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Quantum-Systems 
GmbH
Bewertung

Luft nach oben...

2,7
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Gilching gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der Arbeitgeber bietet den Wellpass sowie kostenloses Obst und Kaffee an. Gut finde ich die internationale Belegschaft.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Work-Life Balance.

Verbesserungsvorschläge

Es herrscht zuweilen eine Hire-&-Fire-Kultur bei gleichzeitigem Personalmangel. Ich kann nur für meine Abteilung sprechen aber es gab immer wieder Kollegen die noch in der Probezeit gekündigt wurden, weil sie keine "High-Performer" waren. Ein High-Performer ist aus Sicht der Vorgesetzten jemand, für den die Firma an erster Stelle steht und der so lange arbeitet wie es eben sein muss. Um kein "High Performer" zu sein muss man nur jemand sein der nicht auf Dauer jeden Monat bereit ist entgeltfreie 20 - 30 Überstunden leistet. Es handelt sich hier leider nicht um Phasen der höheren Arbeitsbelastung wie hier auf Kununu in den Kommentaren von der Firma immer wieder betont wird, sondern besonders in meiner Abteilung seit Jahren um einen Dauerzustand. Bei ständigem Personalmangel führt das wiederholte kündigen von gut mitarbeitenden und engagierten Kollegen am Ende deren Probezeit dazu, dass alle anderen noch mehr Überstunden schieben.
Es gibt kaum Parkplätze. Wenn man doch einen bekommt muss man dafür monatlich Miete bezahlen.
Das Homeoffice wurde letztes Jahr extrem eingeschränkt. Mittlerweile muss jeder Tag wie ein Urlaubsantrag genehmigt werden. Manche Chefs lassen deutlich durchblicken, dass sie Working@Home nicht gut finden. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass der Genehmigungsprozess zuweilen sehr zäh ist - Vorgesetzte einfach die Anträge nicht genehmigen und man dann jedes mal zum Chef ins Büro muss um sich zu erklären und um Genehmigung zu bitten.

Richtige Weiterbildungsprogramme wie ich es von anderen Unternehmen kenne gibt es überhaupt nicht. Aber um ehrlich zu sein - um 1-2 Tage auf eine Fortbildung zu gehen hätte bei dem Workload auch niemand Zeit - und falls doch müsste man das im Nachgang ja doch wieder selbst reinarbeiten.

Es gibt keinen Betriebsrat der für die Interessen der Arbeitnehmer einstehen würde.

Fazit: Wer nicht bereit ist dauerhaft mehr als die vertraglich vereinbarten 40 Stunden (ohne Ausgleich) zu arbeiten und nicht damit einverstanden ist, dass Überstunden nicht erfasst oder auf ein Gleitzeitkonto eingezahlt werden können ist hier definitiv falsch. Ach ja, im Urlaub arbeiten ist auch keine Ausnahme, kommt immer wieder vor - auch das muss einem bewusst sein.
Alle meine Aussagen beziehen sich auf meine Erfahrungen. In der Entwicklung, Produktion oder Marketing beispielsweise herrschen wiederum ganz andere Bedingungen.

Work-Life-Balance

Keine Zeiterfassung. Die Firma wird nicht müde (auch hier auf Kununu) darauf hinzuweisen, dass jeder selbst für seine Work-Life Balance verantwortlich ist und man "in Gesprächen mit den Vorgesetzten sei um dies auch sicherzustellen". Fakt ist, dass ein überwiegender Teil der Beschäftigten mehr arbeitet als 40 Stunden die Woche, manche Abteilungen sogar extrem viel mehr. Da es keine Zeiterfassung und keinen Ausgleich in Form von Auszahlung oder Gleitzeitkonto gibt ist jede Überstunde die man leistet verschenkt. Das gravierende an dieser Regelung ist jedoch, dass von seiten der Teamleiter und Vorgesetzten ständig Druck gemacht wird weil zu wenig Personal und ein zu hoher Workload besteht. Das mag bei manchen Abteilungen schlimmer sein als bei anderen. Aus meiner Erfahrung: Überstunden werden vorausgesetzt. Im Schnitt nur 40 Stunden zu arbeiten funktioniert nicht. Hier habe ich selbst ein paar Kollegen gekannt die konsequent waren - und schlussendlich noch in der Probezeit gekündigt wurden. Hier spart sich die Firma eindeutig einige Stellen zu besetzen und trägt das auf dem Rücken der Belegschaft aus. Manche Abteilungen betrifft dies extrem, andere wiederum weniger.

Karriere/Weiterbildung

Keine Weiterbildungsprogramme vorhanden. Das kenne ich von anderen Unternehmen ganz anders.

Gehalt/Benefits

Hier ist man im Vergleich mit der Branche doch unter dem Durchschnitt unterwegs. Andere Unternehmen in der Rüstung zahlen doch deutlich besser (meist Tarifgebunden) und haben zudem mehr Leistungen wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder regelmäßige Gehaltsrunden. Sowas gibt es hier nicht.

Vorgesetztenverhalten

Teils sehr junge und extrem unerfahrene Führungskräfte. Insgesamt kommt es aber auf den Einzelfall an. Ich finde es schwierig hier zu pauschalisieren.

Arbeitsbedingungen

Schöne neue Büros mit einem Manko: Im Sommer wird es extrem warm, vor allem auf der Südseite. Leider hat man bei diesem modernen und neuen Gebäude kein Kühlsystem installiert. Da hilft es wirklich nur sich einen Ventilator zu kaufen und mit ins Büro zu bringen. Working@Home ist - abhängig von dem jeweiligen Vorgesetzten - leider nur sehr eingeschränkt möglich und wird oft nicht gern gesehen. Letztes Jahr hat die Personalabteilung neue Richtlinien veröffentlicht und an alle Mitarbeiter geschickt wonach "Montag und Freitag W@H nur in Ausnahmefällen" möglich ist. Auch wenn betont wird es sei möglich wurde es so kommuniziert und schriftlich an die Belegschaft verschickt.
Seitdem muss jeder Tag wie ein Urlaubsantrag genehmigt werden. Da manche Chefs sich nicht darum kümmern oder aus Prinzip einfach nicht genehmigen muss man dann zum Vorgesetzten ins Büro und nochmal vorstellig werden und um Erlaubnis bitten. Mega unangenehm.

Update 2025: Working@Home
Es ist durch eine neue Richtline nur noch ein Tag die Woche W@H möglich

Interessante Aufgaben

Spannende Themen und Projekte


Arbeitsatmosphäre

Image

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

Umgang mit älteren Kollegen

Kommunikation

Gleichberechtigung

5Hilfreichfinden das hilfreich7Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Armin BesicTalent Acquisition Manager

Vielen Dank für dein ausführliches Feedback und deine ehrliche Rückmeldung zu deiner Zeit bei Quantum-Systems. Wir nehmen deine Rückmeldung sehr ernst und möchten die Gelegenheit nutzen, auf die von dir angesprochenen Punkte einzugehen:

Hire-and-Fire-Kultur:
Es tut uns leid, dass der Eindruck einer „Hire-and-Fire“-Kultur entstanden ist. Dies entspricht nicht unseren Werten und unserer Philosophie. Die Probezeit dient dazu, sowohl für das Unternehmen als auch für den Mitarbeitenden herauszufinden, ob die Zusammenarbeit langfristig erfolgreich sein kann. Strukturiertes Feedback während der Probezeit gehört für uns dabei zum Standardprozess, um Transparenz zu schaffen und Mitarbeitende bestmöglich zu unterstützen. Wir bedauern, wenn dieser Prozess in deiner Wahrnehmung nicht ausreichend fair oder transparent kommuniziert wurde.

Work-Life-Balance und Überstunden:
Unser Modell der Vertrauensarbeitszeit soll Flexibilität und Eigenverantwortung fördern. Wir wissen jedoch, dass dies in manchen Bereichen nicht immer reibungslos funktioniert – insbesondere bei hoher Arbeitslast oder Personalmangel. Dass unbezahlte Überstunden als selbstverständlich wahrgenommen werden, entspricht nicht unserer Unternehmenskultur und ist nicht die Norm. Wir bedauern wirklich, dass bei dir der Eindruck entstanden ist, dass Mehrarbeit vorausgesetzt wird.
Daher prüfen wir derzeit gezielt einzelne Abteilungen, in denen es zu solchen Herausforderungen kommt, um mögliche strukturelle Verbesserungen zu identifizieren. Eine gesunde Work-Life-Balance ist uns wichtig, und wir setzen uns dafür ein, nachhaltige Lösungen zu finden. Der offene Dialog zwischen den Mitarbeitern und Führungskräften bleibt dabei essenziell.

Working@Home:
Wir verstehen, dass die aktuellen Regelungen und der Genehmigungsprozess für das Arbeiten von zu Hause als umständlich wahrgenommen werden. Die Anpassung der Homeoffice-Richtlinien wurde vorgenommen, um betriebliche Anforderungen mit der individuellen Flexibilität unserer Mitarbeitenden in Einklang zu bringen. Allerdings möchten wir klarstellen, dass die Aussage „Montag und Freitag W@H nur in Ausnahmefällen“ nicht den offiziellen Richtlinien entspricht. Wir sind uns bewusst, dass der Genehmigungsprozess in der Praxis manchmal als schwierig empfunden werden kann. Deshalb möchten wir betonen, wie wichtig ein offener und konstruktiver Dialog mit der Führungskraft ist, um Missverständnisse zu klären und gemeinsam praktikable Lösungen zu finden.

Wir danken dir nochmals für dein kritisches Feedback und die Offenheit, mit der du deine Erfahrungen geschildert hast. Es tut uns leid, dass wir deinen Erwartungen in einigen Bereichen nicht gerecht werden konnten. Wir wünschen dir für deine berufliche und persönliche Zukunft alles Gute und viel Erfolg!

Dieser Kommentar bezieht sich auf eine frühere Version der Bewertung.
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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.