Als ich angefangen habe, habe ich gedacht es kann nicht mehr schlechter werden. Heute weiß ich es besser.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das gesamte Formularwesen, sei es Beschaffung, Anzeigen-Fertigung, oder irgendwelche Änderungsanträge. Zudem wenn es um Geld geht, welches jemandem zusteht, wird es einem möglichst kompliziert gemacht, was die Folge hat, dass nur wenige die Umstände auf sich nehmen für ca. 60€ im Jahr sich drei Stunden durch seltsame Formulare durchzukämpfen.
Verbesserungsvorschläge
Im Ernst, aber metaphorisch gesprochen: abreißen und neu aufbauen. Zu viel Bürokratie/Verwaltung/„Führung“, zu viele starre Konstrukte, zu wenig Wertschätzung.
Arbeitsatmosphäre
Da die Arbeitsbedingungen immer schlechter werden, wird auch die Athmosphare unter den Kollegen zunehmend schlechter. Statt dass man merkt dass esirgendwie voran geht, hat man in der schicht nur das Gefühl, dass es immer schlimmer wird. Und in diese Richtung bewegt es sich seit mittlerweile zehn Jahren. Manche resignieren nur, andere fahren die Ellenbogen aus um möglichst wenig selbst darunter zu leiden.
Work-Life-Balance
Work work work, familienfreundlicher Arbeitgeber auf dem Papier vielleicht, oder im Leitbild, aber nicht gelebt. Überstunden Extraschichten und Abgabefristen.
Gehalt/Benefits
Benefits gibt es keine. Zumindes keine die einem leichtgemacht werden. Gehalt war ganz okay, aber trotz neuer "Gehaltserhöhungen" und Stufenaufstieg frisst die Inflation mehr auf, sodass am Ende das Monats auch rein numerisch weniger bleibt als noch ein Jahr zuvor, und viel weniger als zwei Jahre zuvor.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nicht vorhanden.
Kollegenzusammenhalt
Auf der eben der Fußabtreter meist gut, zwischen Abteilungen schon schlechter, und nach oben bzw. von oben nach unten nicht vorhanden!
Umgang mit älteren Kollegen
Meist gut, es gibt aber Ausnahmen.
Vorgesetztenverhalten
In der Art meist korrekt und proffesionell, aber auch meistens um es den eigenen Vorgesetzten genehm zu machen, so dass die Unteren es ausbaden. Daran können sie aber meistens nichtmal was ändern, so ist es gewollt.
Arbeitsbedingungen
Wir arbeiten mit digitalen Schreibmaschienen, das meiste ist maximal Nutzer-unfreundlich gestaltet, effizient ist etwas anderes. Zudem wird uns eine "Digitalisierung" diktiert, die im konkreten Fall alles nur komplizierter und zeitaufwändiger macht, statt Automatismen und Prozessoptimierung und ähnliche Benefits zu bringen. Viele hatten mal Hoffnung in die digitalisierung gesetzt, aber so wie die bei uns eingeführt wird/wurde überlegen mittlerweile einige tatsächlich aufzuhören.
Kommunikation
Eher Diktat als Kommunikation, und da ist es ganz egal ob innerhalb der Behörde oder durch die Politik. Man versucht manchmal den Anschein zu erwecken, dass Kommunikation auch von unten nach oben möglich wäre, aber de facto wird eigentlich nur nach unten getreten, bis es niemanden mehr gibt der weiter nach unten treten kann und die müssen es dann ausbaden.
Gleichberechtigung
Wird meines Ermessens hier gelebt.
Interessante Aufgaben
Wenn nicht hier, wo dann? Das ist doch der Grund warum sich so viele den Job überhaupt noch antun. Das und die Aussicht einen Unterschid zu machen, etwas bewirken zu können, aber eigentlich wird man nur noch ausgebrannt.