Hoffentlich bald wieder besser
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gibt sie noch, die Lichtblicke. Auch glaube ich, dass immer noch viel Gutes in der Gruppe steckt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
siehe oben
Verbesserungsvorschläge
Dafür sorgen, dass Fachexpertise der Mitarbeiter wieder genutzt wird. Toxisches und fahrlässiges Führungsverhalten ermitteln und nachhaltig dagegen vorgehen.
Arbeitsatmosphäre
Das waren mal 5 Sterne. Warum das nicht mehr so ist: Siehe Kollegenzusammenhalt und Kommunikation.
Work-Life-Balance
Kann man haben, fällt aber schwer durch die Sparmaßnahmen und den dadurch angestiegenen Workload bei jedem einzelnen. Hinzu kommt, dass auch das mentale Abschalten zur Work-Life-Balance gehört, was aufgrund der Rahmenbedingungen aber eher schwierig ist.
Gehalt/Benefits
Für Neueinsteiger top. Bestandskollegen abhängig vom Vorgesetztenverhalten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auch hier: Auf dem Papier und in den Köpfen vieler Kollegen ist das wirklich gut. Es wird nur leider nicht konsequent gelebt.
Kollegenzusammenhalt
Das waren mal 5 Sterne. Inzwischen haben in der eigenen Abteilung alle nur noch Angst als nächstes die Persona non grata des Monats/Quartals/Jahres zu sein. Verstärkt wird das durch die Mehrarbeit, die durch spontane Aktionen wie Freiwilligenprogramm und Co. leider als selbstverständlich hingenommen wird. Dadurch denken die meisten leider nur noch daran und sind froh, wenn grad jemand anders unangemessen behandelt wird.
Drei Sterne immerhin noch für die paar, die sich davon nicht beeindrucken lassen sowie die abteilungsübergreifenden Kontakte.
Umgang mit älteren Kollegen
Kommt drauf an, was mit "älter" gemeint ist. Solange das nicht allzu dicht an der Rente ist, scheint das ausgewogen zu sein.
Vorgesetztenverhalten
Übergreifend gar nicht so übel, soweit ich mitbekomme. Es gibt einige Führungskräfte, die ihre Führungsrolle ernst nehmen und echt klasse sind. Abteilungsintern: Schlimm. Prüfung, Planung, Warnhinweise (z.B. auch auf rechtliche Punkte), Stakeholder-Analyse? Hält alles nur auf und ist daher unerwünscht. Am besten einfach nur die KI fragen und loslegen, auch wenn das anderen das (Arbeits-)Leben schwer macht oder hohe Risiken birgt. Die betroffenen Kollegen bekommen das nicht mit und werden auch im Team soweit als möglich isoliert, aber hinterher dürfen sie aufräumen und gradebiegen. Dass das teils Unsummen Geld kostet, versteht sich von selbst, ist aber egal (obwohl der Spardruck unverändert da ist). Entsprechende Nachfragen werden nicht beantwortet oder erst, wenn es längst gecrasht ist. Wer gerade unbeliebt ist, wechselt auch immer mal wieder durch. Sicher kann sich daher keiner fühlen und das wirkt sich dann auf die anderen Kriterien hier aus. Schade.
Arbeitsbedingungen
Trotz Standortschließung einen Weg zu finden Berliner Kollegen einen Standort plus Homeoffice zu geben ist nicht selbstverständlich. Richtig, richtig gut, auch wenn die Raumbedingungen vielleicht nicht für alle optimal sind - daran wird gearbeitet. Die IT-Ausstattung ist okay (neuer und schneller geht immer, aber muss nicht zwingend sein). Verschlechtert hat sich das Ganze allerdings durch die Einsparmaßnahmen und die gestiegene Arbeitslast insgesamt im Unternehmen, ohne dass ein größeres Gefühl von Sicherheit im Unternehmen für die Verbliebenen vermittelt wird.
Kommunikation
Oberflächlich gesehen gut. Abteilungsintern inzwischen kaum mehr vorhanden zu Themen, die das eigene Fachgebiet betreffen - hier nur noch dann, wenn man artig nickt. Dazu siehe Vorgesetztenverhalten + Zusammenhalt.
Gleichberechtigung
Es wird zumindest darüber geredet und es gibt einen kleinen Kreis von Mitarbeitenden, die in dem Thema recht engagiert sind. So richtig verinnerlicht ist das allerdings nicht. Die, die es vorleben müssten, akzeptieren das Thema und sagen auch nichts dagegen, aber mehr Support gibt's dafür nicht.
Zu einer anderen Art von Gleichberechtigung: Es gibt einige Bereiche, wo neue attraktive Positionen scheinbar mit Vorliebe an alte Weggefährten vergeben werden. Bis zu einem gewissen Grad kann das schon mal passieren, aber...
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind immer noch überaus spannend und haben viel Potenzial sich auch persönlich weiterzuentwickeln.