Starke Produkte, aber die interne Struktur steht sich selbst im Weg
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kollegenzusammenhalt: Innerhalb der Teams herrscht ein guter Spirit; man unterstützt sich gegenseitig im Chaos.
Produkte: Technologisch spielt PI ganz oben mit. Es ist motivierend, an Produkten zu arbeiten, die einen echten Impact haben.
Benefits: Gratis Kaffee und Wasser sind vorhanden und werden geschätzt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Gehaltsstagnation & Hinhaltetaktik: Trotz langjähriger Betriebszugehörigkeit gab es keine Gehaltsanpassungen. Die Bezahlung liegt deutlich unter dem Marktdurchschnitt (Tarif). Die Einführung eines Tarifvertrags wird durch die Geschäftsführung immer wieder verzögert – Termine werden kurzfristig abgesagt, was das Vertrauen massiv beschädigt.
Ständige Reorganisationen: Bevor Abteilungen nach einer Umstrukturierung überhaupt arbeitsfähig sind oder zusammenwachsen können, folgt bereits die nächste. Das zerstört das „Wir-Gefühl“ und macht effiziente Zusammenarbeit unmöglich.
Mangelnde Verantwortungskultur: Durch das strukturelle Chaos fühlt sich niemand verantwortlich. Fehler werden mehrfach gemacht, ohne dass daraus gelernt wird. Man ist primär mit sich selbst und internen Kämpfen beschäftigt.
Führungsdefizite: Teamleiter wirken teilweise fachfremd oder unvorbereitet auf ihre Führungsrolle. Entscheidungen wirken oft willkürlich und basieren nicht auf fundierten Hintergründen oder Daten.
Prozess-Vakuum: Es fehlen klare, gelebte Prozesse. Stattdessen verbringt man in Projekten mehr Zeit mit der Administration und der Suche nach Zuständigkeiten als mit der eigentlichen Arbeit.
Mangelhafte Kommunikation: Besonders die vertikale Kommunikation in Projekten ist ungenügend. Informationen fließen nicht, und man fühlt sich oft im Dunkeln gelassen.
Unklare Rollendefinition: Die Stellenbeschreibungen sind uneinheitlich und müssten dringend für eine faire Tarifeinstufung überarbeitet werden – auch hier passiert jedoch viel zu wenig.
Verbesserungsvorschläge
Stabilität vor Reorganisation: Gebt den Abteilungen Zeit, nach einer Umstrukturierung zusammenzuwachsen, bevor die nächste Welle kommt.
Führungskultur: Teamleiter sollten fachlich oder methodisch besser auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. Entscheidungen müssen nachvollziehbarer sein.
Commitment zur Tarifeinführung: Die wiederholten Absagen und Vertagungen seitens der Geschäftsführung sorgen für Frust und Misstrauen. Hier ist Verbindlichkeit gefragt.
Fehlerkultur: Prozesse etablieren, aus Fehlern lernen und Verantwortlichkeiten klar definieren, statt sich hinter der Struktur zu verstecken.
Arbeitsatmosphäre
Auf Arbeitsebene sehr gut
Image
Nach außen denke ich gut. Intern wird sehr viel geredet.
Work-Life-Balance
Durch Gleitzeit sehr gut.
Karriere/Weiterbildung
Keine.
Gehalt/Benefits
Deutlich unter Tarif. Tarifeinführung geplant. Termine zwischen BR und mit GF wurden aber bereits mehrmals vertagt (Absage durch GF). -> Zieht sich sehr lange hin. Keine Gehaltssteigerungen seid mehreren Jahren. Keine finanziellen Anreize.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Neutral
Kollegenzusammenhalt
Sehr gut
Umgang mit älteren Kollegen
Sehr gut
Vorgesetztenverhalten
Teilweise sind Teamleiter in einer Position, wo sie selbst noch nie gearbeitet haben. Der Erfahrungsschatz ist ziemlich gering. Bei Problemen oder Fragen werden Entscheidungen sehr willkürlich getroffen. Teamleiter wirken manchmal zu unterfordert, für das was sie tun sollten.
Arbeitsbedingungen
Sehr gute und moderne Ausstattung
Kommunikation
Vertikale Kommunikation, insbesondere innerhalb von Projekten, sehr bedürftig.
Gleichberechtigung
Neutral
Interessante Aufgaben
Wenn die Prozesse da sind und Zuständigkeiten geklärt, dann ja.


