Nicht empfehlenswert – unfaire Bedingungen und mangelhafte Führungskultur
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich habe knapp vier Monate bei PROMATIS gearbeitet und kann den Arbeitgeber leider nicht weiterempfehlen – insbesondere nicht für Berufseinsteiger:innen.
- Die Bezahlung ist unterdurchschnittlich, das Gehaltssystem völlig intransparent und selbst für viele Führungskräfte nicht nachvollziehbar.
- Der Bonus hängt zum Teil von fakturierbaren Stunden beim Kunden ab. Wenn keine Projekte da sind, fällt der Bonus ersatzlos weg – individuelle Leistung oder Engagement spielen keine Rolle.
- Es herrscht ein hoher Personalwechsel. Innerhalb meines kurzen Zeitraums haben mehr als sechs Kolleg:innen gekündigt oder wurden gekündigt – häufig ohne nachvollziehbare Gründe.
- Die Personalpolitik wirkt willkürlich: Neue Mitarbeitende werden eingestellt, obwohl über 70 % des bestehenden Teams nicht ausreichend ausgelastet sind. Gleichzeitig werden Kündigungen mit Projektmangel und Kostendruck begründet.
- Meine eigene Kündigung erfolgte kurzfristig zwei Tage vor einem bereits genehmigten Urlaub, mit der Begründung schlechter Projektlage und Personalkosteneinsparungen – obwohl im selben Monat eine neue Kollegin starten sollte.
- Die Hierarchien sind extrem starr. Entscheidungen werden zentral an einem Standort getroffen, Führungskräfte vor Ort haben kaum Einfluss.
- Führungskräfte sind überwiegend operativ eingebunden, ohne Zeit oder Kompetenz für Teamführung und Mitarbeiterentwicklung.
- Die IT-Ausstattung ist veraltet, Austauschprozesse bei defekter Hardware sind langsam und umständlich. Generell wird sehr stark am falschen Ende gespart.
Fazit: vermittelt keine Sicherheit, bietet wenig Perspektive und geht mit Mitarbeitenden nicht auf Augenhöhe um. Wer eine faire und transparente Arbeitsumgebung sucht, sollte sich anderweitig orientieren.
Verbesserungsvorschläge
Nahezu alles
Arbeitsatmosphäre
Die Kolleginnen und Kollegen am Standort haben mich alle sehr herzlich aufgenommen, sodass sich schnell freundschaftliche Beziehungen entwickelt haben. Alle waren offen und jederzeit bereit, bei Fragen oder Unklarheiten zu helfen. Gleichzeitig habe ich jedoch auch bemerkt, dass bei vielen Kollegen Unzufriedenheit entstand, weil sie sich nicht gehört fühlten und teilweise wenig zu tun hatten, was sich negativ auf ihre Stimmung ausgewirkt hat.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung ist unterdurchschnittlich, das Gehaltssystem völlig intransparent und selbst für viele Führungskräfte nicht nachvollziehbar.
Der Bonus hängt zum Teil von fakturierbaren Stunden beim Kunden ab. Wenn keine Projekte da sind, fällt der Bonus ersatzlos weg – individuelle Leistung oder Engagement spielen keine Rolle.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten ist leider teilweise enttäuschend. Viele Führungskräfte wirken wenig zugänglich und nehmen sich wenig Zeit für die Anliegen der Mitarbeitenden. Entscheidungen werden oft ohne Rücksprache getroffen, und es fehlt an klarer Kommunikation und echter Unterstützung. Stattdessen werden Probleme häufig abgewiegelt oder mit oberflächlichen Maßnahmen reagiert, was das Vertrauen und die Motivation im Team beeinträchtigt.
Kommunikation
Die Kommunikation im Unternehmen empfinde ich als sehr intransparent und oft von oben herab. Wichtige Änderungen werden von der Geschäftsführung häufig nur beiläufig und ohne jegliche Erklärung oder Kontext in Nebensätzen erwähnt, sodass man sich schlecht darauf einstellen kann. Zudem haben viele Führungskräfte scheinbar wenig echte Entscheidungsbefugnis, sondern vertrösten einen nur und beschäftigen Mitarbeitende mit willkürlichen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die wenig Sinn ergeben.
Interessante Aufgaben
Zu meiner Zeit gab es kaum wirklich interessante oder sinnvolle Aufgaben. Man hatte oft nichts zu tun und wurde stattdessen mit willkürlichen kleinen Nebenaufgaben beschäftigt oder verbrachte Monate mit theoretischer Einarbeitung. Es gab kaum Bemühungen, neue Mitarbeitende aktiv in Projekte einzubeziehen, was sehr frustrierend und demotivierend war.