Health-Tech mit Zukunft und hohem Workload- Vollgas im 2.Gang
Verbesserungsvorschläge
Die Unternehmensvision und Mission sind klar und attraktiv, und der Bereich ist fachlich interessant. In der Umsetzung zeigt sich jedoch, dass die personelle Ausstattung oft nicht ausreicht, um den hohen Workload zu bewältigen. Mitarbeitende berichten von vielen Überstunden, und auch Führungskräfte arbeiten regelmäßig außerhalb der regulären Arbeitszeiten. Investorengetriebene Planstellenbesetzungen verzögern die Entlastung zusätzlich. Es ist daher schwierig, die angestrebten Standards zu erreichen, und Mitarbeitende, die qualitativ hochwertige Arbeit leisten, sind dadurch stark belastet. Eine konsequentere Umsetzung der personellen Ressourcenplanung könnte die Arbeitsbelastung reduzieren und die Effizienz steigern.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre im Team ist wertschätzend und unterstützend. Es gibt regelmäßigen Austausch.
Während meiner Betriebszugehörigkeit kam es jedoch zu einer auffällig hohen Zahl von Kündigungen in der Probezeit.
Für den Ausgleich von Überstunden fehlte aufgrund von zu wenig Personal m Team leider die Zeit, da man Kollegen kaum ohne schlechtes Gewissen alleine lassen kann/will.
Kommunikation
Mir gefällt, dass es monatliche Updates gibt, in denen die Geschäftsführung offen über aktuelle Themen berichtet und man Fragen stellen kann. Positiv finde ich auch, dass ab Q4 ein neues CRM-System eingeführt wird, was zeigt, dass auf das starke Wachstum reagiert wird. Außerdem wird gerade daran gearbeitet, Standards zwischen den Abteilungen zu etablieren, was die Zusammenarbeit transparenter macht.
Arbeitsanweisungen wurden nicht immer im Vorfeld klar kommuniziert.
Kritik wurde gelegentlich von bestimmten Führungskräften öffentlich geäußert, statt in persönlichen Gesprächen, was ich als wenig wertschätzend empfunden habe.
Der hohe Workload und daraus resultierend viele Überstunden wurden der VG früh und transparent kommuniziert, bis zu meinem Weggang änderte sich daran zumindest nichts.
Zeit für private Gespräche war daher kaum möglich bzw. kam zu kurz.
Work-Life-Balance
Positiv finde ich, dass man flexibel von Zuhause arbeiten kann oder aus dem Münchener Büro, das sehr schön ist – auch wenn es inzwischen etwas klein geworden ist. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, zwei Wochen pro Jahr als Workation zu nutzen. Gut finde ich auch, dass mehr als 40 Überstunden nicht auflaufen sollen und man diese in Freizeit ausgleichen kann. Ganz vermeiden lassen sich Überstunden allerdings nicht, da die Teams meines Erachtens teilweise recht knapp besetzt sind. Besonders stark aufgestellt ist seit Sonmer das Sales-Team, andere Abteilungen müssen langsam nachziehen, damit es insgesamt konsistenter wird. Der Urlaubsanspruch von 30 Tagen kann flexibel im Team abgestimmt werden. Die regulären Arbeitszeiten liegen zwischen 8 und 17 Uhr, wobei Mitarbeitende mit Kindern von einer hohen Flexibilität profitieren. Auch Teilzeit mit individuellen Arbeitszeiten ist möglich.
Man hat vertraglich kein Anrecht auf Vergütung der geleisteten Überstunden und geht im Zweifel leer aus.
Führungskräfte arbeiten ohne festes Stundenkonto und ich habe mitbekommen, dass 50-60 eher die Regel sind, das muss man wollen und auch in Gehaltsgesprächen einkalkulieren.
Vorgesetztenverhalten
Mir gefällt besonders, dass die Führungskräfte empathisch sind, auf Augenhöhe kommunizieren und offen für Feedback bleiben.
Ich habe wöchentliche One-on-Ones, dadurch bleibt man im engen Austausch und hat jederzeit die Möglichkeit, Anliegen oder Fragen direkt anzusprechen. Auch die Erreichbarkeit ist sehr gut – im Bedarfsfall bekommt man schnell Unterstützung. Die Hierarchien sind insgesamt eher flach, was Entscheidungswege verkürzt und die Zusammenarbeit unkompliziert macht. Ein Punkt, den ich mir noch etwas stärker wünschen würde, ist eine regelmäßige Information von der Führungsebene per E-Mail über strategische Entwicklungen und langfristige Ziele des Unternehmens, um ein noch klareres Gesamtbild zu bekommen.
Interessante Aufgaben
Mir gefällt besonders, dass die Aufgaben abwechslungsreich und interessant sind. Es gibt viel Flexibilität bei der Ausgestaltung der eigenen Arbeit, und Eigeninitiative sowie Mitdenken werden ausdrücklich erwünscht und gefördert. So hat man die Möglichkeit, Prozesse aktiv effizienter zu gestalten und eigene Ideen einzubringen. Der Health-Tech-Bereich selbst ist spannend und vermittelt das Gefühl, an etwas Sinnstiftendem zu arbeiten.
Es gab leider aber auch viel zu viele Aufgaben, die durch zig Excel Tabellen einen hohen manuellen Aufwand hatten, da das geplante CRM Tool sich aus bereits angesprochenen Gründen zeitlich verzögerte.
Es ist gesünder, erst die Prozesse und Tools aufzusetzen anstatt über Monate vollgas im 2. Gang zu fahren- das macht das Getriebe (Mitarbeiter) kaputt.
Arbeitsbedingungen
Es gibt Apple MacBooks sowie bei Bedarf Maus und Tastatur. Monitore fürs Homeoffice werden nicht gestellt, was für viele seit Corona aber ohnehin kein Problem ist.
Im Büro gibt es eine Siebträgermaschine, Wasser und eine kleine Auswahl an Softdrinks.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist pünktlich und angemessen, besonders für ein noch so junges Unternehmen.
Ich sehe grundsätzlich gute Entwicklungsmöglichkeiten, auch was zukünftige Gehaltsanpassungen betrifft.
An Benefits wird aktuell gearbeitet. Ideen wären z. B. ein Jobrad (gerade in München), ein fester Essenszuschuss oder eine momatliche Homeoffice-Pauschale. Positiv ist, dass es für die Münchener KollegInnen einmal im Monat einen Teamlunch gibt.
Image
Das Image von Raya ist insgesamt sehr positiv. Im Klinikalltag wird die Zusammenarbeit als echte Entlastung wahrgenommen, und dass ausschließlich festangestellte Radiologen und keine Honorarärzte tätig sind, wirkt professionell und zuverlässig. Das Unternehmen wächst derzeit stark, und ich gehe davon aus, dass hier noch eine große Zukunft bevorsteht.
Karriere/Weiterbildung
Da das Unternehmen wächst, sehe ich hier viel Potenzial und gehe davon aus, dass das Thema künftig stärker ausgebaut wird.