Ein Dienstleister wie jeder andere
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Verschiedene Projekte mit verschiedenen Aufgabengebieten werden angeboten.
- Es gibt regelmäßige Teambuilding-Events (wenn der Chef sich öfter zu diesen gesellen würde, wäre die Stimmung nochmal besser in dem Team vor Ort)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Zu viele falsche Versprechen
- Zu starke "Bringschuld-Haltung" gegenüber dem Kunden auf Kosten der Mitarbeiter
- Fehlende Transparenz bei dem Gehaltsmodell
- Unzureichende Ausrüstung (Projektabhängig)
- Zu ausgeprägtes "Imageverhalten"; Image leben nicht "vortäuschen"
Verbesserungsvorschläge
- Keine Augenwischerei! Zu den Versprechen und dem Image stehen das man aufbauen möchte.
- Der Kunde ist nicht König, sondern Kunde! Dementsprechend sollten Missstände zwischen dem Kunden und dem Mitarbeiter geklärt werden.
- Transparenz in der Gehaltsentwicklung schaffen; nicht auf irgendwelche Paragraphen hinweisen. Wenn man sich damit selber nicht auskennt, wie soll es dann der Mitarbeiter verstehen.
- Für ausreichende Ausrüstung sorgen! Das Spiel "Schweinchen in der Mitte" ist nur als Kind spaßig; geht es um den Mitarbeiter muss Verantwortung für ihn und dessen Ausrüstung getragen werden. In einem Onlineshop Klamotten anbieten, für welche der Mitarbeiter selber zahlen muss, ist nicht tragbar!
Arbeitsatmosphäre
- Diese ist abhängig von dem Arbeitsumfeld bei dem Kunden; Interesse vom Dienstleister oder gar Bemühungen diese bei Missständen zu verbessern erlebt man selten.
- Beim Dienstleister selbst wirkt die Atmosphäre recht entspannt.
Image
- Das Image des Dienstleisters gilt beim Kunden als gut; allerdings ist das auch der einzige Schwerpunkt, auf den hier wert gelegt wird.
- Viel mehr Schein als Sein; würde man auf das Wohl der Mitarbeiter genau so achten wie auf das Image das man "erhalten möchte", wäre meine Bewertung definitiv anders ausgefallen. Zwischen "ein toller Dienstleister sein" und "sich als solches darstellen" liegt ein gewaltiger Unterschied. Schade eigentlich! Die ersten Eindrücke sind durchweg einwandfrei, dann schaut man hinter die Kulissen.
Work-Life-Balance
- Auch diese ist von dem Einsatz beim Kunden abhängig; ein Arbeiten im Home Office ist möglich, allerdings ohne Garantie.
- Da die Mentalität "alles für den Kunden" eine Rolle bei dem Dienstleister spielt, wird eine nicht ausgewogene Work-Life Balance in Kauf genommen; bei Kritik an dieser wird man gerne mit klassischen Sätzen wie: "Ja das war bei mir damals auch so", "Sehe es doch mal positiv, dann siehst du wenigstens das du gebraucht wirst" abgespeist.
Karriere/Weiterbildung
- Die Möglichkeit beim Kunden einzusteigen sind vorhanden, allerdings auch nur wenn man diese Information bekommt...
- Ansonsten habe ich nicht viele Möglichkeiten einer Weiterbildung bzw. eines Karriereaufstieges feststellen können.
Kollegenzusammenhalt
- Da aufgrund fehlender Informationen von dem Einsatz beim Kunden öfter die notwendigen Details fehlen, bildet sich automatisch eine Vertrauensbasis mit den anderen Kollegen welche bereits Erfahrungen haben sammeln können.
- Unterstützung bekommt man von seinen Kollegen oft und gerne; Konkurrenzdenken erlebt man nicht!
Umgang mit älteren Kollegen
- Aufgrund der Gleichgültigkeit gegenüber allen Mitarbeitern kann ich hierbei nicht beurteilen ob der Umgang mit älteren Kollegen besser oder schlechter ausgefallen ist.
Vorgesetztenverhalten
- Viele falsche Versprechen, fehlendes Interesse am Mitarbeiter und dessen Probleme beim Kunden.
- Es wird schnell vermittelt das die Zufriedenheit des Kundens vor dem Wohl des Mitarbeiters steht; bei Handlungsbedarf wird bis auf die letzte Sekunde gewartet, die Schmerzgrenze getestet.
Arbeitsbedingungen
- Auch hier sind die Grundbedingungen abhängig vom Kunden.
- Arbeitskleidung (speziell an die Jahreszeiten angepasst) gibt es keine; ein Polohemd wird zur Verfügung gestellt; bei Anfrage auf klimaangepasste Arbeitskleidung kommt die Aussage: "Dafür ist der Kunde zuständig" - Der Kunde sagt: "Dafür ist der Dienstleister zuständig"; PEINLICH!
- Da die Rahmenbedingungen oft nicht immer transparent zwischen dem Kunden und dem Mitarbeiter erläutert werden, können die Bedingungen auch schnell umschlagen bzw. für böse Überraschungen sorgen; in manchen Fällen die man mitbekommen hat, ist sogar die Absicherung des Mitarbeiters aufgrund der Rahmenbedingungen des Kunden nicht vollends geklärt.
Kommunikation
- Notwendige Informationen über den Einsatz beim Kunden gibt es Anfangs im Crashkurs, danach ist das Interesse an dem ANÜ Mitarbeiter eher gering.
- Veränderungen über Vertragsbedingungen werden weiter gegeben, allerdings werden weitere detaillierte Fragen kaum bzw. nicht ausreichend erläutert.
Gehalt/Benefits
- Alles mit Vorsicht zu genießen! Das ANÜ Geschäft lässt viel Platz für Schlupflöcher durch die der Kunde als auch der Dienstleister durchgleiten kann. Die meisten Gehaltsinformationen werden dem Mitarbeiter oberflächlich mitgeteilt. Nach Eigenrecherche stellt sich gerne mal heraus, dass es Luft nach oben gibt!
- Unverständliche Abzüge beim Gehalt als auch unerklärliche Gehaltsentwicklungen bleiben hier immer wieder ein Mysterium.
- Die Gehälter werden pünktlich ausgezahlt, allerdings gibt es auch hier immer wieder böse Überraschungen, welche als doch "ganz verständlich und begründet" abgetan werden.
Gleichberechtigung
Hierbei konnte ich keine negativen Aspekte bei dem Dienstleister feststellen.
Interessante Aufgaben
- Aufgrund der breiten Spanne von Projekten kann das Aufgabenfeld aufregend bis ernüchternd ausfallen.