Enttäuschende Bedingungen und Verhaltensweisen - Abteilungsübergreifend
Image
Das Image wird auch nur nach außen gut verkauft.
Work-Life-Balance
Laut Vorgesetztem geht die Arbeit immer vor - selbst von "normalen" Angestellten wird bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden erwartet, jeden Tag sein Postfach zu leeren, bevor man Feierabend machen "darf". So viel zur angepriesenen Flexibilität und der gütigen Kernarbeitszeit von 9-15 Uhr, die somit eigentlich nie in Anspruch genommen werden kann.
Karriere/Weiterbildung
Werden zwar in der Stellenbeschreibung ausgewiesen, auf Nachfrage ist natürlich nichts möglich und ein Anspruch wird im Arbeitsvertrag explizit ausgeschlossen.
Kollegenzusammenhalt
Direkte Kollegin ist sich auch nur selbst am nächsten, wenn man morgens einen wichtigen Termin anspricht (außerhalb der Kernarbeitszeit), kann man sich nicht darauf verlassen, dass dies bei der Tagesplanung berücksichtigt wird.
Vorgesetztenverhalten
Es gibt Kollegen, die ihren Frust lieber in sich hineinfressen als darüber zu sprechen, warum auch immer. Es kann also nicht das beste Verhalten sein. Persönlich kann ich nur sagen, dass geäußerte Kritik nicht einfach nur angenommen wird, sondern mit komplett vom Thema unabhängigen Themen gegenargumentiert wird.
Update nach HR Gespräch:
Nach ergänztem Kommentar der HR fand nach meiner schriftlichen Schilderung der Gesamtsituation ein telefonisches Gespräch statt, in dem sich bestätigte, dass oben genanntes Verhalten generell der Firmenkultur entspricht.
Gesetzliche Regelungen (Rüstzeiten gehören zur Arbeitszeit) werden mit dem Argument übergangen, man dürfe ja mal zwischendurch aufs Handy schauen. Arbeitsvertragliche Vereinbarungen werden auch einfach übergangen (Kernarbeitszeiten, Differenzierung von angeordneten Überstunden und Gleitzeit). - Danke.
Zudem würde es aus Sicht der HR keinen Sinn ergeben, die verschiedenen Punkte auszudiskutieren, da ich mich als Arbeitnehmer sowieso in eine Opferrolle begeben würde.
Ich verstehe nicht, wie sich andere Mitarbeiter so klein halten lassen und bis heute kein Betriebsrat gegründet wurde.
Arbeitsbedingungen
Ein Punkt geht an die Klimaanlage. Ansonsten ist es unmöglich, dass die Rüstzeit am PC nicht pauschal zur Arbeitszeit gerechnet wird. Equipment für die Arbeit im Homeoffice wird natürlich nicht gestellt. In der Einarbeitung wird beim Volumen nicht berücksichtigt, dass man längere Zeit benötigt, um sich überhaupt mit dem System und Abläufen auseinanderzusetzen. Dem "Buddy" werden währenddessen noch Urlaubsvertretungen übergeben, was Druck erzeugt, so viel wie möglich in kürzester Zeit selbstständig zu erledigen. Und vieles mehr.
Kommunikation
Update nach HR Gespräch:
Weder in der Abteilung selbst, noch in der HR wird Kritik angenommen und nach wirklichen Lösungen gesucht - wer unangenehm ist fliegt. Meine Fragen wurden im letzten telefonischen Gespräch im Bezug auf meine Kununu-Bewertung überhaupt nicht beantwortet bzw. wieder nur relativiert mit themenunabhängigen Argumenten.
Gehalt/Benefits
Fehler von mir - mit diesen ganzen negativen Punkten wäre ich anders in die Verhandlung gegangen. Allerdings nicht fair vom Arbeitgeber, seine Erwartungen erst danach zu konkretisieren.
Interessante Aufgaben
Wenn man sich mit einer "macht man halt so" oder "wird schon immer so gemacht" Einstellung identifizieren kann, macht das die Aufgaben in der Tat interessant.
