Großer Name, viel Potenzial – aber die Führungskultur bremst
Verbesserungsvorschläge
Die Leiterspanne sollte insbesondere vor dem Hintergrund des Abbaus der operativen Mannschaft reduziert und die Anzahl der Führungskräfte kritisch hinterfragt werden.
Zudem sitzen einige Führungskräfte seit Jahrzehnten auf denselben Positionen. Eine regelmäßige Rotation von Führungspositionen, beispielsweise nach fünf Jahren, könnte neue Perspektiven schaffen, festgefahrene und ineffiziente Strukturen aufbrechen und die Weiterentwicklung von Führungskräften fördern. Ein solches Modell wäre aus meiner Sicht auch für Porsche Leipzig sehr sinnvoll.
Arbeitsatmosphäre
Micro-Management ist alles. Vertrauen durch Vorgesetzten nur bedingt gegeben.
Image
Außenwirkung ist gut.
Work-Life-Balance
Normal
Karriere/Weiterbildung
Karrieremöglichkeiten sind aus meiner Sicht stark begrenzt. Bereichswechsel sind nur schwer möglich und Entwicklungspläne sind teilweise so lang gestreckt, dass das Zielgehalt erst nach rund sechs Jahren erreicht wird. Gleichzeitig gibt es im Verhältnis zur produktiven Mannschaft bereits sehr viele Führungskräfte, wodurch ein weiterer Karriereschritt in eine Leitungsfunktion kaum realistisch erscheint.
Gehalt/Benefits
Gehalt war gut
Kollegenzusammenhalt
War gut.
Umgang mit älteren Kollegen
in Ordnung
Vorgesetztenverhalten
Das Verhältnis zu den Vorgesetzten war aus meiner Sicht stark von fehlendem Vertrauen und ausgeprägtem Micromanagement geprägt. Eigenverantwortliches Arbeiten wurde dadurch unnötig erschwert. Statt den Mitarbeitenden den notwendigen Handlungsspielraum zu geben, mussten viele Entscheidungen detailliert abgestimmt, dokumentiert und regelmäßig gerechtfertigt werden. Ein erheblicher Teil der Arbeitszeit floss dadurch in Berichte, Statusmeldungen und Rechtfertigungen, anstatt diese Zeit für produktive und wertschöpfende Arbeit nutzen zu können.
Teilweise entstand bei mir der Eindruck, dass für eine Führungskarriere ein sehr stark ausgeprägtes Ego und eine entsprechende Selbstdarstellung wichtiger sein können als Vertrauen, Empathie und die Fähigkeit, Mitarbeitende eigenständig arbeiten zu lassen. Das empfand ich als besonders enttäuschend, da man gerade bei einem Unternehmen wie Porsche eine moderne Führungskultur erwarten würde. Mehr Vertrauen, weniger Kontrolle und ein stärkerer Fokus auf Ergebnisse statt auf permanente Absicherung hätten die Zusammenarbeit aus meiner Sicht deutlich verbessert.
Kommunikation
Flurfunk ist immer schneller.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung habe ich persönlich anders erlebt. Aus meiner Sicht wurden Frauen in einigen Bereichen und bei bestimmten Entscheidungen deutlich bevorzugt, sodass nicht immer der Eindruck einer ausgewogenen und ausschließlich leistungsbezogenen Behandlung entstand.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren wenig abwechslungsreich und wiederholten sich im Arbeitsalltag häufig. Auf Dauer fehlten neue Herausforderungen und Abwechslung.