2 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
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2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Positiv hervorzuheben ist, dass das Unternehmen grundsätzlich bemüht ist, moderne Strukturen und Benefits anzubieten. Die technische Ausstattung, die digitalen Arbeitsprozesse und das Weiterbildungsangebot sind solide und zeigen, dass zumindest in einzelnen Bereichen Zukunftsdenken vorhanden ist.
Die technische Ausstattung ist deutlich in die Jahre gekommen. Rechner, Programme und Arbeitsprozesse wirken, als seien sie stehen geblieben, während der Rest der Branche längst weitergezogen ist. Das erzwungene Zusammenspiel mit den Steuerleuten erschwert effizientes Arbeiten zusätzlich, da es veraltete Systeme wie DATEV fest im Alltag verankert hält.
Auch menschlich zeigt sich ein ähnliches Muster: Statt Teamgeist dominieren Grüppchenbildung, stille Konflikte und der Hang, Verantwortung weiterzureichen. Nach außen hin werden Glückwünsche ausgesprochen und Zusammenhalt demonstriert, doch hinter den Kulissen wird über dieselben Personen gelästert. Wer engagiert arbeitet, fängt schnell Aufgaben ab, die andere liegen lassen, während dieselben Kolleginnen und Kollegen Zeit für ausgiebige Pausengespräche finden. Offene Kommunikation bleibt die Ausnahme, Misstrauen und unterschwellige Spannungen der Alltag.
Struktur, Klarheit und echtes Miteinander wären dringend nötig, um den positiven Schein mit gelebter Realität zu füllen. Homeoffice existiert zwar als theoretische Möglichkeit und wird seit Kurzem für alle angeboten – immerhin ein Schritt in Richtung Moderne –, wird praktisch aber kaum genutzt. Auch die Teilnahme an Weihnachtsfeiern ist verpflichtend, vermutlich um die Beteiligung überhaupt sicherzustellen.
Das Image des Unternehmens wird außerhalb nicht besser: Die Mundpropaganda ist eindeutig und ich wurde bereits im Vorfeld vor einem Wechsel dorthin gewarnt. Für eine Übergangsphase mag der Arbeitgeber geeignet sein – für eine dauerhafte Anstellung jedoch weniger. Zudem ist eine dreimonatige Kündigungsfrist aus Mitarbeitendensicht unverhältnismäßig lang; wer gehen möchte, sollte dies ohne monatelanges Ausharren dürfen.
Solange jedoch Technik, Organisation und Haltung gemeinsam auf der Bremse stehen, bleibt das Unternehmen leider weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Fangen wir beim Vorstellungsgespräch an: Freundlichkeit und Zufriedenheit wirken überzeugender, wenn sie echt sind. Weniger Schein, mehr Sein. Fragen nach Krankheiten oder gesundheitlichen Einschränkungen sind ein absolutes No-Go – wir schreiben schließlich nicht mehr 1985.
Fachfragen im Gespräch sollten überdacht werden. Wer einen anerkannten Abschluss vorweisen kann, hat die entsprechende Qualifikation bereits nachgewiesen. Wiederholte Wissensabfragen vermitteln eher Misstrauen als Professionalität.
Im Arbeitsalltag wäre es wünschenswert, die Mitarbeitenden ihren Qualifikationen entsprechend einzusetzen, statt Fachkräfte regelmäßig mit Aufgaben zu betrauen, die weit unter ihrem Niveau liegen. Eine klare Aufgabenverteilung, verlässliche Kommunikation und echte Wertschätzung würden hier deutlich mehr bewirken als symbolische Benefits.
Darüber hinaus sollte die Personalabteilung aktiver moderieren, wenn Konflikte entstehen, und Entscheidungen nachvollziehbar begründen, um das Vertrauen im Team langfristig zu stärken. Transparenz und Gleichbehandlung sind keine Zusatzleistungen – sie sind Grundpfeiler einer gesunden Unternehmenskultur.
Nach außen wirkte vieles harmonisch, intern ist die Stimmung oft von Unsicherheit geprägt. Man spürt deutlich, wer dazugehört – und wer nur funktioniert. Offenheit wird gern kommuniziert, aber selten gelebt.
Nach außen gibt sich das Unternehmen modern, wertschätzend und teamorientiert - ein Bild, das in der Praxis nicht immer standhält. Der öffentliche Auftritt wirkt gepflegt, intern zeigen sich jedoch deutliche Diskrepanzen zwischen Anspruch und gelebter Realität. Wer genauer hinschaut, erkennt schnell, dass Image und Alltagen selten dieselbe Sprachen sprechen.
Gleitzeit klingt nach Flexibilität, verliert aber ihren Charme, wenn Kernzeiten und unausgesprochene Erwartungen die tatsächliche Freiheit deutlich einschränken. Wer pünktlich geht, hat zwar seine Stunden voll – wirkt aber trotzdem erklärungsbedürftig. Zusätzlich erschwert, dass selbst über die genauen Kernzeiten unterschiedliche Informationen kursieren. Verlässliche Planung sieht anders aus. Und wenn Kolleginnen und Kollegen ihre Spätdienste regelmäßig weiterreichen, verliert das Konzept von Balance endgültig an Glaubwürdigkeit. Besonders unangenehm wird es, wenn individuelle Lebensentscheidungen einzelner – etwa familiäre Verpflichtungen oder Kinderbetreuung – immer wieder auf dem Rücken derjenigen landen, die einspringen müssen.
Das Weiterbildungsangebot ist tatsächlich positiv hervorzuheben. Mitarbeitende erhalten ein festes Stundenkontingent für Seminare und werden bei der Auswahl und Teilnahme grundsätzlich unterstützt. Die Möglichkeiten zur fachlichen Weiterentwicklung sind damit solide und deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Arbeitgeber.
Das Gehalt liegt im Rahmen und wird stets pünktlich gezahlt. Die Sozialleistungen sind solide, könnten aber zeitgemäßer gestaltet werden. Mit 27 Urlaubstagen fällt der Erholungsanspruch eher knapp aus, insbesondere da für den 24. und 31. Dezember jeweils ein halber Urlaubstag angerechnet wird. Viele Arbeitgeber handhaben diese Tage als zusätzliche Wertschätzung für ihre Mitarbeitenden – ein Ansatz, über den man hier vielleicht einmal nachdenken sollte.
Grundsätzlich ist ein gewisses Umweltbewusstsein erkennbar: Mülltrennung wird praktiziert, Glasflaschen mit Wasser stehen zur Verfügung, und viele Abläufe sind digitalisiert. Dennoch gibt es Kolleginnen und Kollegen, die weiterhin jedes Dokument ausdrucken – ganz gleich, wie oft der Nachhaltigkeitsgedanke betont wird. Insgesamt zeigt sich ein guter Wille mit Ausbaufähigkeit. Der Geschäftsführer lebt das Thema sichtbar enthusiastisch, wodurch ein deutliches „Öko-Flair“ entsteht – gelegentlich jedoch in einer Intensität, die etwas über das Ziel hinausschießt.
Der Zusammenhalt beschränkte sich auf kleine, eingespielte Gruppen. Gespräche über Abwesende waren deutlich häufiger als Gespräche mit ihnen.
Zum Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen kann ich keine fundierte Aussage treffen, da mir hierzu keine konkreten Erfahrungen vorliegen.
Zum Führungsverhalten lässt sich sagen, dass Entscheidungen häufig von Unsicherheit und mangelnder Eigenständigkeit geprägt waren. Kritik und Unzufriedenheit wurden teils lautstark in Abwesenheit der Betroffenen geäußert, was das Vertrauen spürbar belastete. Besonders auffällig war das Auftreten des GFs, der sich gerne in Szene setzte und großen Wert darauf legte, als außergewöhnlich durchsetzungsstark wahrgenommen zu werden.
Zu Beginn wirkt vieles vielversprechend: Gutscheine, Jobticket, ergonomische Ausstattung und sogar das Angebot von Blaulichtfilterbrillen schaffen den Eindruck eines modernen Arbeitgebers. Leider bleibt es weitgehend bei diesem ersten Eindruck. Nach der Einarbeitungsphase – die eher unsystematisch und dem Zufall überlassen war – zeigt sich schnell, dass Struktur und Kommunikation nicht zu den größten Stärken gehören. Fragen werden teilweise mit dem Hinweis abgewiesen, man möge sich selbst kümmern, da „gerade kein Nerv“ dafür sei.
Positiv hervorzuheben sind die hellen, großzügigen Räumlichkeiten und die höhenverstellbaren Tische. Leider endet der Komfort je nach Etage: Während einige Bereiche angenehm ausgestattet sind, herrscht in anderen buchstäblich ein kühles Klima. Die Personalabteilung sorgt mit spontanen und kaum begründeten Umsetzungen zusätzlich für Unruhe – auch dann, wenn nachvollziehbare Argumente dagegen sprechen. Da rettet der wöchentliche Obstkorb und gemeinsame Mittagspausen auch nichts mehr
Kommunikation wurde großgeschrieben – allerdings in vielen Fällen selten in Anwesenheit der Betroffenen. Statt klärender Gespräche bevorzugte man indirekte Wege.
Zum Thema Gleichberechtigung kann ich keine fundierte Einschätzung abgeben, da mir hierzu keine nennenswerten positiven oder negativen Erfahrungen bekannt sind.
Die Aufgabenverteilung war unausgewogen. Während einige Kolleginnen und Kollegen durch flexible Arbeitszeiten und ausgedehnte Pausenmodelle auffielen, bestand mein Arbeitsalltag vor allem darin, die Aufgaben zu übernehmen, für die sich sonst niemand zuständig fühlte – oftmals auch kurzfristig und auf Abruf für alles und jeden. Von abwechslungsreichen Tätigkeiten konnte daher keine Rede sein; vielfach handelte es sich um organisatorische und unterstützende Arbeiten ohne erkennbares Entwicklungspotenzial. In dieser Konstellation war ein Arbeitsplatzwechsel nur konsequent. Die Entscheidung, mich beruflich neu zu orientieren, hat sich dadurch deutlich beschleunigt.