Montage und Service: Hohe Arbeitsbelastung und Verbesserungspotenzial
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Lohn wird pünktlich gezahlt (am 10. des Monats). Alle Kollegen waren sehr offen für mich als Neuling.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Hohe Arbeitsbelastung bei gleichzeitiger Unterbesetzung.
Unausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeitsaufwand und Gehalt.
Arbeitsverträge sind sehr arbeitgeberfreundlich.
Verbesserungsvorschläge
Eine optimierte Arbeitsplanung könnte helfen, Notfälle und systematische Überstunden zu reduzieren. Klare Dokumentation von Entscheidungen und Konsequenzen würde die Unsicherheit im Team verringern. Systematische Erfassung und Umsetzung von Verbesserungsvorschlägen aus der Praxis würde die Effizienz steigern.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist geprägt von hohem körperlichem Einsatz. Die Balance zwischen körperlicher und geistiger Beanspruchung könnte verbessert werden, um die Zufriedenheit der Mitarbeiter langfristig zu sichern.
Grundsätzlich herrscht eine landwirtschaftliche Arbeitskultur.
Kommunikation
Die Kommunikation erfolgt über verschiedene Kanäle. Allerdings wäre es hilfreich, wichtige Informationen zentral und für alle zugänglich zu dokumentieren, um Missverständnisse zu vermeiden.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Monteuren ist gut. Die Kollegen unterstützen sich gegenseitig, um die anfallende Arbeit zu bewältigen.
Work-Life-Balance
Die Arbeitskultur ist stark projektorientiert und flexibel, was oft zu Arbeitszeiten von über 10 Stunden pro Tag führt. Pünktliches Feierabendmachen wird teilweise als mangelnde Einsatzbereitschaft interpretiert. Besonders in der Montage und Elektrik sind lange Arbeits- und Reisezeiten üblich.
Laut Arbeitsvertrag sind monatlich über zehn Überstunden pauschal abgegolten. Das aktuelle Stundenlohnmodell begünstigt die Ansammlung von Überstunden, was von einigen Kollegen als Ausgleich für die Arbeitsbelastung gesehen wird.
Hinweis aus einer HR-Präsentation:
„Monteure stempeln ihre Arbeitszeit in Echtzeit (ZDE). Die Fahrzeit zählt nicht zur tatsächlichen Arbeitszeit, wird aber vergütet und muss gestempelt werden. Die tägliche gesetzliche maximale Arbeitszeit von 10 Stunden darf mit der reinen Arbeitszeit (exklusive Fahrtzeit) nicht überschritten werden.“
Vorgesetztenverhalten
Der aktuelle (Interims-)Vorgesetzte ist sehr zugänglich und hat stets ein offenes Ohr, auch für größere Themen und Anliegen. Ich habe den Eindruck, dass er dem Unternehmen langfristig guttun könnte, wenn er seine Vorstellungen und Lösungsansätze bei den Verantwortlichen durchsetzen kann. Ich wünsche ihm dafür viel Erfolg.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind oft repetitiv. Kreatives Problemlösen durch die Kollegen führt zu unterschiedlichen Lösungsansätzen, ohne dass diese systematisch erfasst oder für die Zukunft genutzt werden. Verbesserungsvorschläge aus der Praxis werden selten aufgegriffen, da der Fokus auf der schnellen Abarbeitung liegt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen entsprechen nicht immer den Erwartungen an einen modernen Arbeitsplatz. Grade im Außendienst gibt einen hohen körperlichen Anspruch; dort gibt es noch Verbesserungspotenzial.
Gehalt/Benefits
Ich empfand das Gehalt nicht in einem angemessenen Verhältnis zur geforderten Arbeit. Im Büro war es durchaus angenehm, sobald es auf die Baustellen ging ... naja; und ich bin schon auf etlichen (Groß-)Baustellen gewesen.
Image
Nach außen wirkt das Unternehmen attraktiv, intern gibt es jedoch deutliche Unterschiede. Arbeitsverträge und die Unternehmenskultur bieten Verbesserungspotenzial.
Karriere/Weiterbildung
Für mich war es das falsche Unternehmen. Nicht mehr und nicht weniger. Es gibt eine interne Akademie um sich Fortzubilden und sich so an neue Arbeiten rein zu arbeiten.