Die zweite Kündigungswelle steht vor der Tür und danach die Insolvenz.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gibt leider nichts gutes.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Sicht war der Arbeitgeber zuletzt sehr enttäuschend. Besonders negativ empfand ich, dass das Weihnachtsgeld kurz vor Weihnachten ohne vorherige Ankündigung gestrichen wurde. Dies und viele Versprechen, hat das Vertrauen in die Unternehmensführung zusätzlich geschwächt.
Insgesamt entstand bei mir der Eindruck, dass das Unternehmen wirtschaftlich sehr stark angeschlagen und möglicherweise nicht mehr zukunftsfähig ist.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht besteht insbesondere im Führungsverhalten dringender Handlungsbedarf. Die Beurteilungs- und Beförderungsprozesse sollten transparent, nachvollziehbar und für alle Kollegen nach einheitlichen Kriterien erfolgen.
Persönliche Beziehungen oder Freundschaften zu Vorgesetzten sollten keinen Einfluss auf die Bewertung oder Bevorzugung einzelner Kollegen haben.
Darüber hinaus sollte das Führungsverhalten des betreffenden Vorgesetzten durch eine unabhängige Stelle überprüft werden.
Sollten sich die von mir wahrgenommenen Bevorzugungen und Ungleichbehandlungen bestätigen, halte ich personelle Konsequenzen bis hin zu einer Trennung vom Vorgesetzten für angemessen.
Arbeitsatmosphäre
Zu Beginn war die Arbeitsatmosphäre von einem menschlichen und wertschätzenden Umgang geprägt. Nach dem Auftragseinbruch und im Zusammenhang mit der Kurzarbeit wurde zunehmend mehr und mehr Druck auf die Mitarbeiter ausgeübt.
Image
Das Image des Unternehmens war früher aus meiner Sicht gut und genoss einen positiven Ruf. Inzwischen hat sich dieser Eindruck jedoch deutlich verschlechtert und ist meiner Wahrnehmung mittlerweile auf einem Tiefpunkt angekommen.
Work-Life-Balance
Bei uns gab es nichts der gleichen.
Karriere/Weiterbildung
Nur Interne Schulungen. Für Weiterbildungen gibt es kein Geld mehr.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt empfand ich im Verhältnis zu den gestellten Anforderungen, der Arbeitsbelastung und den erwarteten Leistungen als nicht angemessen.
Insgesamt stand die Vergütung aus meiner Sicht nicht in einem ausgewogenen Verhältnis zu den Anforderungen und dem geleisteten Arbeitseinsatz.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war aus meiner Sicht leider nicht besonders gut. Nach außen wurde zwar eine offene und vertrauensvolle Kommunikation gewünscht, gleichzeitig wurden jedoch hinter meinen Rücken selbst kleinste Vorkommnisse an meinen Vorgesetzten weitergegeben. Teilweise entstand sogar der Eindruck, dass gezielt nach Kleinigkeiten gesucht wurde, um diese gegen mich zu verwenden und sich dadurch bei der jährlichen Beurteilung Vorteile zu verschaffen. Dieses Verhalten empfand ich als hinterhältig und belastete das gegenseitige Vertrauen innerhalb des Teams erheblich.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen wurden aus meiner Sicht vor die Wahl gestellt, entweder eine Kündigung zu akzeptieren oder eine Degradierung hinzunehmen.
Dies empfand ich als einen sehr fragwürdigen und unangemessenen Umgang mit langjährigen und erfahrenen Kollegen.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten meines Vorgesetzten empfand ich als äußerst problematisch. Ich hatte den Eindruck, das gezielt nach Gründen gesucht wurde, um mir im Rahmen der jährlichen Beurteilung Punkte abzuziehen. Dabei entstand für mich der Eindruck, dass meine Arbeitsweise und mein Verhalten gezielt von meinen Kollegen beobachtet wurde und selbst kleinste Vorkommnisse gegen mich verwendet wurden.
Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass bestimmte Kollegen bevorzugt behandelt wurden und Ihnen gegenüber eine deutliche wohlwollende Bewertung erfolgte.
Dadurch entstand bei mir der Eindruck einer ausgeprägten Bevorzugung einzelner Kollegen bis hin zu einer Art Vetternwirtschaft.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt sauber und ordentlich. Das Arbeitsumfeld war in einem angemessenen und gepflegten Zustand.
Kommunikation
Die Kommunikation war grundsätzlich einigermaßen in Ordnung, wurde jedoch immer wieder durch fehlerhafte bzw. unzureichende Kommunikation überschattet. Teilweise entstand zudem der Eindruck, dass Informationen bewusst zurückgehalten oder nicht transparent kommuniziert wurden.
Gleichberechtigung
Aus meiner Sicht herrschte innerhalb des Teams keine ausreichende Gleichberechtigung. Ich hatte den Eindruck, dass Kollegen, die ein besonders gutes persönliches Verhältnis zu meinem Vorgesetzen pflegten, bei den jährlichen Beurteilungen bevorzugt wurden und bessere Punktzahlen erhielten. Dadurch entstand bei mir der Eindruck, das persönliche Beziehungen stärker berücksichtig wurden als die tatsächliche Arbeitsleistung.
Insgesamt empfand ich die Situation eher als Bevorzugung einzelner Kollegen und weniger als eine faire und gleichberechtigte Bewertung.
Interessante Aufgaben
Die Tätigkeit umfasste interessante und abwechslungsreiche Aufgaben, die vielseitige Einblicke und unterschiedliche Herausforderung boten.

