Ihr Unternehmen?

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Salamander 
Industrie-Produkte 
GmbH
Bewertung

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War mal gut

3,3
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Salamander Industrie-Produkte GmbH in Türkheim gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Wie gesagt. Es war mal gut. Vor einem Jahr, hätte ich jedem empfohlen hier anzufangen. Mittlerweile seh ich das anders.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Vieles ist schon beschrieben. Ich habe lange gekämpft mit den Veränderungen. Mittlerweile ist das alles nicht mehr tragbar. Ich würde jedem davon abraten hier anzufangen. Wertschätzung und Gehör mit eigener Expertise wird man hier nicht finden. Und den Stress den man dafür ertragen muss, ist es das nicht wert.

Verbesserungsvorschläge

An sich habe ich schon viel geschrieben, was man in verschiedenen Bereichen besser machen könnte.
Deswegen hier nochmal ein wesentlicher Verbesserungsvorschlag und Fazit:

Die Macher-Mentalität (in Bezug auf die KI-Strategie) finde ich in gewisser Weise gut. Die ist als Unternehmer auch notwendig. Dennoch würde ich mir wünschen etwas mehr Vertrauen in die Erfahrung und Bedenken seiner Angestellten zu haben. Der Grat ist schmal, aber dennoch machbar in meinen Augen. Technische und kognitive Schulden wachsen aktuell unkontrolliert und es ist soweit ich das beobachten kann, nur wenigen richtig bewusst. Vielleicht liege ich auch falsch und dieses Chaos ist notwendig, bedenkenlos und Teil der Transformation. Aus meiner Sicht sind die ganzen Veränderungen dennoch sehr belastend und es fällt mir schwer damit umzugehen.

Ich verstehe den Pragmatismus in gewisser Weise und dass man sich dieses neue Werkzeug so schnell wie möglich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu Nutze machen möchte.
Ich sehe dennoch wesentlich mehr Potenzial in der Art und Weise wie man dieses Tool nutzen kann, um die Transformation des Unternehmens auf lange Sicht positiv zu beeinflussen.
Eventuell müssen hier auch einfach mal unternehmensweit alle Mitarbeiter vernünftig geschult werden. Die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit hat mir gezeigt, dass teils massive Defizite mit alltäglichen technischen Tools bei Nutzern vorliegen. Allein hier liegt neben KI ein großer Hebel um jeden einzelnen produktiver zu machen. Wobei man auch hier hervorheben muss, dass man im Berufsleben ein gewisses Maß an Selbstständigkeit und Eigeninteresse mitbringen sollte, welche ich bei manchen Leuten leider gar nicht sehe.

EDIT
Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass die Transformation rücksichtslos vorangetrieben wird.

Arbeitsatmosphäre

Seit Anfang 2026 ist die Stimmung sehr schlecht. Umstrukturierungen innerhalb des Teams, aufgrund von KI, bei denen Teammitglieder vereinzelt (ohne zu rechtfertigende Grundlage) rausgerissen und in andere Abteilungen gesetzt werden.

Erwartungshaltung anderer Abteilungen ist enorm, weil KI machts ja möglich. Selbige Abteilungen scheitern teilweise schon an einer selbstständigen Google/KI-Suche bei trivialsten Problemen.

"Frag Claude / KI machts schon" - Mentalität könnte dem Unternehmen irgendwann massiv auf die Füße fallen. Kritik daran ist nicht erwünscht bzw. wird hingenommen, aber geändert wird nichts. Extrem kompetente Leute und deren Meinung werden nicht gehört.
Zusätzlich gibt man fachfremden Leuten KI-Tools in die Hand, die sie offensichtlich kaum bedienen können, da sie wenig Bereitschaft zeigen, sich mit diesen in der Tiefe auseinanderzusetzen.
Im Prinzip geht hier alles den Bach unter, nur alle schauen weg.

Kommunikation

Entscheidungen nicht nachvollziehbar. Informationen erreichen einen auf Umwegen. Fachliches Wissen zu äußern, ist nicht erwünscht.

Kollegenzusammenhalt

Mein Team ist noch der einzige Grund warum ich hier arbeite. Sehr kollegial und unterstützend. Man ist auf einer Wellenlänge und Herausforderungen werden zusammen bewältigt. Trotz aller Schwierigkeiten, stimmt mich dieses Team jedes mal aufs Neue positiv. Wobei auch hier die Differenzen zunehmen.

Work-Life-Balance

Gut finde ich: geregelte Arbeitszeiten, definierte Kernarbeitszeiten, Überstunden sind eine Ausnahme.

Schlecht finde ich: die Home Office Regelung ist nicht mehr zeitgemäß. 1 Tag pro Woche ist faktisch unter m Schnitt (1,6 Tage). Seit neuestem muss der Home Office Tag auch eine Woche vorher beantragt werden (außer bei akuten Ausnahmen). Eltern bekommen 2 Tage pro Woche (was denk ich in Ordnung ist, wollte es nur anmerken).
Ich wünsche mir hier ein Umdenken. Kooperatives Miteinander funktioniert auch im Home Office (hierzu hab ich aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis mehr als genügend positive Erfahrungsberichte). Niemand redet von dem Wunsch 4 oder 5 Tage die Woche zuhause sein zu wollen (auch wenn ich nicht selten von 3 Tagen oder mehr höre). Ich komme gerne in die Arbeit. Persönliche soziale Kontakte sind wichtig. Aber 2 Tage sollten meines Erachtens normal und ohne Vorurteile sein.

Vorgesetztenverhalten

Weitestgehend professionell, persönlich und empathisch. Persönliche Anliegen werden zeitnah behandelt. Im Großen und Ganzen menschlich.
Einzig die beschriebene Arbeitsatmosphäre bzw. konstruktive Kritik, wie es besser geht, scheint nicht zu interessieren, weswegen hier Abzüge zu machen sind. Führungskräfte haben eine rosarote Brille bezüglich der KI-Entwicklung auf.

Interessante Aufgaben

Exponentiell steigende Anzahl an Projekten. Mal interessantere, mal weniger. Teilweise fehlen Anforderungen. Prozesse sind den Menschen unklar, die in diesen Prozessen eigentlich arbeiten sollen. Teilweise ist die technische Umsetzung aufgrund von Altlasten mit unnötig hohen Hürden verbunden. Das macht das ganze manchmal sehr frustrierend. Gehört halt zum Berufs-Alltag. Der Stress aufgrund der Masse an Aufgaben wird noch vielen gesundheitlich zum Verhängnis.

Gleichberechtigung

Schwer unternehmensweit zu beurteilen, aber was ich so sehe, denke ich, wird jeder hier gleichermaßen respektiert und behandelt.

Umgang mit älteren Kollegen

Hier wie bei Gleichberechtigung. Respekt vorhanden. Meines Wissens nach ist Alters-Teilzeit möglich.

Arbeitsbedingungen

In Arbeitsatmosphäre denk ich schon zum Teil beschrieben.
Ansonsten werden vernünftige Arbeitsmittel bereitgestellt.
Höhenverstellbarer Schreibtisch, ergonomische Stühle, mehrere Bildschirme, anständige Hardware, anständige Kopfhörer.

Bürogebäude und Toiletten werden saniert, was an sich sehr positiv hervorzuheben ist.

In Zukunft kommen überall Großraumbüros. Sehe ich als reiz-empfindliche Person sehr negativ. Dies wird langfristig einen massiven Stress-Faktor darstellen, der sich nicht positiv auf meine Produktivität und Gesundheit auswirken wird. Ständig Noise-Cancelling-Kopfhörer tragen zu müssen, ist langfristig (lt. Wissenschaft) nicht zu empfehlen. Die visuellen Reize, die sich durch solch ein Großraumbüro mit vielen Menschen ergeben, werden dadurch natürlich nicht weniger. Und im Sinne der Krankheitsprävention zu kälteren Jahreszeiten, seh ich hier schwarz aufgrund von Potenzial für massive Infektionsherde. Subjektive Bedenken, bei der die Zeit zeigen wird, wie es wirklich ist.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

recycelte Produkte, Solaranlagen, Wasser-Kraftwerk, Ladesäulen für Firmenwagen. In die Nachhaltigkeit des Standorts wird definitiv investiert.

Wie bereits angesprochen, wären Ladesäulen für alle Mitarbeiter interessant (neutral bewertet Stand jetzt).

Der jährliche Spendenlauf, lässt sich denk ich dem Sozialbewusstsein positiv anrechnen.
Auch Menschen mit Behinderung werden in den Arbeitsalltag integriert, was denk ich auch dieser Kategorie positiv anzurechnen ist.

Gehalt/Benefits

Angesichts des massiven Stress, dem man mittlerweile täglich ausgesetzt ist, ist das Gehalt entgegen der ursprünglichen Bewertung nicht mehr als fair einzuordnen.

Zu den Benefits: hier kann man sich nicht beklagen. Wellpass, Bike-Leasing, Gutscheinkarte u. v. m. Gerade in den letzten Jahren entwickelt man sich hier weiter.

Was den Arbeitgeber langfristig nochmal wesentlich attraktiver machen würde, wären Ladesäulen für Mitarbeiter. Hier gibt es wohl Pläne, allerdings noch schwer zu beurteilen. Stand jetzt neutral zu bewerten. Langfristig könnte sich das bei Fehlen zu einem Kritikpunkt entwickeln.

Image

Lange fort bestehendes Familienunternehmen, welches mit Nachhaltigkeit überzeugt. Außerdem gibt es Spendenläufe zur Unterstützung eines Hospiz. Alles in allem top.

Karriere/Weiterbildung

Aufgrund flacher Hierarchien sehe ich jetzt hier keine Karriere-Möglichkeit oder Aufstiegsmöglichkeiten. Ist irgendwo ein fehlender Anreiz, da somit auch keine Gehalts-Entwicklungsmöglichkeiten ersichtlich sind. Hier könnte man die Mitarbeiter durchaus besser motivieren langfristig.

Weiterbildungs-Maßnahmen habe ich bisher keine gehabt. Hier ist auch keine Zeit für vorhanden, würde ich behaupten. Entsprechend muss man hier privat Zeit investieren. Schwierig.
Langfristig entwickelt sich aufgrund dieser Bedingungen ein teilweiser persönlicher Stillstand. Schwierig.

Generell schwierig zu beurteilen, da dies vermutlich aus Arbeitgeber-Sicht auch nicht trivial zu lösen ist.
Eventuell muss hier mit den Führungskräften zusammen eine Lösung entstehen, bei der auch Ziele besprochen werden, die sich bei Erreichen positiv auf den Arbeitnehmer auswirken.

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Arbeitgeber-Kommentar

Markus Lichtenstern, Recruiter
Markus LichtensternRecruiter

Danke für dein ehrliches Feedback. Schön, dass das Team so stark zusammenhält. Deine Bedenken zum KI-Tempo und den Großraumbüros nehmen wir absolut ernst. Die Erfahrung unserer Leute ist unser wertvollstes Gut und darf bei dem Umbruch nicht untergehen. Deinen Input zu besseren Tools und Schulungen finden wir super. Lass uns dazu gern mal direkt austauschen. Beste Grüße

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