245 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
245 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,0 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.


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245 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,0 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Konkrete Verbesserungsvorschläge habe ich tatsächlich nicht, da ich den Bewerbungsprozess insgesamt als sehr positiv erlebt habe.
Besonders hervorheben möchte ich die Kommunikation während des gesamten Prozesses. Ich wurde regelmäßig und sehr transparent auf dem Laufenden gehalten, was heutzutage leider nicht selbstverständlich ist.
Das erste Gespräch mit dem Recruiting war sehr angenehm und gut strukturiert. Ich hatte direkt das Gefühl, sehr gut abgeholt zu werden. Zur Rolle, zum Team in Hamburg und auch dazu, wie RTL arbeitet und tickt.
Auch das weitere Gespräch mit der Fachabteilung war fachlich sehr spannend und gleichzeitig sehr wertschätzend. Die Case Study war anspruchsvoll, aber fair gestellt. Positiv fand ich vor allem, dass ein klarer Rahmen zur Vorbereitung genannt wurde und gleichzeitig transparent war, dass man mit Hypothesen arbeiten darf, da nicht alle internen Details vorliegen.
Auch die Absage wurde zeitnah, freundlich und persönlich kommuniziert. Natürlich ist eine Absage nie schön, aber die Art und Weise war sehr professionell und wertschätzend.
Insgesamt ein sehr guter Bewerbungsprozess, der bei mir einen positiven Eindruck hinterlassen hat.
Bessere Vorbereitung auf das Gespräch
Warum sollten wir Dich auswählen?
Zu Beginn des Gesprächs wurde mir der geplante Ablauf vorgestellt. Als ich anmerkte, das klinge strukturiert, mal sehen ob es auch so komme, kam es erwartungsgemäß anders. Die angekündigte Struktur wurde nicht eingehalten.
Zum Gespräch war eine Kollegin eingeladen, die erst seit einem Monat im Unternehmen ist. Die Absicht war, mir einen Einblick in die tägliche Arbeit zu geben. Das ist grundsätzlich eine gute Idee. Jemand mit einem Monat Betriebszugehörigkeit kann diesen Einblick aber nicht liefern. Das Ergebnis war eine Gesprächspartnerin, die kaum etwas beitragen konnte.
Im Gespräch selbst fielen dann Fragen auf, die keinen echten Erkenntnisgewinn bringen, etwa sinngemäß "Warum RTL?" Eine solche Frage hat in einem professionellen Bewerbungsgespräch nichts zu suchen. Sie ist anfällig für vorgefertigte Antworten und liefert kaum echte Erkenntnisse. Darüber hinaus transportiert sie eine fragwürdige Erwartungshaltung: dass ich mich nicht nur für meine Arbeit, sondern für den Arbeitgeber als solchen begeistern und mit ihm identifizieren soll. Menschen arbeiten gut, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Vollständige Identifikation ist dafür keine Voraussetzung.
Mehrfach hatte ich das Gefühl, dass meine Aussagen paraphrasiert wurden, dabei aber sinnentfremdet. Worte wurden mir so zurückgegeben, dass der ursprüngliche Sinn verschoben war.
Erwähnt wurde auch, dass das gesamte Scrum-Master-Team über Einstellungen entscheidet. Das mag partizipativ klingen, birgt aber ein bekanntes Risiko: Teams neigen dazu, Ähnlichkeit zu bevorzugen und verbauen sich damit genau die Dynamik, die sie eigentlich stärker machen würde.
Für ein zweites Gespräch wurde angekündigt, dass Bewerber eine Aufgabe erhalten, anhand derer die Herangehensweise bewertet werden soll. Bei einem erfahrenen Profil mit vorliegenden Arbeitszeugnissen und Nachweisen sprechen diese für sich. Eine zusätzliche Testaufgabe signalisiert, dass die eingereichten Unterlagen nicht ernst genommen werden. Bei einem Senior-Profil ist das schlicht unangemessen.
Vorab wurde ich auf Gehaltserwartungen und fehlende Pendelkostenübernahme hingewiesen. Das ist legitim. Am Ende des Gesprächs wurde ich dann aufgefordert, eine neue Gehaltszahl zu nennen. Als ich das ablehnte und erklärte, dass ich das der Gegenseite überlasse, kam die Erklärung, dass das Gehalt ohnehin intern über ein System ermittelt wird und erst mit einem konkreten Angebot kommuniziert werden kann. Wenn das so ist, war die Aufforderung, eine neue Zahl zu nennen, überflüssig. Wer ein Angebot machen will, macht es. Einen Bewerber dazu zu bringen, gegen sich selbst zu verhandeln, ist unprofessionell.
Insgesamt wirkte das Gespräch wenig vorbereitet. Die Beteiligung eines Personalbereichs kann hier einen Unterschied machen: HR sorgt für Struktur, verbindliche Standards und einen fairen Ablauf. Fehlt diese Beteiligung, liegt alles beim Fachbereich, und das merkt man. Für Bewerber, die professionelle Gesprächsführung erwarten, kann das frustrierend sein.
Eine Antwort auf diese Bewertung ist nicht nötig. Die üblichen Floskeln kann sich das Gegenüber gerne ersparen; sich selbst und mir.
Kontext: Ich war von 08/23 - 07/25 befristet als Elternzeitvertretung im Team bei der Super RTL Fernsehen GmbH angestellt und war sehr zufrieden.
Nach meinem Weggang sind im Team zwei befristete Stellen (Data Analyst & Data Engineer) freigeworden. Darunter meine alte Stelle als erneute Elternzeitvertretung. Mit Unterstützung der Führungskraft habe ich mich am 6.10. erneut beworben.
Das Gespräch war am 22.10. und nach ca. einer Woche bekam ich eine mündliche Zusage, auf die ich mich verlassen habe.
Dann fingen die Probleme an. Irgendwann in dieser Zeit ist der HR aufgefallen, dass eine weitere (Ketten-)Befristung nicht so ohne Weiteres möglich ist. Warum das nicht in den ersten zwei Wochen zwischen initialer Bewerbung und meinem Bewerbungsgespräch aufgekommen ist, ist mir unbekannt.
Die Konzernbürokratie hat mehrere Wochen nach Lösungen gesucht, mich anzustellen und sich gleichzeitig gegenüber einer befürchteten Klage auf Entfristung von mir abzusichern. Ich war bereit schriftlich auf jegliche Ansprüche zu verzichten - die Befristung war sowohl beim ersten Mal und auch beim zweiten Mal klar kommuniziert.
Gleichzeitig wurde mir aber jederzeit kommuniziert, dass es nur eine technische Formalität ist und der Start am 1.1. nie in Frage steht.
Am 20.11., also knapp 5 Wochen nach Gespräch wurde mir dann aus heiterem Himmel abgesagt mit der Begründung, beide Stellen werden doch nicht besetzt. Sinngemäß pfeift RTL aus dem letzten Loch und muss dieses Jahr noch Mitarbeiter entlassen.
Für mich natürlich der Supergau, da ich mich auf die sehr klare Zusage verlassen hatte und jetzt den Bewerbungsprozess (mit Schwerbehindertenstatus) neu starten muss.
Der Umgang mit der Befristung, das Fehlen jeglicher proaktiver Kommunikation, die Dauer des "Prozesses" nach der mündlichen Zusage und dann die Absage aus heiterem Himmel sind eine Katastrophe.
Als zusätzlichen Kontext wurde die sehr gute Super RTL HR vor einiger Zeit im RTL Konzern ausgetauscht und der Umgang seitens der HR intern und extern haben seitdem stark gelitten.
keine Verbesserungsvorschläge!
Das zweite Bewerbungsgespräch war in meinen Augen unnötig. Es diente dazu die "Bereichs"leiterin kennenzulernen, allerdings hat man mit dieser im Alltag nichts zu tun. Arbeite nun seit 5 Monaten und habe sie noch nie in Person gesehen. Dieses zweite Interview würde ich aus dem Prozess streichen.
Dazu hat der gesamte Prozess relativ lange gedauert. Anfang September beworben und mitte Oktober kam die Zusage unter Vorbehalt und ende Oktober die Zusage ohne Vorbehalt. 2 Monate für den Prozess finde ich persönlich zu lange.
Keine Lücken im Lebenslauf, 6 Jahre Berufserfahrung, Unsicherheit und Unzufriedenheit, mit dem Führungsstil und der Personalabteilung beim alten Arbeitgeber, waren Gründe für den Wechsel.
Die Reaktionsgeschwindigkeit war lobenswert – eine Absage innerhalb einer Woche ist keinesfalls selbstverständlich. Leider wirkt der Prozess insgesamt recht automatisiert und unpersönlich. Eine Absage am Sonntag verstärkt diesen Eindruck zusätzlich. Es wäre wünschenswert, dass Kandidat:innen zumindest ein kurzes, individuelles Feedback erhalten – besonders dann, wenn sie sich die Mühe machen, ein gezieltes Anschreiben zu verfassen. Mehr Transparenz im Auswahlprozess könnte helfen, das Arbeitgeberbild zu stärken.
So verdient kununu Geld.