1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
Ihr Unternehmen?
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Leider gibt es kaum Positives zu erwähnen. Der Arbeitgeber vereint so ziemlich alles, was einen schlechten Arbeitgeber ausmacht, fehlende Wertschätzung, schlechte Bezahlung, mangelnde Förderung und hohe Fluktuation. Einziger Lichtblick ist die Produktionshalle, die neu gebaut wurde und ordentlich sowie modern wirkt. Doch eine schöne Halle allein macht noch keinen guten Arbeitgeber.
So ziemlich alles von der Führung bis zum Management.
Die abgehobene Haltung schafft zwei völlig getrennte Welten, oben die Führungsebene, unten die Mitarbeiter die als bloßes „Fußvolk“ angesehen werden.
Das zeigt sich schon im Alltag selbst ein einfaches Grüßen bleibt oft aus, weil man sich offenbar für etwas Besseres hält. Diese Arroganz wird den Mitarbeitern jeden Tag aufs Neue spürbar gemacht.
Das Management wirkt abgehoben und weit entfernt von der Realität der Mitarbeiter.
Durch ihr deutlich höheres Gehalt können sie schlicht nicht nachvollziehen, wie viele Mitarbeiter von Monat zu Monat kämpfen müssen. Wertschätzung existiert nicht – keine Boni, keine Gutscheine, keine zusätzlichen Leistungen. Gute Arbeit wird nicht belohnt, was langfristig die Motivation zerstört.
Es wäre dringend notwendig, sich um die Motivation der Mitarbeiter zu kümmern, denn die Unzufriedenheit ist enorm. Spricht man mit den Kollegen, stellt sich schnell heraus, dass ein Großteil bereits nach Alternativen sucht. Wenn das Unternehmen nicht zeitnah gegensteuert, wird die ohnehin hohe Fluktuation weiter explodieren.
Die Firma hat viel Potenzial, doch die hohe Fluktuation, Tendenz steigend, spricht für sich. Das Management agiert arrogant und blind für die Folgen. Wertschätzung fehlt, die Bezahlung ist schlecht, und Boni gibt es nicht außer mittwochs ein paar Äpfel und Bananen. Besonders bedenklich, die obere Etage äußert sich abwertend über das Personal, in der Annahme, dass es niemand mitbekommt.
Das Image der Firma ist sehr schlecht, sowohl intern als auch extern. Die meisten Mitarbeiter können sich nicht mit dem Unternehmen identifizieren, was sich auch bei den Auszubildenden zeigt. Immer wieder hört man, wie es Azubis in anderen Betrieben deutlich besser haben sei es in Bezug auf Bezahlung, Arbeitsklima oder Wertschätzung.
Auch hier ist der eine Stern zu viel.
Urlaub wird auch kurzfristig genehmigt, was positiv ist. Doch sobald man krank ist oder wegen eines kranken Kindes ausfällt, bekommt man die kalte Schulter gezeigt. Fehlzeiten werden nicht nur kritisch beäugt, sondern auch das Privatleben kommentiert. Besonders fragwürdig ist, dass Misserfolge regelmäßig auf den hohen Krankenstand geschoben werden, anstatt die eigentlichen Probleme anzugehen.
Weiterbildung wird hier kaum gefördert. Schulungen gelten entweder als zu teuer oder als unnötig, weil das Management glaubt, ohnehin alles besser zu wissen. Nur ausgewählte Mitarbeiter bekommen Chancen zur Weiterentwicklung, während der Rest auf der Strecke bleibt. Wer hier Karriere machen will, ist definitiv am falschen Platz.
Das Gehalt und die Sozialleistungen sind unter jedem Niveau. Die Bezahlung liegt weit unter dem Durchschnitt, und wenn man hört, was Kollegen in der Produktion verdienen, kann man nur Mitleid empfinden. Es ist erstaunlich, dass für diese Arbeit überhaupt noch Mitarbeiter gefunden werden. Zusätzliche Leistungen oder echte Anerkennung gibt es nicht.
Selbst der eine Stern ist zu viel.
Das Umwelt- und Sozialbewusstsein ist durchschnittlich. Es gibt einige Bemühungen, aber vieles wirkt eher wie Pflichtprogramm als echtes Engagement. Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung könnten deutlich aktiver gelebt werden.
Trotz der schwierigen Umstände bin ich überrascht, wie gut der Zusammenhalt unter den Kollegen ist. Man unterstützt sich gegenseitig so gut es geht, auch wenn der hohe Druck und die ständigen Veränderungen es nicht leicht machen. Ohne diesen Zusammenhalt wäre die Situation kaum auszuhalten.
Ältere Mitarbeiter erfahren Wertschätzung nur von ihren Kollegen, nicht aber vom Management. Ihre Erfahrung wird ignoriert, und statt auf ihr Wissen zu setzen, werden sie oft übergangen. Langjährige Betriebszugehörigkeit scheint keinen besonderen Stellenwert zu haben.
Das Auftreten des Managements vermittelt den Eindruck, dass die Mitarbeiter weniger schlau seien. Statt auf Augenhöhe zu kommunizieren, werden sie intellektuell unterschätzt und nicht ernst genommen. Konstruktive Kritik oder Ideen prallen ab, während Fehler gnadenlos nach unten weitergereicht werden. Wertschätzung und echtes Führungsverhalten sind nicht erkennbar.
Die Arbeitsbedingungen sind in Bezug auf die Umgebung durchaus positiv.
Die Halle ist neu, wird in Ordnung gehalten und ist sehr sauber.
Allerdings kann eine gute Infrastruktur nicht über die anderen bestehenden Probleme im Unternehmen hinwegtrösten.
Kommunikation ist intransparent und manipulativ.
Zahlen werden so dargestellt, als hätte man es gerade noch geschafft, während Fehlinvestitionen vertuscht werden. Verantwortung übernimmt dafür niemand, und echtes Feedback von Mitarbeitern wird ignoriert.
Gleichberechtigung existiert hier nur auf dem Papier.
Bestimmte Mitarbeiter werden klar bevorzugt, während andere systematisch unterschätzt oder übergangen werden. Entscheidungen basieren oft auf Sympathie statt auf Leistung, und wer nicht ins Bild passt, hat es schwer. Chancengleichheit sieht anders aus.
Die Aufgaben könnten durchaus interessant sein, doch den Mitarbeitern wird kaum Verantwortung überlassen. Statt Vertrauen gibt es Kontrolle, weil man ihnen scheinbar nicht zutraut, eigenständig Lösungen zu finden. Meinungsfreiheit und Eigeninitiative werden ausgebremst, wodurch Motivation und Entwicklungsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind.