Eigentlich ein gutes Unternehmen. Vielleicht ist die Branche einfach toxisch.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Marke, die Stores, das grundsätzliche positive Mindset und das man zumindest immer mal wieder was Neues versucht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kaum Vertrauen, zu viel Kontrolle, zu schwankend in der Führungslinie. Kein Betriebsrat oder zumindest ein Bindeglied trotz über 300 Mitarbeitern.
Verbesserungsvorschläge
Ehrlicher und transparenter handeln, auch mal eigene Fehler benennen und eingestehen, wir sind alle nur Menschen und machen Fehler, und nicht eine Fehleröffnung als mehr oder weniger positives Experiment oder Erfahrung verkaufen und dann Stunden in allen Stores kürzen. Entscheiden zwischen Distanz zu den Mitarbeitenden oder Family, hin und her bringt nur Unruhe.
Trotz der Größe, versuchen die Individualität der Stores zu behalten, die Kunden sind nicht überall gleich.
Arbeitsatmosphäre
Im Store, kann man, wenn man selber zur einer guten Stimmung beiträgt, wirklich was bewirken, ich bin immer gerne auf die Arbeit gegangen. Von den Führungskräften wird dann leider immer unnötig reingegrätscht, manchmal zwar wirtschaftlich nachvollziehbar (allerdings durch deren eigene Fehler), des Öfteren aber ohne jede Begründung und sogar für den Laien oder neue Kollegen schnell kalkuliert, es geht ums Ego.
Kommunikation
Hier auch ein ähnliches Verhalten, im Store selber top, wenn man auch wieder was dazu beiträgt, von den Managern, eher schlecht, obwohl eine straighte, motivierende Kommunikation möglich wäre, wird auch probiert, dann aber oft wieder mit eher demotivierenden oder ambivalenten Ansprachen gekippt. Oft täglich je nach Umsatzzahlen ändert sich die gesamte Grundstimmung, was Quartalsmässig ja ok ist, aber täglich muss das nicht sein. Das ist dann eine nervöse Führung, mit der man nicht in einen Sturm geraten will.
Work-Life-Balance
Einzelhandel, man sollte Lust haben samstags zu arbeiten und die flexible Zeit unter der Woche durch die langen Öffnungszeiten zu nutzen wissen, und man darf sich halt auch nicht ausnutzen lassen.
Vorgesetztenverhalten
Ich selber kann mich im Großen und Ganzen nicht beschweren, aber unser Team wurde oft ohne wahrhaftigen Grund immer hinterrücks mit unnötigen Aktionen provoziert, so dass man ganz klar das Gefühl bekommen hat, dass man trotz erfolgreicher Zahlen, nicht erwünscht ist. Und wenn man dies angesprochen hat, wurde das von dem Ranghöchsten auch nicht dementiert, sondern eher die merkwürdigen Herangehensweisen der Darunter eher gerechtfertigt.
Interessante Aufgaben
Wenn einem der Verkauf Spaß macht und man bereit ist, bei jeder Saison unzählige Kartons zu packen, kann man es interessant nennen. Aber das gehört auch zu Branche, man erfindet hier halt nicht einen neuen Antrieb fürs Auto oder so.
Gleichberechtigung
Eher schlecht, Männer werden klar bevorzugt, keine einzige Weibliche oder diverse Person unter den Führungskräften, das sagt glaub ich schon alles.
Umgang mit älteren Kollegen
Minimal verständlich, wird darauf geachtet, aufgrund der hohen Belastung, dass erst gar keine älteren Menschen eingestellt werden, höchstens als Aushilfen.
Arbeitsbedingungen
Grundsätzlich ok, wenn es dem Unternehmen mal wieder nicht gut genug läuft, dann werden schnell rapide Stunden gekürt, und da die meisten Stores recht groß sind,
Über 150qm, finde ich es traurig, das oft gerade Mädels teilweise bis zu 3 Stunden allein im Store sein mussten, (teilweise ohne Toiletten).
Gehalt/Benefits
Ich persönlich war sehr zufrieden. Wenn jemand allerdings wirklich Karriere und mehr Geld verdienen möchte und nicht nur einen Titel oder eine Position, dann kommt man hier schnell an seine Grenzen.
Image
Cooler Store, lässige Marke, die Kollektion stimmt meist zu 70%. Image ist also auf jeden Fall gut.
Karriere/Weiterbildung
Viel arbeiten, im Verhältnis wenig Geld, liegt wohl am Franchise und an der Größe und dafür dann wiederum zu wenig Ertrag.