Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

Schilling 
Omnibusverkehr 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Öffentlicher Betrieb mit privaten Standards auf Kosten der Beschäftigten

1,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion bei Schilling Omnibusverkehr GmbH in Hürth gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Gehalt ist übertariflich geregelt und pünktlich. Die Vorgesetzten treten überwiegend höflich und respektvoll auf und versuchen, auf Augenhöhe zu kommunizieren. Der Fahrdienst an sich ist klar definiert, wer gern Bus fährt, weiß, woran er ist. In einzelnen Bereichen sind erste Ansätze zur Verbesserung der Pausensituation erkennbar.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Mangelnde Planbarkeit des Arbeitsalltags durch kurzfristige und unklare Dienstpläne. Starke Grüppchenbildung und Flurfunk statt offener Kommunikation. Ungleichbehandlung bei Diensten und Schichten ohne transparente Begründung. Schlechter Umgang mit Hinweisen zu Fahrzeugmängeln und geringe Motivation in der Bereitschaft. Teilweise schlechte Arbeitsbedingungen in den Fahrzeugen. Kaum echte Entwicklungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten. Außenwirkung des Unternehmens passt nicht zur gelebten Realität im Arbeitsalltag.
Als hundertprozentige Tochter der KVB AG sollte man sich stärker an deren Standards orientieren. Aktuell sind die Arbeitsbedingungen dort aus Fahrersicht deutlich attraktiver, weshalb eine direkte Bewerbung bei der KVB AG für Interessierte die bessere Option sein kann.

Verbesserungsvorschläge

Mehr Verlässlichkeit in der Dienstplanung schaffen, insbesondere durch frühzeitige und verbindliche Dienstzeiten statt kurzfristiger Platzhalter. Die interne Kommunikation strukturieren und vorhandene digitale Tools sinnvoll nutzen. Mängelmeldungen und Hinweise aus dem Fahrdienst ernst nehmen und nachvollziehbar bearbeiten. Transparente und faire Kriterien bei der Vergabe von Diensten, Schichten und Sonderleistungen einführen. Die Pausenregelungen weiter verbessern und echte Erholungsmöglichkeiten sicherstellen. Fahrzeuge nicht nur verkehrssicher, sondern auch ergonomisch und komfortabel instand halten. Weiterbildung und Entwicklungsmöglichkeiten über das absolute Mindestmaß hinaus anbieten.

Arbeitsatmosphäre

Flurfunk steht an erster Stelle, insbesondere beim Betriebsrat und in der "Bereitschaft". Will man ein Defekt an einem Fahrzeug melden, wovon es sehr viele gibt, wird man oft mit Augenrollen empfangen, weil das Gegenüber auf einmal arbeiten muss. Die besten Momente sind dann, wenn man nicht in der Firma ist, also glücklicherweise ein Großteil der Arbeitszeit. Pausen werden oft an unerreichbaren Stellen (Militärringsstraße) verbracht, ohne eine richtige Erholungsmöglichkeit, oder der Möglichkeit, seine Pause nach Belieben zu verbringen. Hier ein Pluspunkt: Der Arbeitgeber hat dies erkannt, und lässt vermehrt Pausen auf dem Betriebshof verbringen. Daher zwei Sterne.

Image

Die Firma gibt sich in sozialen Netzwerken als "familiär und nahbar". Preist jede Neuanstellung als großen Erfolg an, aber bekommt nichtmal vernünftig auf die Reihe, ihre Angestellten einzukleiden. Es gibt keine Dienstkleidung, weswegen, nach außen allein schon kein gutes Bild gezeigt werden kann. Viele Kollegen fahren in Trainingsanzug durch die Gegend.

Work-Life-Balance

Wie bei Kommunikation schon angesprochen erhält man Dienste meist zwei Wochen im Voraus, und dann teilweise nicht mal mit konkreten Zeiten, sondern Platzhalter "Verfügung". An dem Tag kann man dann um 11:00Uhr oder 17:00Uhr Dienstbeginn haben, je nach Laune der Disponenten.

Karriere/Weiterbildung

Die Firma setzt theoretisch das absolute Mindestmaß an Weiterbildung (Modulschulungen für die Führerscheinverlängerung) um (wie im MTV-NWO geregelt). Eine Chance auf Karriere (höhere Positionen im Unternehmen) bleibt vielen aber verwehrt.

Gehalt/Benefits

Gehalt ist übertariflich, gekoppelt an den TV-N (aber gerade in höheren Entgeltgruppen deutlich darunter), man kann nicht meckern, solange man genug Stunden hat. Durch den Stundenlohn ist das aber oftmals einfach nicht der Fall.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Man druckt jeden Murks aus, obwohl es eine App gibt. Ja, nicht jeder hat diese App, aber für Kollegen, die die App haben, muss man nicht immer alles ausdrucken.

Kollegenzusammenhalt

Es gibt Grüppchenbildung in sehr massiver Form. Wenn man einer dieser Grüppchen angehört ist alles fein, aber wenn nicht, dann ist man wie gesagt oft dem Flurfunk ausgesetzt.

Umgang mit älteren Kollegen

Je länger man angestellt ist, desto wertloser ist man für das Unternehmen. Man hat ja mit steigender Beschäftigungszeit einen höheren Stundenlohn. Das gleicht das Unternehmen oftmals durch Minderarbeit aus.

Vorgesetztenverhalten

Hier muss ich fair sein, dass die Vorgesetzten tatsächlich fair sind, und versuchen auf Augenhöhe zu kommunizieren. Nur es reicht leider nicht, mit jemandem "per du" zu sein, wenn inhaltlich nichts bei rum kommt.

Arbeitsbedingungen

Viele Busse sind schlecht gewartet. Aber nicht falsch verstehen: Das Notwendigste ist gemacht, so dass diese meist verkehrssicher sind. Aber Komfort sieht anders aus. Schlagende Sitze. Abgegriffene Lenkräder. Irgendwelche Fehlermeldungen, die komplett ignoriert werden, obwohl man Mängelzettel schreibt. Dazu kommt nochmals erwähnt die Kulisse in der Bereitschaft, sobald man einen Schaden meldet. 9/10 haben dort keinen Bock auch nur einen Finger zu krümmen.

Kommunikation

Es gibt eine App, die aber ein Großteil ihres Potentials ungenutzt lässt. Dienste werden erst zwei Wochen vorher verkündet, und oftmals hat man nur "Verfügung" drinstehen. Die Disponenten können dann mit einem tun und lassen was sie wollen.

Gleichberechtigung

Man merkt, dass einige Kolleginnen und Kollegen eine quasi-Bevorzugung bekommen. Feste Dienste, oder Sonn- und Feiertagsarbeit, während andere dauerhaft in die Röhre schauen. Fragt man danach wird man aufs nächste Meeting der Disponenten vertröstet, bei dem am Ende doch wieder mal rauskommt, dass aktuell "keine Kapazitäten" da seien.

Interessante Aufgaben

Man fährt Bus, wer dies gerne tut, kommt hier auf seine Kosten. Wem nicht egal ist, was drumherum passiert, sollte aber das Weite suchen.

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Schilling Omnibusverkehr GmbHHR

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

vielen Dank für Ihr ausführliches Feedback und die Zeit, die Sie sich genommen haben, Ihre Erfahrungen zu schildern. Rückmeldungen – auch kritische – sind für uns wichtig, da sie uns helfen, Abläufe zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Zunächst möchten wir darauf eingehen, dass wir zwar eine hundertprozentige Tochter der KVB AG sind, jedoch ein eigenständiges Unternehmen. Dadurch ergeben sich in einigen Bereichen strukturelle Unterschiede. Diese sollten jedoch nicht ausschließlich als Nachteil gesehen werden. Unsere Struktur ermöglicht kurze Entscheidungswege und erlaubt es uns, in vielen Situationen schnell zu reagieren. Darüber hinaus stellt unser Ablösesystem sicher, dass Dienstbeginn und Dienstende immer am gleichen Ort stattfinden. Grundsätzlich bietet jedes Unternehmen unterschiedliche Rahmenbedingungen und Vorteile – welche davon für jemanden persönlich besser passen, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden.

Unser Fuhrpark wird kontinuierlich modernisiert. Durch die Anschaffung neuer Busse konnten wir das durchschnittliche Fahrzeugalter zuletzt auf 4,5 Jahre senken. Ältere Fahrzeuge werden schrittweise ausgemustert und durch neue ersetzt. Dennoch lässt sich bei Fahrzeugen im täglichen Dauereinsatz nicht vollständig ausschließen, dass gelegentlich Mängel auftreten. Wir sind stets bemüht, gemeldete Defekte schnellstmöglich zu beheben und den Komfort für unsere Fahrerinnen und Fahrer, sowie für unsere Fahrgäste sicherzustellen – immer unter der Herausforderung, gleichzeitig den täglichen Betrieb aufrechtzuerhalten.

Zum Thema Work-Life-Balance möchten wir darauf hinweisen, dass unsere Fahrerinnen und Fahrer über unsere App sowie im direkten Austausch mit der Disposition Termin- und Dienstwünsche einreichen können. Hierzu erhalten wir häufig positives Feedback, da oftmals auch kurzfristige Terminwünsche umgesetzt werden können. Zudem erhalten unsere Fahrerinnen und Fahrer ihren Dienstplan über die App zwei Wochen im Voraus, um die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf zu erleichtern. Diese Regelung wird von vielen Mitarbeitenden positiv bewertet und trägt zu einer ausgewogenen Work-Life-Balance bei. Eine hohe Dienstplanstabilität hat für uns dabei oberste Priorität. Dennoch können kurzfristige Änderungen nicht vollständig ausgeschlossen werden. Um solche Situationen aufzufangen, werden einige Kolleginnen und Kollegen auf freiwilliger Basis als sogenannte Springer eingesetzt. Diese Flexibilität erfolgt immer in Absprache und im gegenseitigen Einvernehmen und trägt wesentlich dazu bei, den Kölner Linienverkehr zuverlässig abzubilden.

Dass unsere App noch Entwicklungspotenzial bietet, ist uns bewusst. Wir arbeiten bereits daran, diese Potenziale künftig auszuschöpfen. Ziel ist es, Prozesse weiter zu vereinfachen und gleichzeitig Papier einzusparen - denn auch unsere Umwelt liegt uns am Herzen.

Der Aussage, langjährige Kolleginnen und Kollegen würden bei uns nicht wertgeschätzt, möchten wir widersprechen. Ein gutes Beispiel dafür sind unsere Jubilare, die bei uns alle fünf Jahre mit einer Urkunde und einem Geschenk gewürdigt werden – als Zeichen der Wertschätzung und als Dank für das Vertrauen, den Einsatz und die gemeinsame Zeit. Viele unserer Fahrerinnen und Fahrer bleiben uns über viele Jahre hinweg treu, einige sogar bis ins hohe Alter. Auch das spricht aus unserer Sicht für eine langfristige und wertschätzende Zusammenarbeit.

Das Thema Pausenplätze ist uns bekannt und auch hier arbeiten wir kontinuierlich an Verbesserungen. Wie Sie bereits erwähnen, werden Pausen zunehmend auf unserem Betriebshof ermöglicht. Bei der Einrichtung geeigneter Pausenplätze im Stadtgebiet müssen wir uns nach den infrastrukturellen Gegebenheiten richten.

Auch im Bereich Karriere und Weiterbildung bestehen bei entsprechendem Engagement Entwicklungsmöglichkeiten. Ein gutes Beispiel dafür sind zwei Kollegen, die vor einigen Jahren als Busfahrer bei uns gestartet und heute in der Disposition für die Personalplanung verantwortlich sind.

Vielen Dank für Ihr positives Feedback zum Vorgesetztenverhalten. Ein respektvoller und freundlicher Umgang ist für uns über alle Ebenen hinweg selbstverständlich. Wir legen großen Wert auf flache Hierarchien und einen offenen Austausch. Nahbarkeit und ein familiäres Miteinander verstehen wir nicht als leere Worte, sondern als wichtigen Bestandteil unserer Unternehmenskultur – und diese geht weit über ein einfaches „Du“ hinaus.

Wir danken Ihnen für Ihren Einsatz in unserem Unternehmen und wünschen Ihnen für Ihre private und berufliche Zukunft alles Gute und viel Erfolg.

Ihr Team der Schillinggruppe

Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.