Exploition und Verstoß gegen Vereinbarungen, Bewertung erfolgt aus der Perspektive und Erfahrung als Reinigungskraft
Gut am Arbeitgeber finde ich
Paddelt gemächlich in die Zukunft mit eigenen modernen Methoden und Visionen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Strategie trifft auf Gefühl, nur leider hat das Gefühl spontan gekündigt.
Das Konzept? Wirkt wie von einem KI-Guru mit Finanzcoach-Zertifikat kopiert, glatt, kalkuliert und erstaunlich empathiefrei.
Aber hey, wer braucht schon Substanz, wenn man gute PowerPoint-Folien hat?“
Verbesserungsvorschläge
Darum kann der Arbeitgeber selbst reflektieren und in sich gehen, Omnipotenz lässt grüßen.
Arbeitsatmosphäre
Da ich größtenteils alleine gearbeitet habe – ab und zu mit dem Hausmeister oder einer anderen Reinigungskraft – war die Stimmung eher entspannt und gelassen. Kein Drama, kein Theater.
Mein Tipp: Lasst euch die Grund- und Fensterreinigung wie bei echten Profis extra bezahlen – und vor allem schriftlich bestätigen!
Denn diese Firma sieht Reinigung leider eher als niedere Tätigkeit an – dabei ist Sauberkeit ja bekanntlich König.
Image
Nach außen glänzt die Firma wie eine frisch geputzte Fassade innen sieht’s eher aus wie im Keller nach ’ner Party.
Das Ziel? Die Million und der Rest der Belegschaft ist nur Werkzeug und Statisten im großen Spiel.
Kein Wunder, dass jetzt eine gerichtliche Klage wegen Nichteinhaltung des Mindestlohngesetzes ansteht.
Mal schauen, ob die Million dann noch so glänzt, wenn der Staub sich gelegt hat!
Vorgesetztenverhalten
Ich hatte den Eindruck, dass man sich hier nicht allzu sehr um Absprachen schert, Vereinbarungen werden eher als unverbindliche Vorschläge behandelt.
Die Kontrollen liefen nach dem Motto „Top-Down-Management“ – also: Chef schaut zu, Mitarbeiter zittern.
Und dann der Knaller: Nach einer Woche Grundreinigung bei gleichem Stundenlohn penibel auf jeden noch so kleinen Fehler hinzuweisen, um die Arbeitskraft maximal auszupressen.
Da fühlt man sich eher wie ein gut geöltes Ausbeutungsgetriebe als als geschätzter Mitarbeiter.
Arbeitsbedingungen
Das Nötigste wurde gestellt, für alles andere musste ich quasi mit dem Hut in der Hand betteln, obwohl es anders vereinbart war.
Sparen an PSA scheint hier olympische Disziplin zu sein: Solange es nicht die eigenen Hände sind, ist das Thema offenbar völlig egal. „Juckt uns nicht, Hauptsache die anderen schützen sich!“
Manchmal hatte ich das Gefühl, ich arbeite in einem Sparprogramm mit dem Motto: Schutz? Braucht man nicht, gibt’s nicht, kostet nur.
Kommunikation
Die Kommunikation war so unzuverlässig und unnatürlich erzwungen, als hätte ich die Ehre, mit einer Präsidentin höchstpersönlich zu sprechen, nur ohne den Charme und die Schlagfertigkeit.
Manchmal dachte ich, ich müsste mich verbeugen, bevor überhaupt ein Wort kam.
Gehalt/Benefits
Mindestlohn? Pustekuchen!
Das Argument: „Du hast den Beruf ja nicht gelernt, also ist das hier deine große Chance.“
Klingt fast, als ob man fürs Nicht-Können bezahlt wird oder besser gesagt: gerade so viel, dass man weiterüben darf.
Wer braucht schon Mindestlohn, wenn man Hoffnung und ein bisschen Taschengeld haben kann?
Gleichberechtigung
Von der vorherigen Reinigungskraft habe ich erfahren: Der Druck, in immer kürzerer Zeit die gleiche Leistung zu bringen, war Dauerzustand, ohne auch nur einen Funken Verständnis.
Eingewiesen wurde sie so herzlich wie ein Kühlschrank im Hochsommer, herablassend betrachtet und am Ende gekränkt von der verantwortlichen Person.
Zu Anfang war ich zufrieden, bis die Verantwortung quasi „weitergereicht“ wurde, als wäre das hier eine Reinigungsfirma mit Handtuchwechsel, nur eben ohne entsprechenden Ausgleich.
Kurz gesagt: Von Wertschätzung war schnell nichts mehr zu spüren, eher ein Staffellauf, bei dem jeder die Verantwortung so schnell wie möglich weitergibt.
Interessante Aufgaben
Gleiche Routine Reinigungsarbeiten, wobei es weder Wertschätzung noch anderes gab. Wasser war verfügbar