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Bewertung

Neuer Kurs, gleiche Fehlentwicklung

1,4
Nicht empfohlen
FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei Proact Deutschland GmbH in Nürnberg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Man hat an manchen Stellen gemerkt, dass versucht wird, Dinge zu verbessern und das Unternehmen voranzubringen. Der Wille, etwas zu bewegen, war grundsätzlich erkennbar. Aus meiner Sicht wurde dabei jedoch immer wieder der falsche Weg gewählt, sodass gute Absichten oft keine guten Ergebnisse gebracht haben.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Schlecht finde ich vor allem die fehlende klare Führung, die schwache Kommunikation, die ständige Unsicherheit und eine Unternehmenskultur, die auf Dauer eher belastet als unterstützt. Vieles wirkte gut gemeint, wurde aber aus meiner Sicht durch falsche Entscheidungen und mangelnde Konsequenz immer wieder verschlechtert.

Verbesserungsvorschläge

Gehalt und Sozialleistungen lagen aus meiner Sicht eher im unteren Durchschnitt. Wirklich attraktiv war das Gesamtpaket nicht. Auffällig war für mich eher, dass es Ausnahmen dann gab, wenn kurzfristig jemand Neues teuer eingestellt werden musste, nachdem zuvor wieder wichtige Leute gegangen waren. Das wirkte auf mich weder besonders fair noch langfristig durchdacht.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war aus meiner Sicht durch Misstrauen, Unsicherheit und schlechte Stimmung geprägt. Statt Zusammenarbeit gab es viel Frust, stille Resignation und ein Klima, in dem Fehler eher vertuscht als offen angesprochen wurden. Wertschätzung habe ich kaum erlebt. Der Umgang wirkte oft von oben herab, während konstruktive Kritik nicht wirklich erwünscht war. Insgesamt entstand bei mir der Eindruck, dass hier eher Druck und Kontrolle als Vertrauen und Teamgeist das Miteinander bestimmen.

Image

Ich schlage einen neuen Namen um das Image zu verbessern

Work-Life-Balance

Eine ausgewogene Work-Life-Balance habe ich hier nicht erlebt. Überstunden waren eher die Regel als die Ausnahme und wurden in der Praxis als selbstverständlich angesehen. Auf persönliche Belastung oder individuelle Grenzen wurde aus meiner Sicht zu wenig Rücksicht genommen. Dadurch war die Arbeit auf Dauer eher kräftezehrend als planbar.

Gehalt/Benefits

Unterer Durchschnitt

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Sozial- und Umweltbewusstsein wirkten auf mich eher wie ein Außenthema als wie wirklich gelebte Haltung. Ein Beispiel dafür waren Veranstaltungen, für die Mitarbeitende teilweise quer durch Deutschland anreisen sollten — oft sogar mit dem eigenen Auto. Das ist aus meiner Sicht weder besonders nachhaltig noch zeitgemäß. Dadurch entstand bei mir eher der Eindruck von Selbstdarstellung als von ernst gemeintem Verantwortungsbewusstsein.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war grundsätzlich in Ordnung, zumindest solange die Abteilung stabil lief und der Druck nicht zu groß wurde. Im normalen Arbeitsalltag hat die Zusammenarbeit meist funktioniert. Sobald jedoch Unsicherheit oder organisatorische Probleme zunahmen, wurde auch der Zusammenhalt spürbar schwieriger.

Vorgesetztenverhalten

Beim Vorgesetztenverhalten gab es für mich zwei Extreme: entweder distanziertes Management ohne spürbaren Bezug zu den Mitarbeitenden oder Führungskräfte, die aus meiner Sicht nicht verstanden haben, was gute Führung überhaupt ausmacht. Es fehlte an Klarheit, Verlässlichkeit, Empathie und professionellem Umgang. Das hat den Arbeitsalltag eher erschwert als unterstützt.

Arbeitsbedingungen

Viel Home Office da die Büros in die Jahre gekommen sind.

Kommunikation

Die Kommunikation war aus meiner Sicht katastrophal. Es gab kaum Transparenz, wichtige Themen wurden nicht offen angesprochen und dadurch herrschte ständig Unsicherheit. Man hatte permanent das Gefühl, jederzeit könnte der Nächste gekündigt werden. Diese Atmosphäre aus Schweigen und Angst war extrem belastend.

Gleichberechtigung

Der Eindruck von Gleichberechtigung war für mich stark davon abhängig, wie gut man sich angepasst hat. Solange man mitgeschwommen ist, schien vieles problemlos zu sein. Bei abweichenden Meinungen oder kritischen Haltungen hatte ich jedoch nicht das Gefühl, dass alle wirklich gleich behandelt wurden.

Interessante Aufgaben

Eher Standart Interessante Projekte hat man schon sehr lange keine mehr


Karriere/Weiterbildung

Umgang mit älteren Kollegen

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Arbeitgeber-Kommentar

Niclas TrostmannHR People & Organisation

Liebe:r Mitarbeiter:in,

vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, Deine Erfahrungen so ausführlich und reflektiert zu teilen. Wir schätzen es sehr, wenn insbesondere Führungskräfte ihre Perspektiven einbringen, da diese Einblicke oft wertvolle Impulse für unsere Weiterentwicklung liefern.

Es freut uns, dass Du den erkennbaren Willen zur Veränderung und Weiterentwicklung wahrnimmst. Genau an diesem Punkt setzen wir aktuell weiter an. Gerade in einem dynamischen Markt- und Unternehmensumfeld arbeiten wir intensiv daran, Führung, Kommunikation und Transparenz konsequenter und wirksamer weiterzuentwickeln. Rückmeldungen aus der Belegschaft zeigen uns, dass wir hier auf einem guten Weg sind, auch wenn wir wissen, dass dieser Prozess Zeit braucht und stetige Anpassungen erfordert.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Einbindung unserer Mitarbeitenden. Formate wie das Sounding Board oder gezielte Feedback‑ und Dialogformate ermöglichen es Mitarbeitenden, ihre Perspektiven direkt einzubringen und aktiv an Verbesserungen mitzuwirken. Diese Rückmeldungen fließen bewusst in unsere Kommunikationsstrategie und in konkrete Maßnahmen ein, um Orientierung zu geben und Entscheidungen nachvollziehbarer zu machen.

Auch Deine Hinweise zu Arbeitsatmosphäre, Zusammenarbeit, Führung und andere Rahmenbedingungen nehmen wir aufmerksam wahr. In den vergangenen Monaten haben wir verschiedene Initiativen angestoßen, um Strukturen zu klären, Führungskräfte gezielter zu unterstützen und den Austausch über Ebenen hinweg zu stärken. Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, das Zusammenarbeit fördert, Entwicklung ermöglicht und langfristig stabil trägt.

Gerade aus der Perspektive einer Führungskraft ist Deine Erfahrung für uns besonders wertvoll. Daher laden wir Dich herzlich ein, konkrete Anregungen oder Beispiele – gerne auch vertraulich – mit Deiner Führungskraft oder unserem HR‑Team zu teilen. Ein offener Austausch hilft uns, gezielt Maßnahmen abzuleiten und unsere Entwicklungsrichtung weiter zu schärfen.

Vielen Dank nochmals für Deine differenzierte Rückmeldung und Deinen Beitrag. Wir freuen uns, wenn wir im Dialog bleiben.

Viele Grüße
Niclas im Namen des Proact HR‑Teams

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.