Absolut keine Empfehlung
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen sollte sich dringend an heutige Standards anpassen. Viele Büros wirken sowohl von außen als auch von innen veraltet und heruntergekommen, was weder zeitgemäß noch einladend ist. Das Thema mit der Dispoline sollte man überdenken. Es gibt wahrscheinlich bessere Lösungen, als 24/7 erreichbar sein zu müssen.
Arbeitsatmosphäre
Man stand nahezu dauerhaft unter starkem Druck. Fehler oder Unsicherheiten wurden nicht konstruktiv aufgefangen, sondern verstärkten den ohnehin hohen Stress zusätzlich.
Selbst Krankmeldungen wurden nicht respektiert – stattdessen wurde einem unmittelbar ein schlechtes Gewissen vermittelt, als würde man das Team im Stich lassen. Rücksicht auf die persönliche Situation oder gesundheitliche Belastungen gab es kaum. Lästereien blieben auch nicht aus.
Arbeitszeiten
Es gab keinerlei Gleitzeit. Selbst wenn man pünktlich um 17 Uhr – also zum offiziellen Feierabend – gegangen ist, musste man sich abfällige Kommentare anhören, nach dem Motto, wohin man denn schon wolle. Ein respektvoller Umgang mit vereinbarten Arbeitszeiten fand nicht statt und ist ein absolutes No-Go.
Aufgaben/Tätigkeiten
Als Auszubildende*r musste man bereits nach sehr kurzer Einarbeitung vollwertige Aufgaben eines Disponenten übernehmen. Besonders problematisch war, dass man die Dispoline teilweise eine ganze Woche oder länger allein betreuen musste. Dazu gehörte sogar, nachts erreichbar zu sein, falls sich Zeitarbeiter aus der Nachtschicht meldeten. Hat man einen Anruf verpasst, gab es Ärger vom Vorgesetzten.
Zusätzlich war ich dafür verantwortlich, Zeitarbeiter selbst zu ihren Schichten zu fahren. Da ich weit vom Arbeitsplatz entfernt gewohnt habe, bedeutete das mehrfaches nächtliches Aufstehen, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden z.B. pünktlich zur Frühschicht erscheinen. Die Mitarbeitenden mussten dabei direkt von zu Hause abgeholt werden, was insgesamt zu einer sehr belastenden und unnötigen Fahrerei führte. Ansonsten war der Arbeitstag schon vielfältig, jedoch hatte man die meiste Zeit Stress.
Respekt
Der Umgangston war insgesamt sehr unangenehm. Für den Niederlassungsleiter war es offenbar selbstverständlich, Auszubildende in einem herablassenden und respektlosen Ton anzusprechen.
Sobald die Geschäftsführung die Niederlassung besuchte, war die Anspannung im gesamten Team spürbar, da diese Besuche überwiegend von Kritik und Meckern geprägt waren. Eine wertschätzende Kommunikation oder ein Austausch auf Augenhöhe fanden nicht statt.

