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Bewertung

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Hochglanz ohne Substanz - eine enttäuschende Erfahrung zwischen Chaos, Büropolitik und Leistungsdruck

1,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich IT bei Procter & Gamble Manufacturing GmbH in Marktheidenfeld gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Gehalt

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Arbeitsatmosphäre
Arbeitsbedingungen
Kommunikation
Vorgesetztenverhalten
Gleichberechtigung
Karriere/Weiterbildung
Work-Life-Balance
Kollegenzusammenhalt

Verbesserungsvorschläge

1. Kultur an Leitsätze anpassen.
2. Transparenz schaffen.
3. People Manager angemessen auf ihre Aufgaben vorbereiten.

Arbeitsatmosphäre

Es ist bei weitem das ungesundeste Arbeitsumfeld, das ich je erlebt habe.

Es wäre eine gute Fallstudie multidimensionaler organisatorischer Dysfunktion.

Work-Life-Balance

Auf Papier: "People First". In der Realität: nur das Werk zählt, Genossen - krempelt die Ärmel hoch!

Das Problem liegt in der Erwartungshaltung in Bezug auf die Verfügbarkeit u. A. außerhalb geregelter Arbeitszeit, insofern der Vertrag sowas vorsieht. Es ist ein Pauschal-Deal, in dem keine Grenzen vorgesehen sind. Wer nicht mitmacht, kommt nach meinen Berechnungen nicht besonders weit.

Urlaub kann man aber sinnvoll einplanen.

Karriere/Weiterbildung

Insofern Aufstieg möglich war, war das Hauptkriterium dafür, dass die Vorgesetzten sich gut fühlten und dass man gute Optik machte. Fachkompetenzen schienen dabei keine große Rolle zu spielen.

Man konnte und musste sich aber immer tüchtig weiterbilden! Interne Pflichtschulungen waren Tagesordnung im Übermaß. Tatsächliche Kompetenzen konnte man natürlich immer in seiner Freizeit ausbauen.

Kollegenzusammenhalt

Alles nur schöner Schein, und es hält nicht lange.

In der Regel konnte ich mit Kollegen, die nicht zum unmittelbaren Umfeld gehören, bessere Kontakte knüpfen.

Vorgesetztenverhalten

Von meinen Vorgesetzten hatte ich den Eindruck, dass sie zu früh - d. h. teils ohne die notwendigen Basiskompetenzen - ins People Management befördert worden waren. Fachkompetenz schien überhaupt keine Rolle gespielt zu haben. Dies führte zu vielfältigen Herausforderungen in Kommunikation und Zusammenarbeit.

Unter dem zusätzlichen Einfluss von Leistungsdruck, Karrierebestreben und Büropolitik war das Ergebnis furchterregend.

Arbeitsbedingungen

Technik ist tip top, alles, was Menschen betrifft - na ja ...

Wer Bedürfnisse hat - Pech gehabt!

Kommunikation

Intransparent, top-down und emotional beladen.

Druck wurde systematisch nach unten abgeleitet, "Feedback" beschränkte sich auf "wir sind unzufrieden". Ein Fall für Gedankenleser.

Gehalt/Benefits

Zahlen gut, Benefits sind gut.

Gleichberechtigung

Willkommen im 19. Jh., liebe Zeitreisenden!

Offener Sexismus als gang und gäbe - das war für mich eine unerwartete Erfahrung.

Im Manager-Umfeld, wo ich unterwegs war, wurde das von den männlichen Führungskräften mit einer surrealen Selbstverständlichkeit vorgelebt.

Vor diesem Hintergrund wirkten die Aufklärungskampagnen auf mich wenig glaubwürdig.

Interessante Aufgaben

Zusätzliche Aufgaben auf sich nehmen wurde sehr gerne gesehen. Verwicklung in gut sichtbare Nebenprojekte war auch karrieremäßig die Voraussetzung fürs Weiterkommen.

Da die Zuständigkeiten oft nicht klar definiert waren, musste man routinemäßig ein nicht unwesentliches Ausmaß von Chaos ausbaden.

Aus meiner Sicht fehlte jedoch die Möglichkeit, das eigene Aufgabengebiet sinnvoll zu beeinflussen, denn Veränderungen waren grundsätzlich nicht erwünscht.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.