschung. Wer Wert auf professionelle Führung, Wertschätzung, transparente Kommunikation und eine echte Ausbildung legt, sollte sich meiner Meinung nach sehr genau überlegen, ob dieses Unternehmen die richtige Wahl ist.
Die Unternehmensführung sollte sich stärker selbst reflektieren und persönliche Ego-Interessen zugunsten des Teams und der Unternehmensziele zurückstellen. Entscheidungen sollten sachlich, transparent und im Einklang mit gesellschaftlichen Normen sowie geltenden Regeln getroffen werden, um Vertrauen intern wie extern zu stärken.
Die Arbeitsatmosphäre wird stark durch ein unsicheres Führungsverhalten geprägt. Entscheidungen werden häufig zögerlich, widersprüchlich oder kurzfristig getroffen – oder gar nicht klar kommuniziert. Diese fehlende Stabilität führt zu Orientierungslosigkeit im Team und dem Gefühl, dass Prioritäten sich jederzeit willkürlich ändern können. Statt Sicherheit und Vertrauen entsteht permanente Anspannung.
Statt sich auf die inhaltliche Weiterentwicklung des Unternehmens zu konzentrieren, wird viel Energie in Machtdemonstration und Kontrolle investiert. Mitarbeitende erleben ein Führungsverhalten, das eher auf Einflussnahme als auf Unterstützung abzielt. Entscheidungen wirken unsicher und widersprüchlich, und die spürbare Unsicherheit der Führung überträgt sich auf das Team. Dies hemmt Vertrauen, Eigeninitiative und Motivation.
Die interne Kommunikation erfolgt meist kurzfristig und ohne erkennbare Planung. Informationen werden oft erst geteilt, wenn bereits akuter Handlungsdruck besteht.