Versprochene Familienfreundlichkeit leider nicht gelebte Realität!
Verbesserungsvorschläge
Ich wurde in dem Unternehmen eingestellt, obwohl von Anfang an bekannt war, dass ich Kinder habe und in Teilzeit arbeiten möchte. Die Stelle war auch explizit in Teilzeit ausgeschrieben. Im Bewerbungsprozess wurde sogar betont, dass man gezielt Mütter in Teilzeit sucht und Wert auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf legt.
Umso enttäuschender war es, dass mir bereits nach vier Wochen in der Probezeit gekündigt wurde – mit der Begründung, man habe Sorge, dass ich das Arbeitspensum in 20 Stunden nicht schaffen könne. Für mich steht diese Entscheidung im Widerspruch zu dem, was im Bewerbungsprozess vermittelt wurde.
Während meiner kurzen Zeit dort habe ich die Arbeitsabläufe als eher unstrukturiert empfunden. Das Unternehmen befindet sich zwar noch im Wachstum, aber in dieser Phase wäre meiner Meinung nach eine klare Organisation und verlässliche Kommunikation besonders wichtig. Ich hatte den Eindruck, dass es an Planung und Verantwortungsbewusstsein mangelt – gerade im Umgang mit Beschäftigten, die auf eine verlässliche Arbeitsumgebung angewiesen sind.
Für Eltern, insbesondere Mütter, ist eine solche Situation sehr belastend. Man richtet den gesamten Alltag neu aus, organisiert Betreuung und Familie, nur um kurz darauf wieder ohne Job dazustehen. Ich wünsche mir, dass sich das Unternehmen künftig bewusster damit auseinandersetzt, was es bedeutet, wenn man Stellen mit dem Versprechen von Familienfreundlichkeit ausschreibt.
Die Idee, auch Müttern eine Chance in Teilzeit zu geben, ist grundsätzlich positiv. In der Umsetzung fehlt aber Struktur, Verlässlichkeit und echtes Verantwortungsbewusstsein.