Großes Potenzial, das durch interne Konflikte verloren geht.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gut finde ich grundsätzlich die Existenz einer solchen Einrichtung und den Gedanken dahinter. Positiv in Erinnerung ist mir außerdem die hohe Fachlichkeit der Leitung der Jugendhilfe geblieben. Von dieser konnte ich viele wertvolle Impulse für meine Arbeit mitnehmen. Danke dafür
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
wie bereits erwähnt
Verbesserungsvorschläge
Vom theoretischen Gedanken und dem Zweck, den eine Mutter/Vater-Kind-Einrichtung erfüllen soll, finde ich die Existenz einer solchen Einrichtung gut. Aber es bleibt eben nicht nur bei der Theorie, die Praxis muss nämlich genau das auch erfüllen, damit die angestrebten Ziele erreicht werden können und Familien tatsächlich geholfen wird.
Die Praxis ist in dieser Einrichtung, um es kurz zu fassen, einfach nur „Chaos“.
So handelt es sich beispielsweise bei den Bewohner/innen um psychisch hoch belastete Personen, die oft auch psychische Erkrankungen mitbringen, die selbstverständlich in der Zusammenarbeit mitgedacht werden müssen. Dann werden aber Mitarbeitende eingestellt, die keine Vorerfahrung in der Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen mitbringen, und das ist sowohl den Mitarbeitenden als auch den Bewohner/innen gegenüber mehr als nur unfair. Die regelmäßigen Fortbildungen, die in der Stellenbeschreibung genannt werden, werden im Übrigen leider auch nicht durchgeführt, was ich als sehr schade empfinde.
Weiterhin gibt es einen ständigen Wechsel des Personals, sodass die Bewohner/innen, die meistens sowieso Bindungsprobleme haben, kaum eine Chance haben, eine echte Verbindung zu ihren Bezugspersonen aufzubauen.
In dieser Einrichtung gibt es meiner Meinung nach ein wirklich grundlegendes Problem in der transparenten Kommunikation zwischen Führungsebene und den Angestellten. Es wird nicht an einem Strang gezogen, sondern gegeneinander gearbeitet, und das ist aus meiner Sicht das Hauptproblem.
Dennoch sollte dies aber nicht zum Problem der Bewohner/innen werden, was es letztendlich trotzdem wird. Die Konflikte zwischen Führungsebene und Mitarbeitenden und der entsprechende Druck auf die Mitarbeitenden haben natürlich auch Auswirkungen auf die Bewohner/innen. Diese Menschen sind sowieso psychisch vorbelastet und brauchen ein stabiles Umfeld, in dem sie sich gesehen und sicher fühlen können.
Ich denke nicht, dass die Führungsebene zutiefst böse Absichten hat, aber ich würde ihr dringend mehr Selbstreflexion empfehlen. Es hat einen Grund, weshalb so viele Mitarbeitende gehen oder gegangen werden. Irgendwann sollte man sich auch fragen, ob das Problem wirklich immer nur bei den Mitarbeitenden liegt. Und selbst wenn Probleme tatsächlich bei einzelnen Mitarbeitenden liegen, sollte man sich fragen, wie man die betroffenen Personen wohlwollend unterstützen kann, ohne den Druck weiter zu erhöhen oder gar Konflikte eskalieren zu lassen.
Zusammenfassend war meine Zeit dort zwar lehrreich, weil mir die Arbeit mit den Bewohner/innen großen Spaß gemacht hat, aber dennoch möchte ich nie wieder unter solchen Umständen arbeiten müssen, wie sie in dieser Einrichtung vorgeherrscht haben.
Ich wünsche der Einrichtung im Sinne der Bewohner/innen, dass sie ihr eigentliches Potenzial und auch die Wichtigkeit ihrer Arbeit erkennt und bereit ist, an einigen Stellschrauben zu arbeiten.
Arbeitsatmosphäre
dauerhaft angespannt
Work-Life-Balance
Durch die hohe Belastung auf der Arbeit kaum gegeben
Karriere/Weiterbildung
Ich hätte mich sehr gefreut, wenn die angekündigten Weiterbildungen tatsächlich stattgefunden hätten. Gerade in der Arbeit mit psychisch belasteten Menschen wären regelmäßige Fortbildungen aus meiner Sicht sehr wichtig gewesen.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung empfand ich ehrlich gesagt nicht gerecht. Gerade Mitarbeitende, die zuverlässig waren, Verantwortung übernommen und wirklich gute Arbeit geleistet haben, wurden meiner Meinung nach nicht entsprechend bezahlt. Das war für mich echt enttäuschend.
Kollegenzusammenhalt
Im Team gab es durchaus Zusammenhalt und Unterstützung
Vorgesetztenverhalten
häufig unnötig druckerzeugend
Kommunikation
wenig transparente Kommunikation zwischen Führungsebene und Angestellten
Interessante Aufgaben
Die Arbeit mit den Bewohner/innen war für mich der wichtigste und schönste Teil der Tätigkeit. Die Aufgaben waren sinnvoll, abwechslungsreich und fachlich interessant.