Wird von den Leuten am Leben gehalten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kollegen, die halten den Laden am Leben
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Management, Mitarbeiterausbeutung
"Schnell und Billig" für ein Unternehmen, dass damit wirbt "Process Excellence" zu betreiben und einen hohen Qualitäts Maßstab haben will
Verbesserungsvorschläge
Nicht nur "schwätzet miteinander" sondern "lauschet"... und auch mal sowas hier ernst nehmen XD
Arbeitsatmosphäre
Auch wenn ich gute Erfahrungen gemacht habe, hängt die Arbeitsatmosphäre stark von Bereich, Projekten und Vorgesetzen ab.
Ich hatte ein Langzeitprojekt und dort ein sehr cooles Team mit einem Projektleiter, der zwar Anfangs schwierig rüberkam, aber sich 100% für seine Mitarbeiter einsetzt und sich um deren wohlergehen kümmert.
Kommunikation
Im Team war Kommunikation Problemlos, auch mit dem Chef konnte man "mal locker schnacken" aber grade sowas großes von oben wie der Übergang zu Broadpin war eine Überraschungsbox. Die C-Ebene erzählt nur das nötigste und meist nur nach dem Fakt. Dadurch dass man über den Flurfunk mal das eine mal das andere von den verschiedenen Execs gehört hat, wusste man nie was genau Stand ist und das Vertrauen war (als ich gegangen war) relativ gering. In den Infomeetings hat es dann auch nichts gebracht wenn man beunruhigte Mitarbeiter nur versucht hat zu besänfitgen mit "trust me bro", anstatt mit Fakten zu überzeugen. Zusätzlich wird nicht auf Feedback gehört, bspw. wurde auch Kununu verschimpft, weil hier ja nichts faktisch & fachlich wäre.
Kollegenzusammenhalt
Der größte Punkt der mich länger dort gehalten hatte, war der Zusammenhalt. Auch wenn Kollegen ausgelastet waren konnte man viele spontan um Hilfe bitte und man eigentlich immer welche bekommen. In dem Fall hat man sich wirklich wie in einer Familie gefühlt, wo man das Gefühl hat sich fallen lassen zu können.
Work-Life-Balance
Also wenn man ausgelastet ist kann ich nur sagen: Was ist das? Gegen Ende des Jahres ging der Chef mal rum und hat die "Urlaubspeitsche" geschwungen, aber bspw nach Wochenendsarbeit war es kritisch, wenn man den Tag Frei haben wollte und "ob man das nich dynamisch über die Woche verteilt machen kann". Hier wird auch vom Management viel getrickst, dass man nur schwer Einblick seine Arbeitsstunden hat (welche sich von den faktorieten Stunden stark unterscheiden können). Auch das Zeiterfassungstool was der Gesetzgeber fordert ist sehr unterirrdisch und dank so Dingen wie Zusammenfassungen nahezu unverwendbar.
Vorgesetztenverhalten
Auch wenn sich meien Vorgesetzten idR. für mich eingesetzt haben, weis ich von genug, die nur ihren Hals in sicherheit wissen wollten und Sachen versucht haben abzudrücken u.ä.
Interessante Aufgaben
Da es im technischen Bereich, wo ich tätig war nie an Arbeit gefehlt hatte, konnte man sich fast immer aussuchen, was man tuen will.
Gleichberechtigung
klares Nein - auch wenn es keinen Sexismus o.ä. gab, wäre das beste Beispiel die Azubis die bei der Bewerbung schon zwischen "Billigarbeitskraft", "potential" und "künftiger Konsultant" eingeordnet werden.
Umgang mit älteren Kollegen
Siehe Vorgesetztenverhalten, recht ähnlich mit dem Zusatz, dass man sich neber der Arbeit mit vielen gut unterhalten konnte
Arbeitsbedingungen
Laute Großraumbüros als Beraterunternehmen, dazu das Billigste vom Billigen an Equipment. Es muss jeder Kauf mit ach und Krach gerechtfertigt werden, sodass man als neuer Mitarbeiter zu manch Zeiten Glück haben musste, dass nicht alles an Equipmnent schon versift war. Höhenverstellbare Schreibtische nur mit Artztschein und auch erst nen Jahr oder so nach Anforderung. Kaffee zwar kostenlos aber naja.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wird nur das gemacht, womit man schnell und billig das Image fördern kann. Urlaub in Russland der Chefetage nach Invasion sagt auch schon was aus...
Gehalt/Benefits
Nur das nötigste in dem was Angeboten wird und auch werden hin und wieder Leistungen gestrichen, ohne dass das Kommuniziert wird. Gehalt muss man kämpfen. Mir wurde nach meiner Übernahme eine zügige Gehaltssteigerung versprochen und das ist halt nicht passiert und es wurde sogar das Gegenteil versucht.
Das Gehaltmanagementssystem ist sowieso ein ganz eigenes Thema, da könnt man nen Roman drüber schreiben. In kurz man verhandelt nicht auf Basis des Grundgehalts sondern des Zielgehalts (mit Bonus bei 100%) - mit bem besonderen kaviert, dass viele Mitarbeiter nichts an ihrer Zielerreichung ändern können, da sie nicht in Projekten eingesetzt werden und damit keine Stunden fakturieren dürfen. Genauso zählen Firmenevents als "verpflichtend" aber man darf sie nicht fakturieren, was soviel heist wie "Wenn man das Firmenevent besucht, schadet man sich selbst, weil der Bonus niedriger wird". Kollegen die langzeitprojekte (wie ich) hatten waren weniger davon betroffen aber das System ist eine einzige Mitarbeiterausbeutung. (Mit Anmerkung, dass das System auch nicht uniform für alle Mitarbeiter in jeder Niederlassung war - abhängig vom Land)
Image
Das Image für Arbeitnehmer ist milde gesagt bescheiden. Den oberen Punkten ist zu entnehmen, dass man quasi ausgebeutet wird und auch schon mehrfach gegens Arbeitsgesetzt verstoßen wurde.
Karriere/Weiterbildung
Wenn man sich Weiterbilden will, darf man dies meist (solang es nichts kostet). Ich hab aber auch von Kollegen gehört, denen das verwärrt wurde, weil dann zu viel Zeit "vergeudet" werden würde