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PIN 
AG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Eine einzigartige Erfahrung

1,1
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Logistik / Materialwirtschaft bei PIN AG in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die positiven Erfahrungen halten sich eher im bescheidenen Rahmen. Die Depots sind mit dem ÖPNV und auch sonst gut erreichbar. Jedes Depot verfügt über Kaffeeautomaten mit verschiedenen Kreationen, in der Art wie sie zeitweise auf Berliner S-Bahnhöfen zu finden waren. Dort kann man gratis Kaffee ziehen. Allerdings ist davon abzuraten. Ein Koffein-Überschuss setzt eine Reihe von Reaktionen frei, z.B. Zittern, Nervösität (Zitat aus einer Internetrecherche).
So etwas wird bei der Briefeinfächerung wie in einer Momentaufnahme genauestens registriert, an die Depotleitung übermittelt, in der nächsten Rechenschaftsablegung als permanente Nervösität ausgelegt und einem zum Vorwurf gemacht (Siehe auch unter Vorgesetztenverhalten).

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Man fühlt sich wie ein Rekrut neu in der Kaserne, nur im Gegensatz dazu völlig von Humor befreit.
Eigene Gestaltungsmöglichkeiten sind kaum gegeben, man steht jeden Tag unter ständigem Zeitdruck und wo möglich unter dauernder Beobachtung, hat das zu machen, was vorgegeben wird. Selbst für einen Schluck aus der Wasserflasche reicht kaum die Zeit.

Verbesserungsvorschläge

Im Bereich Depotleitungen und Ausbildung sollten qualifizierte und fähige Kräfte möglichst rasch herangeführt werden. Das könnte die selbst in der kurzen Zeit meiner Beschäftigung dort spürbare Fluktuation deutlich reduzieren. Wertgeschätzte Mitarbeiter, denen die Möglichkeit gegeben wird, eigenverantwortlich arbeiten zu können, mindern den derzeit betriebenen Kontrollaufwand und bleiben dem Unternehmen länger erhalten. Bei der Gestaltung der Touren ließe sich einiges optimieren. Auch bin ich mir nicht sicher, ob den Vorgesetzten der Unterschied zwischen einer Vollzeit- und einer Teilzeitstelle bei der Festlegung der Touren überhaupt bewusst ist.
Wirklich für den Arbeitsablauf wichtige Dinge wie der Umgang mit den Tracking-Geräten teilte man in der Ausbildung notgedrungen und hastig zwischen Tür und Angel oder gar nicht mit, so dass man es sich von anderen Kollegen nochmal vernünftig erklären lassen musste. Die Fähigkeit, wichtige von unwichtigen Dingen zu unterscheiden, ist wohl nur eingeschränkt gegeben.
Trotz mehrmaliger Nachfrage wollte man eine Umkleidemöglichkeit nicht zur Verfügung stellen, was auf eine bewusste Erschwerung der Arbeitsbedingungen hindeutet.
In der ganzen Zeit dort habe ich die Bedeutung der Begriffe VDL und TVZ nicht erfahren können. Möglicherweise enthält der Ausbildungsplan die Aufklärung über die Unternehmensstruktur nicht.
Das Depot wo die Beschäftigung vorgesehen ist, in meinem Falle war es im 5. Bezirk von Berlin, sollte das Ausbildungsdepot rechtzeitig darüber informieren,
dass das unterschriebene Exemplar des Arbeitsvertrages abgegeben wurde, nicht damit man wie bei mir am ersten Arbeitstag nochmal nach Hause fahren muss, um das Zweitexemplar zu holen.

Arbeitsatmosphäre

Während des Bewerbungsprozesses habe ich mir alle Bewertungen hier durchgelesen und die negativen führten zu einer schlaflosen Nacht. Dann aber der Kennenlerntag fühlte sich gut an, alle aufgeschlossen und sympathisch, ich dachte, so schlimm kann es also nicht sein. Leider ist es doch genauso. In der ersten Ausbildungsphase wird ständig eine Drohkulisse aufgebaut, geschrien: „Du schaffst deine Tour nicht, du schaffst es nicht, du schaffst es nicht.“ und die Kündigung wiederholt ins Spiel gebracht. O-Ton Ausbilder: „Wenn der xxx noch da wäre, der hätte dich schon längst rausgeschmissen.“ Das verursacht natürlich Stress. Tritt allerdings das Ereignis Kündigung dann ein, kann man die letzten Tage dort ohne Ausbilder und Psychostress richtig gut arbeiten und schafft auch weitgehend sein Arbeitspensum.
Hier nochmal ein Dialog dazu: Ausbilder: „Kündigung geht ganz schnell.“ Ich: „Kann es mir vorstellen. Habe alle Kununu - Bewertungen gelesen.“ Ausbilder.: „Das sind alles Leute, die es nicht gepackt haben. Die das System nicht begriffen haben.“ Naja, wer es glaubt… Dass eine Kündigung erfolgte, erfährt man übrigens kurz vor Feierabend durch einen Anruf vom Betriebsrat, →

Image

Man wird in Dienstkleidung unterwegs auf Tour und sonst auch oft von unbekannten Leuten gegrüßt.
Sobald man aber in anderen Firmen erzählt, bei der PIN AG angestellt gewesen zu sein, ist ein Bedauern deutlich vernehmbar.

Work-Life-Balance

Davon konnte ich kaum etwas erkennen.
Da viel Stress vorhanden ist, bzw. sich wohl gemacht wird, wird als Ausgleich augenscheinlich besonders in der Leitungsebene viel geraucht.

Karriere/Weiterbildung

Es wird ein Arbeitsvertrag für ein Jahr gemacht und aus einer mir vorliegenden Handreichung ist zu ersehen, dass der Austritt nach dem halben Jahr Probezeit fest eingeplant war. Das wäre nicht einmal ein Problem gewesen. Nur sollte man den Mumm haben, es vorher auch so zu kommunizieren. Die Kündigung nach zwei Monaten erfolgte mit der mündlichen Begründung: „Wir glauben, dass du mit dem Arbeitsumfang bei
Wahlen und in der Vorweihnachtszeit überfordert bist." Wo waren bis zum vorgesehenen Austrittstermin, laut Handreichung in 08/25, Wahlen und Vorweihnachtszeit? Das Prozedere der Kündigung und des Ausscheidens scheint mir übrigens ein äußerst routinierter Vorgang zu sein.

Gehalt/Benefits

Jeder sollte selbst wissen, worauf er sich bei Vertragsabschluss einlässt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umweltfreundlich, da die Zustellung mit Fahrrädern erfolgt. Diese sind mitunter nicht im besten Zustand. Ebenso sind zahlreiche E-Bikes und sonstige Elektrofahrzeuge vorhanden. Es ist jetzt kein Alleinstellungsmerkmal, das gibt es in anderen Logistikfirmen auch.
Zum Sozialbewusstsein kann ich aufgrund der Zeitspanne, die mir dort gegeben war, kaum eine Aussage machen. Es war ein gemeinsamer Ausflug o.ä. in Vorbereitung.

Kollegenzusammenhalt

Wenn es nicht gerade die völlig gestressten Ausbilder waren, konnte man sich für eine vernünftige Antwort mit Fragen jederzeit an die Kollegen wenden.
Nach der Bewertung hier waren ehemalige Kolleg:innen unterwegs nicht mehr in der Lage Grüße zu erwidern. Daher nochmal einen Stern Abzug.

Umgang mit älteren Kollegen

Die Vor- und Nachteile von älteren gegenüber jüngeren Kollegen sollten in der PIN AG bekannt sein. Es würde zu weit führen, dies hier nochmal darzulegen.
Wenn man jemand kurz vor der Rente nicht haben will, sollte man ihn gar nicht erst einstellen und nicht hinterher krampfhaft nach Möglichkeiten suchen ihn wieder loszuwerden.
Ständig erfolgte durch die Depotleitung der Vergleich mit über dreißig Jahre jüngeren Kollegen: „Ja der xxx ist schon viel weiter als du“...usw.. Ich komme täglich an dieser Tour vorbei, und wage zu bezweifeln, dass es dort auch dermaßen viele Laufhäuser inklusive Hinterhäuser und ganze Häuserzeilen gibt, wo geklingelt und dann länger bis zur Türöffnung gewartet werden muss, da sich um die Beschaffung der Schlüssel offenbar nicht gekümmert wird. Und nein, es sind keine sehr neuen Häuser. Hierbei ergeben sich durchaus interessante Erfahrungen, z.B. so: Ein türkischer Geschäftsinhaber: „Was, kein Schlüssel? Tritt einfach doll gegen die Tür … Siehst du, auf!“ Danke hier nochmal für den Tipp. Aber auch Rufen aus der vierten Etage: „Was klingelst du mich raus, du störst. Ich muss schlafen. Habe Nachtdienst.“

Vorgesetztenverhalten

Die zwei sogenannten Ausbilder haben sich in der Wahrnehmung nicht wie Kollegen verhalten, denen etwas an einer Ausbildung liegt, sondern eher als Gegner, welche geradezu zwanghaft darauf aus sind, Fehler zu erheischen. Man sollte niemals im Vertrauen eigene Fehler benennen, die in der Ausbildung nun mal passieren, bzw. sich dafür entschuldigen. Jeder Fehler wurde trotzdem eilends in Hörweite der Depotleitung laut ausgerufen oder wohl hinterhältig in Umlauf gebracht, selbst wenn der Ausbilder, da mit langen Telefonaten beschäftigt, dies gar nicht mitbekommen hat und nicht wissen konnte, ob es überhaupt passiert ist. Es sollte wohl eine das Ausscheiden rechtfertigende Legende erschaffen werden.
Total überbewertet und gebetsmühlenartig wiederholt wurde die Aneignung von Nebensächlichkeiten, bei denen man nach kurzer Zeit sowieso die für sich beste Variante findet, wie, ob man am Arbeitsplatz steht oder sitzt, wie man die Briefkisten in die Taschen einsteckt oder das Einstellen der leeren Briefkisten in die Transportwagen. Mit jeder Kisten einzeln hinlaufen!!, statt mit vier Kisten auf einmal. Und wehe nicht, es wird umgehend als Vergesslichkeit und Konzentrationsschwäche ausgelegt.

Arbeitsbedingungen

Die Depots unterscheiden sich erheblich, ersteres war eher angenehm von der Lautstärke. Sehr sauber, aufgeräumt, mit Pausenraum, dafür musste das Dienstfahrrad bis zu 15 Minuten lang aus einem Haufen herausgezogen werden. Heißt, 15 Minuten weniger Zustellzeit. Es empfiehlt sich die Verlagerung von Funktionen der Örtlichkeit an einen eher dezentralen Standort. Machen ja Banken mittlerweile auch. Das zweite Depot ist großzügig angelegt, aber ohne Pausenraum und sehr laut. Oft wurden Gespräche über mehrere Plätze hinweg geführt, aus einem Nebenraum jemand stieß gelegentlich Schreie aus. Diese erinnerten an ein tropisches Tier. Auf dem Boden fanden sich oft kleine Zettel und Gummiringe, vor dem Eingangsbereich verteilt Zigarettenkippen trotz vorhandenem Aschenbecher. Reinigungspersonal beklagte dies bitterlich. Am ersten Tag im zweiten Depot stand zum Empfang ein vor Briefsendungen berstender Arbeitsplatz mit 24 Fächern bereit. Diese, teilweise lieblos und hastig zusammen gezimmert, machten die Einsortierung nicht einfach, es kam zu Überlappungen. Die Begründung dafür: „.. in der Aufbauphase in der wir uns befinden.“. Ich weiß aber nicht, wie lange sich so eine Aufbauphase
hinzieht.

Kommunikation

→ da man zu einer vernünftigen Kommunikation seitens der Depotleitung nicht in der Lage ist. Bei den sogenannten Gesprächen / Rechenschaftsablegungen braucht man auch gar nichts zu sagen, da das Ergebnis schon vorher feststeht. Jedes eigene Argument wird sofort mit einem „Ja aber“ abgebügelt, falls das nicht klappt, wird panisch reagiert. Vorwürfe der Depotleitung verließen nie den Bereich des Ungefähren, Unklaren. Zu klaren Aussagen war man nicht fähig.
Hier empfiehlt sich dringend ein Training, wie man Mitarbeiter motiviert statt demotiviert. (Siehe dazu auch weiter unter dem Punkt: Umgang mit älteren Kollegen)
Der zweite Ausbilder orientierte sich meiner Wahrnehmung nach der Einfachheit halber an den Bewertungen des ersten. Da stellt sich der Mann hin und tut so, als ob ich eine schon unzählige Male von mir im Leben passierte Straße zu einer Insel nicht finden würde, um es dann umgehend als Orientierungsschwäche zu registrieren (Am Rande nebenbei: Habe meinen Militärdienst als Aufklärer abgeleistet.).

Gleichberechtigung

Bei den Zustellern ist das Unternehmen eher multikulturell aufgestellt, wobei man mit den Kolleg:innen nichtdeutscher Herkunft oft besser klargekommen ist.

Interessante Aufgaben

Das eigene nähere und weitere Terrain lässt sich gut kennenlernen, in welcher Umgebung dort gelebt und gearbeitet wird. Man stellt den Leuten gerne die Post zu. Wahnsinnig interessante Highlights und Herausforderungen sind nicht zu erwarten, wie in vielen anderen Tätigkeiten auch. Heutzutage wird vieles schnell zur Routine. Man ist ein kleines Rädchen in einem mehr oder weniger gut funktionierenden Getriebe. Hier öfters mal weniger gut. Wenn der Tag ohne Stress mit Vorgesetzten und den hier noch beschriebenen Mängeln überstanden wurde, war er schon mal gut.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.