Gute Kollegen können schlechte Führung nicht dauerhaft ausgleichen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kollegen und den angenehmen persönlichen Umgang. Die Zusammenarbeit macht Freude, und interessante Aufgaben wären durchaus vorhanden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Probleme offen benennen und Zusagen vor Vertragsabschluss auf ihre Umsetzbarkeit prüfen. Auch den Vertrieb in die Verantwortung nehmen. Der Produktentwicklung realistische Ziele setzen und Mitarbeitern Zeit für ordentliche Arbeit sowie Weiterbildung einräumen. Wer vollen Einsatz erwartet, sollte seinerseits verlässliche Voraussetzungen schaffen.
Verbesserungsvorschläge
Probleme offen benennen und Zusagen vor Vertragsabschluss auf ihre Umsetzbarkeit prüfen. Auch den Vertrieb in die Verantwortung nehmen. Der Produktentwicklung realistische Ziele setzen. Ausreichend Mitarbeiter einstellen und die vorhandenen gezielt fördern – mit Weiterbildung, klaren Entwicklungsmöglichkeiten und Zeit für ordentliche Arbeit. Wer vollen Einsatz erwartet, sollte seinerseits verlässliche Voraussetzungen schaffen.
Arbeitsatmosphäre
Das Miteinander unter den Kollegen ist erfreulich angenehm. Man arbeitet gern zusammen, und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Die Belegschaft ist für mich eine klare Stärke des Unternehmens.
Image
Außendarstellung und betriebliche Wirklichkeit liegen weit auseinander. Nach meiner Erfahrung funktioniert kaum etwas so, wie es dargestellt wird. Die Schwierigkeiten sind im Haus hinlänglich bekannt. Nach außen hält man dennoch am schönen Bild fest. Davon wird es innen auch nicht besser.
Karriere/Weiterbildung
Karriereperspektiven und gezielte Weiterbildung sind für mich nicht erkennbar. Erwartet wird hingegen voller Einsatz für das Unternehmen. Eine entsprechende Investition in die Mitarbeiter bleibt aus. Einsatzbereitschaft scheint hier eine einseitige Verpflichtung zu sein.
Kollegenzusammenhalt
Auf persönlicher Ebene versteht man sich überwiegend gut. Sobald Probleme auftreten, wird allerdings gern auf andere Abteilungen verwiesen. Mal liegt es am Produktbereich, mal an Professional Services. Der Vertrieb bleibt nach meiner Wahrnehmung auffallend zuverlässig außen vor. Etwas mehr gemeinsame Verantwortung würde dem Unternehmen guttun.
Vorgesetztenverhalten
Im persönlichen Umgang sind die Vorgesetzten durchweg freundlich. Bei Offenheit und Ehrlichkeit fällt mein Urteil deutlich schlechter aus. Nach meinem Eindruck wird vieles beschönigt und Wesentliches verschwiegen. Ein angenehmer Umgangston allein schafft auf Dauer kein Vertrauen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen leiden aus meiner Sicht erheblich unter wenig glaubwürdigen Aussagen der Führung, langwieriger Produktentwicklung und Zusagen des Vertriebs, die sich praktisch nicht einlösen lassen. Die Folge sind unzufriedene Kunden und Mitarbeiter, die den entstandenen Ärger auffangen dürfen. Dass das Versprochene nicht umsetzbar ist, sorgt anschließend für allgemeine Empörung. Die Überraschung darüber erstaunt mich mehr als das Ergebnis.
Kommunikation
Der Informationsfluss lässt in beide Richtungen zu wünschen übrig. Von der Führungsebene kommt wenig bei den Mitarbeitern an. Umgekehrt entsteht der Eindruck, dass Schwierigkeiten auf dem Weg nach oben erheblich an Deutlichkeit verlieren. So weiß die Belegschaft nicht recht, wohin die Reise gehen soll, während die Führung offenbar nur ein unvollständiges Bild der tatsächlichen Lage erhält.
Interessante Aufgaben
Interessante Aufgaben sind durchaus vorhanden. Leider geraten sie durch das ständige Löschen akuter Brände regelmäßig ins Hintertreffen. Für durchdachtes Arbeiten bleibt wenig Raum, weil bereits die nächste Baustelle wartet. Das nimmt auf Dauer auch reizvollen Aufgaben ihren Reiz.
