Leider nicht mehr wie es mal war
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man lernt nette Leute kennen und kann viel lernen, wenn man in den richtigen Projekten landet. Bei Abendveranstaltungen wird nicht gegeizt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Sollte aus den Bewertungen klar sein. Vor allem das Verhalten der Inhaberschaft sorgt für schlechte Stimmung und extreme Fluktuation.
Verbesserungsvorschläge
Ich gehe nicht davon aus, dass noch etwas zu retten ist. Die Entwicklungsstrategie ist festgelegt. Ich finde es schade, denn es war mal anders.
Arbeitsatmosphäre
Der Austausch mit den Kollegen macht Spaß und man sitzt gemeinsam im Boot. Je nach Kundenprojekt sind in der Regel auch die Mitarbeiter dort freundlich, was durch die Firma allerdings wenig beeinflussbar ist.
Ich freue mich allerdings auch, wenn ich nicht mit der Geschäftsführung kommunizieren muss.
Kommunikation
Leider sehr schlecht. Informationen für Projektleiter werden gefühlt nur ungern und auch nur verspätet auf Nachfrage herausgegeben, sodass ein adäquater Start in ein neues Projekt nicht möglich ist. Darunter leiden dann die Mitarbeiter, die ihre Arbeitszeiten nicht buchen können, woraufhin wieder zusätzliche Arbeit für alle anfällt und man hinterherrennen muss.
Unternehmensergebnisse werden nicht mitgeteilt, lediglich "War wieder ein gutes Jahr, ich bin zufrieden."
Wichtige Informationen kommen entweder gar nicht oder dürfen, im Falle von schlechten Nachrichten, auch gerne von den Teamleads übermittelt werden. Wer will schon gerne den Mitarbeitern sagen, dass ihnen Leistungen gestrichen werden, um den Gewinn zu erhöhen?
Kollegenzusammenhalt
Mit vielen meiner Kollegen komme ich super zurecht und mit denen ich auch privat etwas unternehme oder regelmäßig telefoniere (auch noch mit ehemaligen Kollegen). Es gibt aber auch Leute, mit denen möchte ich lieber keinen Kontakt haben.
Work-Life-Balance
Bei der Arbeit im Home Office super, leider ist das nur selten möglich. Bei Einsätzen bei Kunden ist man auch gerne mal 5 Tage pro Woche von zu Hause entfernt. Life ist dann nicht mehr existent. Wochenenden dürfen auch gerne mal für An- und Abreise genutzt werden, wenn der Kunde das wünscht. Wird von der Geschäftsführung auch gerne zugesagt, trifft ja nur die Mitarbeiter.
Vorgesetztenverhalten
Teamleads sind sehr bemüht, aber leider machtlos. Die Heads sind leider keine guten Führungskräfte.
Interessante Aufgaben
Kommt auf den Kunden an, aber die meisten Projekte sind sehr lehrreich, in sehr kurzer Zeit gibt es sehr viel Input. Man kann Einblick in viele Firmen bekommen und sich so ein gutes Bild der eingesetzten Technologien machen. Oftmals sieht man in Capex-Projekten State-of-the-art-Anlagen. Geht aber zu Lasten des Privatlebens.
Gleichberechtigung
Wenn man die Inhaberschaft außen vor lässt, dann gibt es, abgesehen von persönlichen Abneigungen von oben, keine Diskriminierung oder Benachteiligung aufgrund von Geschlecht, Nationalität oder Sonstigem. Gehälter schwanken stark, jeder verhandelt selber (kein Tarif) und es gibt keine feste Eingruppierung oder Referenz zu Kollegen. Nur nach Oben begrenzt man gern.
Kollegen in der Schweiz bekommen quasi keine Benefits außerhalb der gesetzlichen Anforderungen ("Die kriegen ja schon mehr Gehalt!"). Dienstwagen gibt es dort ebenfalls nicht, weil sie teurer sind als in Deutschland (wer hätte das gedacht).
Umgang mit älteren Kollegen
Ich konnte bislang nicht feststellen, dass es Bevorzugung oder Benachteiligung aufgrund des Alters gibt.
Arbeitsbedingungen
Die Büromöbel und die Firmenwagen sind meines Erachtens nach wirklich super. An der PSA könnte noch etwas verbessert werden (nicht den ganz billigen Kram bitte). Computer und Mobiltelefone unteres Mittelfeld (Consumerware von Mediamarkt). Gesundheitsleistungen sind gut.
Vom König kommen in Abständen immer wieder üble Vorwürfe, Unterstellungen und zweifelhafte Abmahnungen an Mitarbeiter.
Am Wichtigsten ist der Gewinn für die Inhaberschaft, gerne auch auf Kosten der Mitarbeiter. Die flexiblen Arbeitszeiten zu jeder Tageszeit werden auch gerne als Argument für spontane Aufgaben genutzt, wenn der Kunde mal wieder am nächsten Tag noch ein Angebot erhalten soll und das am Abend fertig sein muss.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Keinerlei Umweltaktivitäten. Selbst Kollegen, die mit der Bahn reisen, werden irgendwann gebeten doch bitte lieber auf das Auto umzusteigen.
Soziales Engagement ist mir nicht bekannt.
Gehalt/Benefits
In meinem Fall in Ordnung, wenn man keine Projektleitung oder Extraaufgaben hat, die unvergütet bleiben. Ansonsten reine Willkür und meistens auch zu wenig (da hat man wieder mal ein Schnäppchen gemacht). Aufgrund der Standortzuweisung darf man sich auch gerne bis zu einigen Stunden pro Arbeitsweg selbst ans Bein binden.
Gehaltserhöhung ist im besten Fall ausreichend, um die Inflation abzufangen. Verhandelt wird nicht. Wenn man Glück hat, erhält man am Jahresbeginn einen Brief ohne Ankündigung mit einer Anpassung.
Image
War mal gut, aber man hat sich den Ruf verspielt, um mehr Gewinn zu machen. Ehemalige Kollegen raten in ihren Firmen ab, Aufträge an PPT zu vergeben.
Karriere/Weiterbildung
Man durfte bislang freitags an einer einstündigen Präsentation eines "freiwilligen" Kollegen oder Verkaufsveranstaltungen von eingeladenen Firmenvertretern teilnehmen.
Manche Kollegen erhalten ein Studium finanziert, andere kriegen überhaupt nichts (außer der verpflichtenden Schulung "Führung & Kommunikation").
Ansonsten hat man die Möglichkeit Überstunden zu sammeln, um damit dann private Weiterbildungen wahrzunehmen.
Aufstieg quasi ausgeschlossen. Als Teamlead hat man nur Pflichten, aber keine Befugnisse. Ich rate von dieser Bürde ab.