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Schindler 
Deutschland
Bewertung

TopCompany5 Jahre

Keine Augenhöhe mehr: Präsenz als Standard statt flexiblem Arbeiten

1,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Personal / Aus- und Weiterbildung bei Schindler Deutschland AG & Co. KG in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- gute Kolleginnen und Kollegen
- Kantine
- grundsätzlich spannende Themen

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- fehlende Augenhöhe in der Kommunikation
- Entscheidungen ohne echte Einbindung
- Rückbau von Flexibilität
- Pride und Diversity Symbole zeigen, aber nicht leben

Verbesserungsvorschläge

- Entscheidungen wieder im Dialog treffen, nicht nur mitteilen
- Führung & HR stärker an Augenhöhe und Transparenz ausrichten
- Diversity Ziele in Entscheidungen berücksichtigen
- Flexibilität nicht zurückbauen, sondern weiterentwickeln

Arbeitsatmosphäre

Im direkten Team ist die Zusammenarbeit gut. Auf Unternehmensebene hat sich die Kultur jedoch spürbar verändert.
Es entsteht zunehmend der Eindruck, dass Mitarbeitende eher als Kostenfaktor betrachtet werden und nicht als Menschen, deren Situation berücksichtigt werden sollte. Das wirkt sich deutlich auf die Stimmung aus.

Kommunikation

Kommunikation erfolgt aktuell klar top-down.
Entscheidungen werden getroffen und anschließend so vermittelt, dass sie umgesetzt werden sollen! Echter Austausch findet kaum statt. In Gesprächen entsteht teilweise der Eindruck, dass Zustimmung erwartet wird, auch wenn die Entscheidung bereits feststeht.

Das hat mit Kommunikation auf Augenhöhe wenig zu tun.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter Kolleginnen und Kollegen ist gut. Viele versuchen, die Situation gemeinsam zu tragen, aber es führt auch zu mehr Ellenbogenmentalität.

Work-Life-Balance

Die Ankündigung kam für mich von einem Tag auf den anderen und ohne Vorbereitung. Ich habe die Kommunikation als respektlos und wenig wertschätzend erlebt.

Inhaltlich bedeutet die neue Regelung für viele eine deutliche Einschränkung: Präsenz an fünf Tagen pro Woche wird als Standard gesetzt, mobiles Arbeiten ist nur noch maximal einmal pro Woche nach Absprache möglich. Gerade für Mitarbeitende mit familiären Verpflichtungen (Kinderbetreuung, Pflege, Schulwege, Krankheitsfälle) macht das den Alltag spürbar schwieriger – weil Flexibilität nicht „nice to have“, sondern Voraussetzung ist, um Arbeit und Privatleben überhaupt stabil zu organisieren.

Für mich entsteht dadurch ein Klima von Unsicherheit: Wenn grundlegende Arbeitsbedingungen so kurzfristig und ohne Übergangsphase geändert werden, sinkt das Sicherheitsgefühl am Arbeitsplatz. Das wirkt sich auch auf die Gesundheit aus – weniger Planbarkeit, mehr Druck, mehr organisatorische Belastung, weniger Spielraum bei unvorhergesehenen Situationen. Psychologische Sicherheit entsteht nicht durch Appelle, sondern durch verlässliche Rahmenbedingungen, transparente Entscheidungen und die Möglichkeit, Anliegen ohne Angst vor Nachteilen anzu

Vorgesetztenverhalten

Stark abhängig von der jeweiligen Führungskraft.

Auf höherer Ebene werden Entscheidungen jedoch als wenig transparent und wenig dialogorientiert wahrgenommen. Mitarbeitende werden nicht wirklich einbezogen, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt.

Die Entscheidungsfindung wirkt teilweise stark politisch geprägt und nicht immer transparent. Für Mitarbeitende ist dadurch schwer nachvollziehbar, welche Kriterien zugrunde liegen, was Vertrauen in Führung erschwert.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind inhaltlich spannend. Das Potenzial wird jedoch durch die aktuelle Entwicklung und Priorisierung nicht ausgeschöpft.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung (Diversity & Inclusion) wird stark kommuniziert, aber nicht gelebt.

Gerade bei Themen wie flexible Arbeitsmodelle, Vereinbarkeit und Entwicklungsmöglichkeiten zeigt sich eine klare Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität. Entscheidungen, die Flexibilität einschränken, stehen im direkten Widerspruch zu Zielen wie mehr Frauen in Führungspositionen.

Der Eindruck entsteht, dass Diversity vor allem ein Kommunikationsthema ist für die Außendarstellung.

Umgang mit älteren Kollegen

So und so. Werden teilweise wertgeschätzt und teilweise möchte man sie loswerden.

Arbeitsbedingungen

Grundsätzlich gut, aber zunehmend weniger flexibel und weniger auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtet.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach außen stark positioniert. Nachhaltigkeit wird aber nur soweit betrieben, wie es sein muss.
Im Umgang mit Mitarbeitenden zeigt sich dieses Bewusstsein aktuell nicht immer in der gleichen Konsequenz.

Gehalt/Benefits

In Ordnung, aber kein klarer Wettbewerbsvorteil.

Image

Modernes Image nach außen. Intern passt dieses Bild aktuell nicht zur erlebten Realität, die ist konservativ.

Karriere/Weiterbildung

Vorhanden, aber stark abhängig von Prioritäten, Netzwerk, willkürliche Entscheidungen von Führungskräften und dem Geschlecht.

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Arbeitgeber-Kommentar

Recruiting-TeamRecruiting Specialist

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, Schindler zu bewerten.

Danke für das Feedback welchem wir uns annehmen und intern besprechen.

Kontaktiere uns bei Interesse gern via socialmediarecruiting.de@schindler.com und wir können dein Anliegen direkt miteinander besprechen.

Deine Schindler Deutschland HR-Abteilung

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.