Ideenlos, intransparent, aber im Firmensprech und bei Selbstbeweihräucherungsversuchen absolute Spitzenklasse
Gut am Arbeitgeber finde ich
Stand Ende Juli 2025 sind zumindest in bestimmten Bereichen noch (interessante) Kundenprojekte vorhanden. Homeoffice, Technikausstattung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich denke, die Situation wird sich so nicht verbessern und sich in den nächsten 1-2 Jahren noch wirklich dramatisch verschlechtern. Es gibt hier bestimmt unzählige Gründe, die man vollumfänglich erwähnen kann. Ich versuche mich aber zumindest kurz zu halten.
A) Wir sprechen hier über Marketing und wie jeder die Firma repräsentiert bzw. vertritt. Man hört ständig das Gleiche: Followeranzahl steigen, Veranstaltungen fallen aus und am Ende des Tages stellt man fest (Ende Juli 2025), dass auf Basis des Marketings kein größeres Projekt zustande gekommen ist.
B) Vertriebliche Probleme:
- Systemsales vs. Dienstleistung vs. Services
- Lizenzbezug bei Herstellern
- Je nach Abteilung zum Teil immer weniger Sales-Kollegen die entsprechenden Vertrieb übernehmen können.
C) Gesamtportfolio der Proact (bestehend aus Proact, AHD und sepago) ist nach wie vor ein Thema. Das wurde mittlerweile mit oberflächlichen Slides angegangen, aber leider ist da die Tiefe nicht gegeben.
D) Delivery:
Wir sollten die Service-Qualität hinterfragen. Wenn wir alle die Proact vertreten, müssen wir auch dafür sorgen, dass die Services stimmen. Ich kann Sie sonst nicht guten Gewissens im Gespräch empfehlen.
Hier sieht man auch, dass die strukturellen Probleme seit Tag 1 nicht angegangen wurden. Diese Vorstellung entspricht zumindest in einigen Bereichen nicht der Realität.
Abschließend kann ich nur sagen: Es ist erschreckend und maximal bedrückend wie viel Potential hier verloren geht.
Verbesserungsvorschläge
Mit der Realität befassen! Die Problematik der Firmen, die Kundenunzufriedenheit, die schlechte Service-Qualität und die vielen, vielen anderen Probleme gerade im vertrieblichen Bereich existieren nicht erst seit gestern. Wichtige Dinge tatsächlich auch bearbeiten und mal endlich!!!! Entscheidungen treffen und nicht nur auf oberflächliches Gefasel verlassen.
Gerade weil die Büros immer kleiner werden, könnte man über einen Zuschuss für die Stromkosten für die Homeoffice-Mitarbeiter nachdenken.
Arbeitsatmosphäre
In der jeweiligen Firma und speziell in der direkten Abteilung ist es in Ordnung, darüber hinaus ist es jedoch maximal anstrengend. Entscheidungen zu technischen Themen treffen Führungskräfte, die sich damit nicht auskennen. Überall wird A.I. bzw. K.I. erwähnt, ohne dass die Kollegen auch nur ansatzweise eine konkrete Idee dazu haben.
Probleme im Service werden gekonnt umschifft und die „Konkurrenz” ist schuld, wenn Kunden uns den Rücken kehren. Mit der Realität beschäftigt man sich aber nicht.
Image
Firmen in der direkten Umgebung aus der gleichen Branche kennen uns nicht.
Work-Life-Balance
Je nach Abteilung ist das sicher schwierig, bei mir persönlich ist es in Ordnung. Überstunden mache ich nur, wenn es dringend sein muss. Im Endeffekt ist aber auch der Kundentermin bzw. die Kundentermine für die Arbeitszeit ausschlaggebend.
Karriere/Weiterbildung
Herstellerzertifizierungen werden bezahlt. Richtige Fortbildung gibt's nicht. Es gibt viele interne Formate, die zwar nett gemeint sind, aber für Kollegen mit Arbeitserfahrung einfach nicht passen. Das kann für Kollegen, die gerade frisch aus der Ausbildung oder dem Studium kommen, wichtig sein.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt kommt pünktlich. Es ist oft nicht möglich, den Lohn zu erhöhen. Wenn es doch geht, dann nur um wenige %. Oft wird auch die wirtschaftliche Lage als Ausrede benutzt. Das kann in Krisenzeiten angemessen sein. Die Firma hatte schon vor der Corona-Zeit Probleme. Daher kann man hier nicht von einer kurzfristigen Krise sprechen.
Kollegenzusammenhalt
Die wenigen fachlich kompetenten Kollegen, die noch im Betrieb sind, helfen einem, wo sie nur können. Selbst wenn es schon spät abends nach der Arbeitszeit ist. Leider werden es immer weniger, und die aktuelle Situation der Firma fördert das.
Umgang mit älteren Kollegen
Das kann ich nicht wirklich beurteilen, außer, dass wir ältere Kollegen in der Firma hatten bzw. haben.
Vorgesetztenverhalten
Führungskräfte wechseln sich häufig, persönlich hatte ich mit meinen kein Problem. Leider hört man das absolute Gegenteil von anderen. Viele der Kollegen sind aus verschiedenen Gründen unzufrieden. Was sich zumindest meiner Meinung nach gerade häuft sind herablassende Äußerungen der Führungskräfte an ihre eigenen Mitarbeiter.
Arbeitsbedingungen
Bürokultur ist größtenteils nicht mehr vorhanden. Büros werden immer mehr abgeschafft, verkleinert oder auch Standorte aus "Firmengründen" umgezogen. Im Homeoffice richtet sich jeder persönlich ein. Die grundsätzliche technische Ausstattung ist gut.
Kommunikation
Es wird sehr viel kommuniziert. Leider aber ohne entsprechenden Mehrwert. Es werden keine richtigen Entscheidungen getroffen. Mitarbeiterbefragungen etc. werden über Jahre hinweg nicht ordentlich aufgearbeitet.
Gleichberechtigung
Mittlerweile viele Frauen in Führungspositionen, da hat sich in den letzten Jahren tatsächlich viel geändert.
Interessante Aufgaben
Stand jetzt kann ich mich nicht beschweren. Wenn man sich mit neuen Technologien auseinandersetzt und sich einbringt, gibt es genügend Potenzial. Perspektivisch wird das sicherlich ein Thema werden, da interne Probleme, gerade auch im Sales-Bereich, das Ganze nicht fördern werden.

