Gut am Arbeitgeber finde ich
+ Ich finde gut, dass die Auszubildenden und Mitarbeiter sich kostenlos weiterbilden können, das Angebot an Schulungen und Seminaren ist groß.
+ Der gute Ruf des Schindlerhofs hilft einem definitiv bei der Jobsuche
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Unfaires und unprofessionelles Verhalten im Miteinander
- die unverhältnismäßigen Arbeitszeiten und der fehlende Ausgleich hierfür
Verbesserungsvorschläge
Entweder sollte man die Arbeitszeiten so regeln, wie sie auch dem Vetrag entsprechen - oder man sollte die Ausbildungsvergütung anpassen. Ein Ausgleich für die geleisteten Überstunden steigert mit Sicherheit auch die Arbeitsmoral - und Bewertungen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war zu meiner Zeit immer sehr angespannt. Ein Stern gilt meinen Kollegen, mit denen das Arbeiten Spaß gemacht hat. Aber es war ein einziges Schauspiel - vorneherum wird der schöne Schein gewahrt und hinten rum gelästert was das Zeug hält, ich habe oft andere Auszubildenden getröstet, die mit dem Druck zu gefallen und ja keinen Fehler zu machen nicht klargekommen sind.
Der zweite Stern gilt den gemeinsamen Aktivitäten die in regelmäßigen Abständen gemacht wurden - Ausflüge auf Weingüter, Kanufahrten und schöne Weihnachtsfeiern.
Karrierechancen
Steht der Schindlerhof im Lebenslauf, hat man ziemlich gute Chancen am Arbeitsmarkt. Auch kann man, wenn man denn möchte, meist direkt übernommen werden. Auch hat man während der Ausbildung viele Optionen auf zertifizierte Seminare und Schulungen - welche selbstverständlich in der Freizeit zu tätigen sind. Die Aufstiegschancen innerhalb des Schindlerhofs sind allerdings wieder, wie kann es anders sein, von der Sympathie abhängig - egal, wie lange man schon dort ist kann es sein, dass wenn man eben nicht der persönliche Favorit des Vorgesetzten ist, ewig auf der gleichen Position verharrt und dann lieber jemand völlig Neues eingestellt wird, anstatt die Stelle mit demjenigen zu besetzen, der den Schindlerhof schon seit 3 Jahren oder sogar mehr kennt - schade!
Arbeitszeiten
Freizeit, geschweige denn ein Sozialleben und die Arbeit im Schindlerhof unter einen Hut zu bringen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Wochenende oder allein zwei zusammenhängende Tage frei ist eine Rarität und die Überstunden sind unzählbar und werden auch nicht ausgeglichen.
Ausbildungsvergütung
Der Stern gilt der stets pünktlichen Lohnauszahlung, der zweite, dass Trinkgeld von Hochzeiten und Veranstaltungen immer fair aufgeteilt wurde. Die Ausbildungsvergütung an sich war für die vielen, vielen, vielen Überstunden die man leistet katastrophal.
Die Ausbilder
Ich persönlich habe viel beigebracht bekommen und konnte nach meiner Ausbildung direkt in einer leitenden Position anfangen, deshalb muss man sagen das meine Ausilder fachlich top waren und dafür steht auch der Stern. Jedoch sollte man nicht außer Acht lassen, dass die Ausbilder zu meiner Zeit, ziemlich unfair, definitiv ihre Lieblinge hatten und wenn man nicht dazu gehörte, wurden einem meistens die unliebsamen Aufgaben zugeteilt, bei denen man nicht wirklich etwas lernt...
Mit persönlichen Informationen sollte man aufpassen, es wird auch hier, sehr unprofessionell, viel getratscht und gelästert.
Spaßfaktor
Die 2 Sterne gelten den anderen Auszubildenden und einigen Kollegen - denn mit denen hatte ich wirklich Spaß und waren der Grund, gerne in die Arbeit zu gehen.
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben entsprachen den Ausbildungszielen der Gastronomie - aber auch hier wieder der Hinweis, dass es essentiell wichtig ist sich mit den Vorgesetzen gut zu verstehen, sonst poliert man halt Besteck und Gläser...
Hatte ich neben der Arbeit genug Zeit zum lernen?
Leider gar nicht - die Arbeitszeiten eines Auszubildenden entsprechen nicht den 8 Stunden die im Vetrag stehen - 10 Stunden Minimum und darüber hinaus sind eigentlich Standard. Oft musste man auch nach der Berufsschule noch in den Spätdienst - so bleibt natürlich kaum Zeit zum Lernen.
Variation
Die Aufgaben, die man in einem Hoteldorf wie dem Schindlerhof erledigt sind äußerst abwechslungsreich und ich habe viel Neues gelernt und war in allen Abteilungen eingeteilt - hier wurde auch auf meine Prioritäten eingegangen und ich wurde entsprechend eingesetzt. 1 Stern ziehe ich ab wegen der bereits erwähnten fehlenden Fairness wer welche Aufgaben bekommt.
Respekt
Ich persönlich habe mich respektiert gefühlt und wurde von allen freundlich behandelt - aber so geht es nicht allen Auszubildenden und ich habe viel mitbekommen wie gelästert wurde und wenn jemand nicht "gemocht" wurde, spiegelte sich das in den ihm/ihr zugeteilten Aufgaben und vor allem im Dienstplan wieder.