Wer am lautesten schreit, der hat recht.
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Regelmäßige Betriebsversammlungen, in denen die aktuelle Lage erklärt wird und die Geschäftsführung für Fragen bereitsteht.
- Pünktliche Gehaltszahlungen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Veraltete Systeme und Programme
- Homeoffice ist ein großes rotes Tuch und wird nur ungern geduldet. Keinerlei Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter. Kontrollanrufe sind keine Seltenheit.
Verbesserungsvorschläge
- An der internen Kommunikation arbeiten. Diese ist wirklich unterirdisch.
Arbeitsatmosphäre
Im Unternehmen ist die angespannte Situation deutlich zu spüren. Dünne Nervenkostüme in allen Bereichen. Wer aus Gütenbach kommt und dem heimischen Verein angehört, der hat es jedoch angenehmer und kann sich mehr erlauben. Zu kämpfen haben die Kollegen, die Charakterlich keine "Hau drauf" Typen sind.
Image
Außen hui - Innen pfui. Es merken mit der Zeit immer mehr und mehr. Die einstigen Aushängeschilder der Firma verlassen das sinkende Schiff bevor es zu spät ist. Auch in der Umgebung spricht sich die negative Veränderung der Rena herum.
Work-Life-Balance
Die beworbene Gleitzeit ist mehr Sein als Schein. Antritt nach 08:00 Uhr oder Feierabend vor 16:00 Uhr wird mit einem provozierenden Spruch kommentiert.
Standardmäßige 40h Woche. Überstunden werden gerne gesehen, läuft man unter dem Radar kommt man aber ganz gut klar. Homeoffice wird nicht so gerne gesehen.
Karriere/Weiterbildung
Wird nicht gefördert. Neue Mitarbeiter werden mit Weiterbildungsmöglichkeiten angelockt aber schnell mit den Worten "ist derzeit nicht im Budget" abgespeist.
Gehaltsanpassungen werden ebenfalls gar nicht erst besprochen.
Kollegenzusammenhalt
Man kann förmlich dabei zusehen, wie auch untereinander der Ton rauer wird. Die Schuld wird sofort auf den nächsten geschoben. Keiner möchte Verantwortung übernehmen. Streit am Telefon ist hier keine Seltenheit mehr und gehört zur Normalität. Wird auch von jedem belächelt.
Umgang mit älteren Kollegen
Von Abteilung zu Abteilung unterschiedlich. In einigen Bereichen werden die älteren Kollegen geschätzt, in anderen Abteilungen als Last angesehen.
Vorgesetztenverhalten
Kräfte messen von 08:00 Uhr - 16:00 Uhr. Abteilung A gegen Abteilung B. Den ganzen Tag, die ganze Woche. Hier ist es kein Miteinander sondern ein tägliches Gegeneinander. So schnell wie die Abteilungsvorgesetzten aufeinander zeigen bei der Schuldzuweisung kann man gar nicht schauen. Da wird die Wahrheit auch gerne mal etwas verdreht um besser dazustehen.
Kommunikation
In den Führungspositionen sitzen viele temperamentvolle Kollegen, die Angst davor haben abgesägt zu werden. Wer am lautesten schreit, der hat recht. Diskussionen werden nicht auf Augenhöhe geführt. Es gewinnt das Argument, das mit dem lautesten Organ vorgetragen wurde. Wie man vernünftig miteinander spricht haben leider die meisten verlernt.
Gehalt/Benefits
Leider eine große Differenz zwischen dem sogenannten "Eigengewächs" und extern eingekauften Mitarbeitern. Unternehmenstreue wird nicht wertgeschätzt. Wird man abgeworben kann man hier aber durchaus gutes Geld verdienen.
Gleichberechtigung
Als Kollegin muss man zwischen den Kollegen ein dickes Fell haben. Anzügliche Kommentare und Sprüche weit unter der Gürtellinie sind hier keine Seltenheit. Ist aber in der gesamten Rena bekannt und wird von HR und Betriebsrat geduldet. Denn, zu übersehen bzw. zu überhören ist das nicht.