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Interessante Arbeit, aber respektloses Arbeitsklima

1,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Personal / Aus- und Weiterbildung in Köln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positives am Arbeitgeber selbst kann ich aus meiner persönlichen Erfahrung leider nicht hervorheben.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Besonders negativ empfand ich den aus meiner Sicht respektlosen und teilweise herablassenden Umgangston, den erheblichen psychischen Druck sowie den Umgang mit Konflikten, Arbeitszeiten, Urlaub und Gehaltsfragen. Auch den Umgang mit Patient:innen habe ich mehrfach als wenig respektvoll erlebt. Gerade in einer Arztpraxis sollte meiner Meinung nach ein wertschätzender Umgang sowohl mit Mitarbeitenden als auch mit Patient:innen selbstverständlich sein.

Verbesserungsvorschläge

Ein respektvoller Umgang sollte nicht nur gegenüber Mitarbeitenden, sondern auch gegenüber Patient:innen selbstverständlich sein. Kritik sollte sachlich und ohne Herabwürdigungen oder Drohungen geäußert werden. Arbeitszeiten, Urlaub und Gehaltsfragen sollten transparent und verlässlich geregelt werden. Auch in einer Praxis mit engem Patientenkontakt sollte auf ein professionelles Auftreten und eine angenehme Umgebung geachtet werden – dazu gehört aus meiner Sicht auch, starke und dauerhaft wahrnehmbare Essensgerüche in den Praxisräumen möglichst zu vermeiden.

Arbeitsatmosphäre

Die eigentliche Tätigkeit alsMFA sowie der Kontakt mit Patient:innen haben mir grundsätzlich gefallen und die Aufgaben waren abwechslungsreich. Die Arbeitsatmosphäre und insbesondere den Umgang der Führung mit Mitarbeitenden habe ich jedoch über längere Zeit als sehr belastend empfunden. Die Kommunikation war aus meiner Sicht häufig nicht respektvoll und nicht auf Augenhöhe. Sachliche Anliegen zu Arbeitszeiten, Urlaub oder Gehalt wurden teilweise abwertend behandelt. Wiederholt wurde von mir erwartet, bereits vor der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit anwesend zu sein. Bei einem Arbeitsbeginn um 8:00 Uhr sollte ich beispielsweise teilweise schon um 7:30 Uhr erscheinen, ohne dass diese zusätzliche Zeit entsprechend berücksichtigt wurde. Auch Pausen und ein pünktlicher Feierabend waren aus meiner Erfahrung nicht immer selbstverständlich. Besonders negativ empfand ich persönliche Abwertungen und den Umgang mit Konflikten. Unter anderem wurde mir in Anwesenheit einer Kollegin mit einer Kündigung gedroht. Außerdem wurden mir gegenüber Aussagen gemacht, die ich als herabwürdigend empfand. Insgesamt entstand für mich dadurch über einen längeren Zeitraum ein erheblicher psychischer Druck

Gehalt/Benefits

Im Januar wurde mir mein Gehalt aus meiner Sicht um etwa 300–400 Euro zu niedrig ausgezahlt. Ich habe das sowohl mündlich als auch per E-Mail angesprochen. Auf meine E-Mail erhielt ich keine Antwort. Im persönlichen Gespräch wurde mein Anliegen aus meiner Sicht nicht sachlich geklärt, sondern in einem herablassenden Ton kommentiert, unter anderem mit Fragen wie, ob ich überhaupt wisse, was Brutto und Netto bedeuten. Ich empfand diese Art der Kommunikation als respektlos und unangemessen, besonders weil es um eine konkrete Unstimmigkeit bei meiner eigenen Gehaltsabrechnung ging.

Arbeitsbedingungen

Die tatsächlichen Erwartungen an die Arbeitszeit stimmten aus meiner Erfahrung teilweise nicht mit den vertraglichen Zeiten überein. Obwohl mein Arbeitsbeginn um 8:00 Uhr vereinbart war, wurde von mir wiederholt erwartet, bereits um 7:30 Uhr anwesend zu sein. Diese zusätzliche Zeit wurde aus meiner Sicht nicht entsprechend berücksichtigt. Auch Pausen und ein pünktlicher Feierabend waren für mich nicht immer selbstverständlich. Insgesamt empfand ich die Arbeitsbedingungen daher als wenig mitarbeiterfreundlich.

Gleichberechtigung

Besonders negativ empfand ich den Umgang mit meiner Herkunft und Sprache. Nachdem ich mit einem türkischsprachigen Patienten auf Türkisch gesprochen hatte, wurde mir dies nicht nur kritisch vorgehalten, sondern es wurden mir gegenüber aus meiner Sicht unangemessene und persönlich entwürdigende Unterstellungen gemacht. Dieses Gespräch fand zudem bei geöffneter Tür statt, sodass eine Kollegin im Nebenraum den Inhalt mitbekommen konnte. Ich habe diese Situation als bloßstellend und respektlos erlebt. Für mich gehört es zu einem wertschätzenden Arbeitsumfeld, vorhandene Sprachkenntnisse nicht gegen Mitarbeitende zu verwenden, sondern respektvoll damit umzugehen.


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