Die Früchte falscher Entscheidungen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pilz ist im Herzen eines der wenigen echten Familienunternehmen. Dies merkt man. So gab es noch nie betriebsbedingte Kündigungen. Die Geschäftsführerin ist nahbar, hat Power und eine überaus herzliche Art. Die Firma und Personal sind ihr wichtig und das glaubt man ihr.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ignoranz gegenüber Markt und Kunden. Fehlende Selbstkritik der oberen Führungsebene. Fehlende Wertschätzung.
Verbesserungsvorschläge
Es ist an der Zeit, die oberste Führungsebene in den Bereichen Entwicklung, Produktmanagement und Marketing kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls neu aufzustellen. Dort braucht es Menschen, die frische Perspektiven einbringen – idealerweise mit eigener Kundenerfahrung und echtem Verständnis für die Marktbedürfnisse – und nicht hauptsächlich Personen, die ihre gesamte Laufbahn bei Pilz verbracht haben.
Unsere Stärke waren mal die Sicherheitssteuerungen. Genau diese gilt es wieder zu stärken. Mit allem was Pilz zu bieten hat.
Arbeitsatmosphäre
Vor einem Jahrzehnt war alles noch im Lot. Doch immer mehr Prozesse, zusätzliche Hierarchieebenen, Micromanagement und falsche Entscheidungen der vergangenen Jahre sowie die Wirtschaftliche lage, haben die Situation zunehmend verschlechtert.
Image
Noch befriedigend. Hat in den letzten Jahren stark abgenommen. Eine Homepage wie aus den 00er Jahren. Viel Text, wenig Inhalt.
Work-Life-Balance
Immer so wie es dem Arbeitgeber grade gefällt. Wenn viel zu tun ist, sind Überstunden gern gesehen. Die Auftragslage ist aber grade eher mau. Daher Kurzarbeit ON-OFF. Mobiles Arbeiten war zu Coronazeiten willkommen. Nun ist diese aber eher unbequem geworden für die Firma. Man erwägt diese wieder abzuschaffen. Zumindest der Urlaub war jedoch nie ein Problem.
Karriere/Weiterbildung
In meiner Abteilung gut. Es gibt zahlreiche, jedoch meist interne, Schulungen und Workshops.
Gehalt/Benefits
Bezahlung unter Tarif. Kein T-Zug.
Kollegenzusammenhalt
Dieser ist noch gut. Mal sehen, was die kommenden Monate bringen.
Umgang mit älteren Kollegen
Leider tut sich die Firma mit dem Thema Altersteilzeit schwer.
Vorgesetztenverhalten
Mein direkter Vorgesetzter setzt sich für uns ein. Ansonsten gibt es zu viele Ebenen. Der Informationsfluss nach oben lässt zu wünschen übrig.
Arbeitsbedingungen
Je nach Abteilung sehr unterschiedlich. Bei uns OK. Die Büros sind nicht Klimatisiert.
Kommunikation
Innerhalb der Abteilungen funktioniert die Zusammenarbeit gut, doch sobald Abteilungsgrenzen überschritten werden, herrscht Stillstand. Offene Kommunikation über Bereiche hinweg ist nicht nur unerwünscht, sie wird aktiv verhindert. Der dafür „vorgesehene“ Prozess dient nicht der Strukturierung, sondern ganz offensichtlich der Kontrolle und Einschränkung des Austauschs.
Vor Allem Feedback zu Produkten/Prozessen/Verbesserungsvorschläge verschwinden im Hierarchiekosmos, als wären sie nie geäußert worden. Diese künstlich geschaffenen Kommunikationsbarrieren sind kein Nebeneffekt – sie sind gewollt. Und sie ersticken jede Form von echter Zusammenarbeit im Keim.
Viele Meetings - vor Allem in der Führungsebene - ohne Ziel oder echten Output.
Gleichberechtigung
Einige Führungspositionen sind mit Frauen besetzt. Es gibt aber noch Luft nach oben.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind sehr interessant. Jedoch werden diese oft, durch nicht zu Ende gedachte IT-Sicherheitsvorgaben, erschwert.

