Es gibt ein Leben nach Möbel Boss
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das einzig wirklich Positive, das ich hervorheben kann, ist die pünktliche Zahlung des Gehalts. Ansonsten sehe ich derzeit nur sehr wenige Punkte, die ich als positiv oder besonders erwähnenswert bezeichnen würde.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Was ich an meinem Arbeitgeber besonders schlecht finde, ist die allgemeine Entwicklung der vergangenen Jahre. Aus meiner Sicht hat sich vieles zunehmend ins Negative entwickelt. Arbeitsatmosphäre, Kommunikation, Führung, Gleichberechtigung, Vergütung und Wertschätzung haben sich verschlechtert. Vieles von dem, wofür das Unternehmen früher einmal stand, ist aus meiner Sicht verloren gegangen.
Das größte Problem ist daher nicht ein einzelner Punkt, sondern die Summe der Entwicklungen. Aus meiner Sicht müsste das Unternehmen grundlegend umdenken und an vielen Stellen einen echten Neustart wagen.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht müsste bei Möbel Boss vieles grundlegend überdacht und einmal komplett umgekrempelt werden. Angefangen bei der Führung und Kommunikation über die Gleichbehandlung und den Kollegenzusammenhalt bis hin zu den Arbeitsbedingungen, Aufgaben und der Vergütung. Es braucht aus meiner Sicht einen deutlichen Neustart, damit wieder ein Arbeitsumfeld entsteht, in dem Mitarbeitende gerne arbeiten, sich wertgeschätzt fühlen und sich mit dem Unternehmen identifizieren können.
Arbeitsatmosphäre
Die derzeitige Arbeitsatmosphäre empfinde ich als äußerst belastend. Der Umgang unter den Kolleginnen und Kollegen ist teilweise von Misstrauen und gegenseitiger Kritik geprägt. Häufig entsteht der Eindruck, dass über andere gesprochen oder gelästert wird, sobald diese den Raum verlassen. Statt eines kollegialen Miteinanders scheint oftmals jeder vor allem auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein.
Insgesamt fehlt es aus meiner Sicht deutlich an gegenseitigem Respekt, Offenheit und Zusammenhalt. Leider entsteht dadurch zunehmend das Gefühl: „Früher war alles besser.“ Eine Verbesserung der Kommunikation und des kollegialen Miteinanders wäre dringend wünschenswert.
Image
Der Name Möbel Boss stand früher einmal für Kompetenz, gute Beratung und Qualität. Leider ist diese Zeit aus meiner Sicht schon lange vorbei. Heute vermisse ich genau diese Werte im täglichen Arbeitsalltag und auch im Umgang mit den Kunden. Der frühere Anspruch und die damit verbundene Identifikation mit dem Unternehmen sind aus meiner Sicht weitgehend verloren gegangen.
Work-Life-Balance
Das Thema Work-Life-Balance wird zwar häufig angesprochen, ist aus meiner Sicht im Arbeitsalltag jedoch nicht wirklich gegeben. Trotz einer regulären 5-Tage-Woche erstreckt sich die Arbeitswoche teilweise bis in den Samstag. Hinzu kommt, dass bei der Arbeits- und Einsatzplanung persönliche Befindlichkeiten einzelner Kolleginnen und Kollegen teilweise stärker berücksichtigt werden, während andere – beispielsweise aufgrund ihrer familiären Situation und weil sie Kinder haben – weniger berücksichtigt werden. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht, das aus meiner Sicht nicht mit einer ausgewogenen Work-Life-Balance vereinbar ist.
Karriere/Weiterbildung
Möbel Boss Campus ist eine Möglichkeit
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung empfinde ich als völlig unzureichend und in keiner Weise angemessen. Teilweise liegt das Gehalt nur wenige Cent über dem gesetzlichen Mindestlohn. Die weiteren Leistungen und Vergütungsbestandteile empfinde ich ebenfalls als nicht angemessen.
Besonders problematisch ist aus meiner Sicht die fehlende Gleichbehandlung bei der Vergütung. Mitarbeitende verdienen trotz gleicher Position und vergleichbarer Tätigkeit teilweise unterschiedlich – sowohl innerhalb derselben Filiale als auch im Vergleich zu anderen Filialen. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Leistung, Verantwortung und Betriebszugehörigkeit bei der Vergütung nicht nach nachvollziehbaren und einheitlichen Maßstäben berücksichtigt werden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nicht vorhanden
Kollegenzusammenhalt
Ein echter Kollegenzusammenhalt ist aus meiner Sicht kaum gegeben. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass jeder in erster Linie auf den eigenen Vorteil bedacht ist und sich selbst der Nächste ist. Dadurch fehlt es an gegenseitiger Unterstützung und einem gemeinsamen Miteinander im Arbeitsalltag.
Umgang mit älteren Kollegen
Da viele der älteren Kolleginnen und Kollegen mittlerweile im Ruhestand sind, besteht das Team überwiegend aus langjährig Beschäftigten. Bei einigen dieser Kolleginnen und Kollegen entsteht leider der Eindruck, dass sie den Markt aufgrund ihrer langen Betriebszugehörigkeit als eine Art persönlichen Besitz betrachten und sich entsprechend viel herausnehmen. Dadurch wird es für neue bzw. jüngere Mitarbeitende aus meiner Sicht schwierig, sich gleichberechtigt einzubringen und Veränderungen oder neue Ideen durchzusetzen.
Vorgesetztenverhalten
Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten innerhalb der Führungsebene wirken auf mich teilweise nicht klar verteilt. Die Marktleitung vermittelt stellenweise den Eindruck, eher auf dem Papier vorhanden zu sein, während die Stellvertretung sehr stark in Entscheidungen und Abläufe eingreift. Beim Gebietsverkaufsleiter entsteht wiederum der Eindruck, dass die eigene Position und Autorität besonders stark herausgestellt werden müssen. Insgesamt fehlt mir hier eine klare, souveräne und auf Augenhöhe ausgerichtete Führung.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen entsprechen aus meiner Sicht weitgehend den üblichen Bedingungen im Einzelhandel bzw. in der Möbelbranche. Besondere Verbesserungen oder herausragende Rahmenbedingungen kann ich im Vergleich zu anderen Unternehmen der Branche jedoch nicht feststellen.
Kommunikation
Auch die Führungsebene vermittelt für mich teilweise den Eindruck, dass die eigene Stellung und Position innerhalb des Unternehmens stärker im Vordergrund steht als die gemeinsame Lösung von Problemen und die Interessen des Teams.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wird aus meiner Sicht im Arbeitsalltag nicht konsequent gelebt. Aufgaben, Arbeitszeiten und persönliche Wünsche werden teilweise unterschiedlich behandelt, wodurch der Eindruck entsteht, dass nicht für alle Mitarbeitenden die gleichen Maßstäbe gelten. Dies führt zu Unzufriedenheit und verstärkt das Gefühl, dass manche Kolleginnen und Kollegen bevorzugt behandelt werden.
Interessante Aufgaben
Die Aufgabenverteilung empfinde ich als wenig klar und teilweise unstrukturiert. Grundsätzlich muss jeder alles machen bzw. sollte in der Lage sein, sämtliche anfallenden Aufgaben zu übernehmen. Dadurch fehlt es aus meiner Sicht an klaren Zuständigkeiten und Spezialisierungen.
Zudem empfinde ich die Tätigkeiten insgesamt als wenig abwechslungsreich bzw. wenig interessant. Die Aufgaben reichen vom Möbelaufbau über die Bearbeitung von Reklamationen und die Sicherstellung der Kundenzufriedenheit bis hin zum Anbieten von Finanzierungen und dem Verkauf von Garantieverlängerungen. Eine fachliche oder persönliche Weiterentwicklung ist dadurch aus meiner Sicht nur eingeschränkt erkennbar. Vieles wirkt eher wie ein „Mädchen für alles“ als wie eine klar definierte und wertgeschätzte Tätigkeit.

