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Nicht zu empfehlen

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Administration / Verwaltung in Langen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv empfand ich die grundsätzlich interessanten Produkte und den sinnvollen Tätigkeitsbereich des Unternehmens. Auch einzelne persönliche Erfahrungen und Begegnungen mit Kolleginnen und Kollegen habe ich als bereichernd wahrgenommen. Das vorhandene Potenzial des Unternehmens ist aus meiner Sicht durchaus da – wird jedoch nicht ausreichend genutzt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Kritisch sehe ich vor allem den stark zentralisierten und nach meiner Wahrnehmung patriarchalisch geprägten Führungsstil, die geringe Einbindung der Mitarbeitenden, sowie fehlende Transparenz bei wichtigen Entscheidungen. Verantwortung wird aus meiner Sicht zu wenig übertragen, wodurch Entwicklung und Eigeninitiative erschwert werden. Hinzu kommen wenig flexible Arbeitsmodelle, begrenzte Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie eine aus meiner Sicht nicht immer nachvollziehbare Besetzung von Führungspositionen. Insgesamt habe ich zu wenig Offenheit für Veränderungen und moderne Führungs- und Arbeitsstrukturen erlebt.

Verbesserungsvorschläge

Aus meiner Sicht wäre es besonders wichtig, Verantwortung seitens der Geschäftsführung stärker abzugeben und Mitarbeitenden mehr Vertrauen und Entscheidungsspielraum zu geben. Ich habe die Führung als stark auf die Geschäftsführung konzentriert erlebt, wodurch es Mitarbeitenden schwer fiel, in verantwortungsvollere Rollen hineinzuwachsen und sich zu Weiterzuentwickeln.
Deutlichen Verbesserungsbedarf sehe ich auch bei der Besetzung von Führungspositionen. Die Auswahl habe ich als stark von der persönlichen Einschätzung der Geschäftsführung geprägt wahrgenommen. Ein transparenter Auswahlprozess, die Einbeziehung mehrere Entscheidungsträger, sowie nachvollziehbare Kriterien hinsichtlich Leistung, fachlicher Eignung und Führungskompetenz waren für mich nicht immer erkennbar. Einige Personalentscheidungen auf Führungsebene haben sich aus meiner Sicht im Arbeitsalltag nicht bewährt. Hier würde ein strukturierter und objektiver Auswahlprozess dem Unternehmen gut tun.
Auch mit Blick auf die zukünftige Unternehmensführung wären klarere Verantwortlichkeiten, mehr Delegation und eine frühzeitige, nachhaltige Nachfolgeplanung aus meiner Sicht wichtig. Mitarbeitende sollten gezielt entwickelt werden und die Chancen erhalten, schrittweise Verantwortung zu übernehmen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre habe ich insgesamt als angespannt
wahrgenommen. Nach meiner persönlichen Erfahrung wirkte sich dies auch sehr auf die Zusammenarbeit aus.

Image

Das Image und die Entwicklung des Unternehmens habe ich in den letzten Jahren zunehmend kritisch wahrgenommen. Durch zahlreiche personelle Veränderungen ging nach meinem Eindruck viel Erfahrung und Fachwissen verloren. Gleichzeitig empfand ich die Einarbeitung neuer Mitarbeitender häufig als sehr kurz und wenig strukturiert. Die daraus entstehende Mehrbelastung der verbleibenden Mitarbeitenden war für mich deutlich spürbar und wirkte sich nach meiner Wahrnehmung auch negativ auf die Stimmung aus.

Auch beim Thema Innovation sehe ich eine zunehmende Diskrepanz zwischen dem nach außen kommunizierten Anspruch und meiner erlebten Realität. Das Produktportfolio habe ich über längere Zeit als wenig bis nicht weiterentwickelt wahrgenommen. Entscheidungen und Budgets für neue Produkte waren nach meinem Eindruck stark auf die Geschäftsführung konzentriert, wodurch notwendige Innovationen nur schwer vorangetrieben wurden.

Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Auswirkungen von Wissensverlust, unzureichender Einarbeitung und fehlender Weiterentwicklung auf den Führungsebenen nicht konsequent genug aufgegriffen wurden. Das Image hat hier leider sehr gelitten.

Work-Life-Balance

Die Work Life Balance habe ich als wenig zeitgemäß und sehr unflexibel erlebt. Home-Office war nur eingeschränkt nach Absprache möglich. Gleitzeit, flexible Arbeitszeitmodelle oder Workation wurden nicht angeboten. Nach meinem Eindruck ging die Entwicklung eher in Richtung stärkerer Kontrolle, während ein Ausbau flexibler Arbeitsmodelle für mich nicht erkennbar war. Mehr Vertrauen und Eigenverantwortung hätten aus meiner Sicht die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, sowie die Motivation deutlich verbessert.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich als äußerst begrenzt erlebt. Strukturierte Weiterbildungen, individuelle Förderung oder klare Entwicklungsperspektiven waren für mich nicht erkennbar. Eigeninitiative allein reicht aus meiner Sicht kaum aus, wenn entsprechende Möglichkeiten und Unterstützung seitens des Arbeitgebers fehlen.

Gehalt/Benefits

Karriere – und Entwicklungsmöglichkeiten habe ich als sehr begrenzt erlebt. Klare Perspektiven, strukturierte Weiterbildung oder eine gezielte Förderung gab es nicht. Wer sich fachlich oder beruflich Weiterentwickeln möchte, findet nach meiner Erfahrung hier nur wenig Möglichkeiten.
Das Gehalt war im Verhältnis zu Aufgaben, Verantwortung und Leistung sehr niedrig. Zusätzliche Sozialleistungen oder besondere finanzielle Anreize waren aus meiner Wahrnehmung kaum vorhanden. Insgesamt sehe ich bei einer zeitgemäßen und leistungsgerechten Vergütung deutlichen Verbesserungsbedarf.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ein ausgeprägtes Umwelt- und Sozialbewusstsein war für mich im Arbeitsalltag nicht besonders erkennbar. Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung habe ich nicht als zentrale oder aktiv gelebteThemen wahrgenommen. Hier hätte ich mir mehr sichtbare Initiativen und ein zeitgemäßes Bewusstsein gewünscht.

Kollegenzusammenhalt

Den kollegialen Zusammenhalt habe ich persönlich als eher schwach erlebt. Nach meiner Wahrnehmung gab es teilweise deutliche Grüppchenbildungen, wodurch ein wirklich gemeinschaftliches Miteinander für mich nur eingeschränkt vorhanden war. Gegenseitige Unterstützung habe ich nicht durchgehend erlebt; insbesondere in schwierigen Situationen hatte ich oft das Gefühl eher auf mich allein gestellt zu sein. Insgesamt hätte ich mehr Offenheit, Verlässlichkeit und gegenseitige Unterstützung sowie ein stärkeres „Wir-Gefühl“ gewünscht.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen ist mir während meiner Beschäftigung weder besonders positiv, noch besonders negativ aufgefallen. Aus meiner persönlichen Wahrnehmung gab es in diesem Bereich keine wesentlichen Auffälligkeiten.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten habe ich als stark hierarchisch, zum Teil unprofessionell und wenig wertschätzend erlebt. Entscheidungen wurden nach meinem Eindruck häufig von oben getroffen, ohne die Erfahrungen und Sichtweisen der Mitarbeitenden ausreichend einzubeziehen. Schlechte Mitarbeiter wurden mitgeschleift, sinkende Motivation und Fluktuation guter Mitarbeiter wurden einfach hingenommen. Kritik und abweichende Meinungen waren aus meiner Wahrnehmung wenig erwünscht. Besonders problematisch empfand ich den teilweise dominanten Führungsstil. Kommunikation auf Augenhöhe, Vertrauen und ein zeitgemäßes Führungsverständnis habe ich deutlich vermisst.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen habe ich insgesamt als wenig zeitgemäß empfunden. Insbesondere das Arbeiten im Großraumbüro war durch die enorme Geräuschkulisse häufig belastend und erschwerte konzentriertes Arbeiten. Auch bei Ausstattung und Gestaltung des Arbeitsplatzes hätte ich mir mehr Modernität und eine stärkere Orientierung an den Bedürfnissen der Mitarbeitenden gewünscht. Insgesamt sehe ich hier deutlichen Verbesserungsbedarf.

Kommunikation

Die interne Kommunikation habe ich während meiner Beschäftigung als
verbesserungswürdig erlebt. Entscheidungen und Veränderungen waren für mich teilweise nicht ausreichend nachvollziehbar oder transparent kommuniziert. Hier hätte ich mir einen strukturierteren Informationsfluss und eine stärkere Einbindung der Mitarbeitenden gewünscht.

Gleichberechtigung

Die Gleichberechtigung habe ich während meiner Beschäftigung kritisch
wahrgenommen. Nach meinem persönlichen Eindruck wurden Mitarbeitende nicht immer gleichermaßen einbezogen und wertgeschätzt. Insbesondere im Führungsverhalten gegenüber Frauen habe ich teilweise Unterschiede wahrgenommen, die ich als nicht zeitgemäß empfand. Insgesamt hätte ich mir deutlich mehr Gleichbehandlung, Wertschätzung und ein respektvollen Umgang auf Augenhöhe gewünscht.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben habe ich auf Dauer als wenig abwechslungsreich und kaum herausfordernd empfunden. Viele Tätigkeiten waren stark von Routine geprägt, während Möglichkeiten neue Themen zu übernehmen oder eigene Ideen einzubringen aus meiner Sicht begrenzt waren. Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des eigenen Aufgabenbereichs habe ich kaum wahrgenommen, wer Abwechslung und fachliche Weiterentwicklung sucht, findet hier nach meiner persönlichen Erfahrung nur wenig Spielraum.

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