Ein absolutes Armutszeugnis
Verbesserungsvorschläge
Die Gehälter aller Arbeitnehmer bezahlen
Arbeitsatmosphäre
Innerhalb der Projektteams war die Zusammenarbeit meist kollegial und unterstützend. Dennoch wurde die gesamte Arbeitsatmosphäre stark von Unsicherheit, fehlender Transparenz und Vertröstungen überschattet. Oft war unklar, wer für was verantwortlich ist, Informationen kamen spät oder gar nicht – und die Frage, ob das Gehalt überhaupt pünktlich gezahlt wird, begleitete einen ständig. Diese Unsicherheit führte zu enormem Druck und ließ viele daran zweifeln, warum sie sich überhaupt noch engagieren sollten. Nach außen wurde dennoch stets ein positives Bild vermittelt – allerdings auf Kosten der Mitarbeitenden.
Image
Das äußere Erscheinungsbild hatte stets höchste Priorität – nach innen wie nach außen. Es wurden viele kreative Konzepte, Canvas-Workshops und Ideen präsentiert, doch der tatsächliche Inhalt und die Umsetzung blieben dabei oft zweitrangig. Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität war für Mitarbeitende klar erkennbar.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance wurde nach außen hin betont und theoretisch auch zugesichert – in der Praxis scheiterte sie jedoch oft an der Realität. Wer Überstunden abbauen oder Ausgleich in Anspruch nehmen wollte, stand häufig vor dem Problem, dass kein Ersatz vorhanden war. Durch die rapide sinkende Mitarbeiterzahl mussten viele Aufgaben einfach zusätzlich geschultert werden. Entlastung blieb meist ein leeres Versprechen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen wird Wert auf Umwelt- und Sozialbewusstsein gelegt – intern bleibt davon jedoch wenig spürbar. Nachhaltigkeit scheint vor allem ein Teil der Markenstrategie zu sein, weniger gelebte Praxis. Entscheidungen orientieren sich eher an der Außenwirkung als an tatsächlicher Verantwortung.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Team war grundsätzlich in Ordnung – man hat sich gegenseitig unterstützt, solange es die Umstände zuließen. Allerdings litt der Teamgeist zunehmend unter der fehlenden Perspektive im Unternehmen. Die unklare Projektplanung und das ständige Gefühl, dass es „irgendwie weitergehen muss“, ohne konkretes Ziel oder Rückhalt von oben, haben das Miteinander spürbar belastet.
Vorgesetztenverhalten
Vereinzelt gab es Führungskräfte, die sich engagiert und respektvoll verhalten haben. Im Großen und Ganzen – insbesondere auf Geschäftsführungsebene – war das Führungsverhalten jedoch inakzeptabel. Fehlende Kommunikation, mangelnde Präsenz, Entscheidungsunfähigkeit und der Eindruck, dass grundlegende Führungsaufgaben nicht ernst genommen wurden, prägten den Alltag. Verantwortung wurde oft abgeschoben, konstruktive Kritik ignoriert. Es fiel schwer, hier überhaupt von echter Führung zu sprechen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen haben sich im Laufe der Zeit zunehmend verschlechtert. Wenn Monat für Monat Arbeitsmittel reduziert oder nicht ersetzt werden, weil Rechnungen nicht bezahlt wurden, wirkt sich das direkt auf die tägliche Arbeit aus. Fehlende Ausstattung, unklare Zuständigkeiten und organisatorisches Chaos haben ein professionelles Arbeiten oft unmöglich gemacht.
Kommunikation
Die interne Kommunikation war stark defizitär. Essenzielle Informationen – etwa zu Gehalt, Zukunftsperspektiven oder Zielen – wurden entweder gar nicht oder erst auf Nachfrage vermittelt. Statt klarer Strukturen wurden Mitarbeitende gebeten, selbst Vorschläge zu machen, wie solche Informationen künftig „kommuniziert“ werden könnten – ein fragwürdiger Startup-Ansatz bei so grundlegenden Themen. Rückfragen wurden teils ausweichend, teils mit spürbarem Unmut beantwortet. Ehrlichkeit und Verlässlichkeit in der Kommunikation fehlten häufig – was das Vertrauen zusätzlich belastet hat.
Gehalt/Benefits
Sofern überhaupt gezahlt wurde, erfolgte die Auszahlung oft verspätet oder unvollständig. Sozialleistungen waren nicht erkennbar. Die grundsätzliche Unsicherheit, ob das vereinbarte Gehalt überhaupt gezahlt wird, ist ein Zustand, der in einem professionellen Arbeitsumfeld nicht tragbar ist.
Zahlungen sind bis heute Ausstehend, bei dem der Arbeitgeber die Kommunikation bzgl. dem Gehalt, welches Zusteht ignoriert