Schlechte Führung und fehlende Wertschätzung – viel versprochen, wenig gehalten
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war kühl, distanziert und demotivierend. In den Stellenanzeigen wird viel von Teamgeist, Förderung und einem guten Miteinander versprochen, in der Realität sieht es komplett anders aus. Der einzige echte Fokus lag darauf, zweimal pro Woche ins Büro zu kommen. Was die Mitarbeiter konkret machen oder wie sie sich weiterentwickeln, schien nebensächlich. Es fehlte jegliches Interesse aneinander, sowohl von den Vorgesetzten als auch untereinander. Alles fühlte sich sehr oberflächlich und ohne echten Zusammenhalt an.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war durchschnittlich, aber mit Einschränkungen. Positiv war, dass man nicht täglich ins Büro musste. Negativ war jedoch der starre Fokus auf die zweimal wöchentliche Anwesenheit, unabhängig davon, ob sinnvolle Aufgaben vorhanden waren. Dadurch fühlte sich die Arbeit teilweise wie eine reine Präsenzpflicht an, anstatt flexibel und ergebnisorientiert zu sein.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind praktisch nicht vorhanden. Als Junior gab es keinerlei echte Förderung, Feedback oder Unterstützung bei der persönlichen Entwicklung. Das Thema Weiterbildung wurde komplett vernachlässigt. Man hatte nie das Gefühl, dass die Führung an langfristigem Wachstum oder einer Karriereentwicklung interessiert ist.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war sehr schwach. Trotz der angekündigten Team-Kultur blieb es bei oberflächlichen Kontakten. Es entstand kein echtes Wir-Gefühl, und man hatte selten das Gefühl, dass sich die Kollegen wirklich füreinander interessieren oder gegenseitig unterstützen. Alles blieb eher distanziert und unverbindlich.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führungskraft ist stark verbesserungswürdig. Es fehlt komplett an echtem Interesse an den Mitarbeitern als Menschen. Der Vorgesetzte wirkt distanziert, arrogant und wenig empathisch. Seine gesamte Art und Körpersprache kommen respektlos und unprofessionell herüber. Statt zu fördern und Wertschätzung zu zeigen, liegt der Fokus ausschließlich auf reiner Anwesenheit. Eine echte Führungspersönlichkeit, die Mitarbeiter entwickelt und motiviert, ist er leider nicht.
Kommunikation
Die Kommunikation war einseitig und oberflächlich. Gespräche mit dem Vorgesetzten wirkten desinteressiert, und es gab wenig Raum für echten Austausch. Auch das Abschlussgespräch bei meiner Kündigung war sehr kurz und blieb ohne inhaltliche Tiefe. Insgesamt fehlte jede Form von wertschätzender und offener Kommunikation.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wird im Unternehmen nur auf dem Papier gelebt. Als Junior wird man schnell spürbar herabgestuft und hat kaum eine Stimme. Die eigene Meinung, Fragen oder konstruktive Kritik sind unerwünscht, man soll einfach machen, was gesagt wird. Es herrscht eine starke Hierarchie, bei der Seniorität alles bestimmt und Juniors das Gefühl bekommen, nichts zu wissen und nichts beitragen zu dürfen. Das führt zu einer sehr ungleichen Behandlung je nach Position.
Interessante Aufgaben
Es gab praktisch keine interessanten oder anspruchsvollen Aufgaben. In der Stellenanzeige wurden spannende Projekte und abwechslungsreiche Tätigkeiten versprochen, in der Realität existierten diese kaum. Man saß häufig ohne konkrete Aufgaben da und musste sich selbst interne Dinge suchen. Der Vorgesetzte zeigte keinerlei Interesse daran, ob man ausgelastet ist oder sinnvolle Arbeit hat. Statt echter Projekte gab es nur Potenzial, das nie genutzt wurde.