Gute Basis für Berufseinsteiger, man sollte aber nach ein paar Jahren wechseln, um mit der Karriere voran zu kommen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die vielen tollen Kollegen (m/w/d) die ich kennenlernen durfte über die Zeit.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Sollte klar sein.
Verbesserungsvorschläge
Wirklich faire Gehaltsanpassungen bei den Mitarbeitern die ins aktuelle Jahrzehnt passen.
Die Recruiting-Prozesse und das Probearbeiten praxisorientiert zu gestalten. Es ist wichtig, dass neue Kollegen vor allem fachlich überzeugen, nicht nur menschlich/persönlich. Hier gab es zuletzt leider eine starke Tendenz zu Fehlbesetzungen, was das bestehende Team unnötig belastet (hat).
Entlastung von offensichtlich überarbeiteten Mitarbeitern durch bessere Verteilung der Aufgaben/Arbeitslast und/oder Einstellung von weiteren Mitarbeitern um die Arbeitslast von einzelnen Personen zu reduzieren.
Mehr Budget für arbeitsrelevante Fortbildungen und Hardware.
Ehrliche Kommunikation zwischen dem Vorgesetzten und dem Mitarbeiter.
Arbeitsatmosphäre
Auf menschlicher Ebene und zwischen den einzelnen Angestellten, die keine führende Position haben, ist die Atmosphäre wirklich gut. Man versteht sich, wird (aufrichtig) gelobt/wertgeschätzt und freut sich, sich zu sehen.
Auf der professionellen Ebene passiert es leider viel zu wenig (z.B. Lob/Wertschätzung). Je höher die Führungsposition desto weniger erfährt man Wertschätzung. Mit (leider) nur sehr wenigen Ausnahmen.
Kommunikation
Es finden regelmäßig Veranstaltungen statt bei denen die Geschäftszahlen, der Ausblick und das Vergangene berichtet werden. Im Grunde ist es aber immer das selbe: Umsatz, Umsatz, Umsatz.
Auf Abteilungsebene wurde es mit den Jahren immer ruhiger, was Strategie, Ausrichtung und Ziele angeht.
Kollegenzusammenhalt
Im Großen und Ganzen ist der Zusammenhalt der Kollegen wirklich gut. Auch Abteilungs- und Gebäudeübergreifend. Schwarze Schafe gibt's überall. Man bekommt aber sehr schnell raus, wem man lieber nicht trauen sollte...
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist hier schon wirklich gut - auch wenn ich nur für meine Abteilung sprechen kann. Habe auch schon gegenteiliges aus anderen Bereichen gehört.
Man kann generell IMMER Urlaub nehmen, auch wenn es sich mit anderen Kollegen überschneidet. Ausnahme ist die Inventur im Januar.
Es gibt Gleitzeit und ein Stunden-Konto das man so gut wie immer spontan auch mal abfeiern oder mit Minus-Stunden belasten kann. Termine wahrnehmen während der Arbeitszeit sind fast nie ein Problem.
Wer nicht gerade Kundenkontakt hat oder im Lager arbeitet, kann fast immer kommen und gehen wann er möchte, sofern das Arbeitspensum erreicht wird und man sich weitestgehend an die Kernarbeitszeiten hält.
Homeoffice ist möglich und wird auch im Rahmen der Möglichkeiten gewährt, aber wird nicht gerne gesehen.
Kollegen mit Familie/Kindern haben viele Freiheiten bzw Privilegien. Finde ich wirklich gut!
Vorgesetztenverhalten
Am Anfang war das Verhalten der Vorgesetzten wirklich ein Traum. Leider sind diese kompetenten Personen mit der Zeit aus Gründen (Gehalt) gegangen.
Es wurde mit der Zeit leider immer schlimmer. Hier kann ich auch wieder nur von meiner Abteilung sprechen. Ich denke in anderen Bereichen scheint es sich sogar gebessert zu haben.
Rückhalt gegenüber der Geschäftsführung ist mit immer neu kommenden Personen immer mehr verschwunden.
Interessante Aufgaben
Generell sind die Aufgaben interessant und Abwechslungsreich. In den ersten Jahren waren die Aufgaben vielfältiger und abwechslungsreicher.
Man spezialisiert sich eben mit der Zeit.
Durch die nicht ganz alltägliche Branche kommt man auch mal mit komplett Anderen Aufgaben und Anforderungen in Berührung und kann gewisse Dinge neu betrachten.
Gleichberechtigung
Würde ich als Fair bezeichnen. Es befinden sich viele Kolleginnen in führenden Positionen.
Umgang mit älteren Kollegen
Langjährige Mitarbeiter werden nur geschätzt, wenn sie eine führende Position innehaben. So mein Empfinden.
Arbeitsbedingungen
Auf aktuelle Hardware muss lange gewartet werden und mit viel und langem Nachdruck darauf hingearbeitet werden. Ist allerdings mit der neuen IT Abteilung um einiges besser und schneller geworden.
Die Büros sind inzwischen fast alle mit höhenverstellbaren Tischen und ergonomischen Stühlen ausgestattet. PCs sind leider oft veraltet, es wird aber auf Laptops umgestellt. Hier und Dort gibt es Klimaanlagen/Wärmepumpen aber nicht überall.
Es gibt kostenlosen Kaffee, Tee, Wasser, Softdrinks, Säfte. Die obligatorische Obstschale (wird 2x wöchentlich aufgefüllt) fehlt natürlich auch nicht. Ein subventioniertes Mittagessen von Apetito ist ebenfalls vorhanden.
Wer gerne ins Fintessstudio geht wird ebenfalls unterstützt. Außerdem gibt es Rückenfit-Kurse in den Mittagspausen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Einerseits wird immer mehr auf Elektro-Firmenfahrzeuge umgestellt mit E-Ladesäulen an jedem Gebäude mit Größen PV-Anlagen die den Ökostrom für die Flotte liefern. Müll wird getrennt, haha.
Andererseits ist immer mehr aus dem Produktsortiment einfach nur Chinaware. Wie man dazu steht, muss jeder mit sich selbst ausmachen.
Gehalt/Benefits
Anfangsgehalt war für mein Einstellungsjahrzehnt überdurchschnittlich gut.
Leider sind Gehaltsverhandlungen sehr hart und mühselig und werden meist mit schnippischen Kommentaren des Gegenübers beendet. Man geht nie mit seinen persönlichen Mindestforderungen raus. So hat sich das Gehalt mit der Zeit von "Ich bin wirklich zufrieden und überdurchschnittlich gut bezahlt" über "Es ist noch ok und voll im Durchschnitt, aber so langsam wird's knapp" hin zu "Ich kann kaum noch meinen Lebensunterhalt damit bestreiten" entwickelt.
Gerade wegen diesen unterdurchschnittlichen Gehaltsentwicklungen haben viele gute Personen das Unternehmen verlassen.
Sozialleistungen gibt es einige: Jobrad, Mittagessenzuschuss, VWL, Fitnesskarte. Gibt bestimmt noch mehr, mehr fällt mir aktuell nicht ein.
Gehalt kommt pünktlich, lol.
Image
Ist meinem Gefühl nach nach außen noch recht gut, aber intern eher so naja.
Karriere/Weiterbildung
Karriere-/Aufstiegschancen eher schlecht meiner Meinung nach. Man ist besser beraten nach ein paar Jahren und Erfahrungszuwachs die Firma zu wechseln (was viele inzwischen auch machen). Das hilft der Karriere mehr als ein Firmentreuer Mitarbeiter zu sein.
Weiterbildungen musste man sich in meinen Anfangsjahren hart erkämpfen. Inzwischen ist es besser geworden. Aber ein wirklich großes Budget ist immer noch nicht vorhanden.


