12 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
12 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.


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12 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Mehr Professionalität und Seriosität im Bewerbungsprozess
Am Anfang schien alles gut: Es gab eine schnelle Reaktion, freundliche Telefonate und ein ebenfalls angenehmes, virtuelles Job-Interview.
Dann wurde Probearbeit für zwei volle Arbeitstage vor Ort verlangt - das klingt zunächst toll: die Kolleg*innen und das Arbeitsumfeld sowie die Aufgaben kennenlernen.
Bei näherem Nachdenken macht es skeptisch: Wie sollen zum Beispiel Bewerber*innen in ungekündigten Arbeitsverhältnissen, die ihre Nebentätigkeiten anmelden müssen, das regeln? „Hey Boss, ich bewerbe mich gerade weg, nehme jetzt dafür erstmal zwei Tage Urlaub und arbeite währenddessen schnell mal beim potentiellen neuen Arbeitgeber. Ist doch ok, oder?“
Das ist ein Haken am - vielleicht wirklich gut gemeinten - „Probearbeiten“, zumal mensch speziell im redaktionellen Umfeld bei Interviews, in Terminen und über die dann veröffentlichten Artikel persönlich/namentlich in Erscheinung tritt.
Zudem kann kaum erwartet werden, dass unbezahlt gearbeitet wird - von Bezahlung für das „Mitanpacken“ war aber keine Rede. Anreise und Unterbringung wären allerdings übernommen worden - das Mindeste.
A propos Geld: Das angebotene Gehalt liegt unter Tarif (den der SHZ wohl mal hatte, dann aber kündigte) und insgesamt eher auf Niveau für Berufseinsteiger*innen oder Menschen mit bislang wenig Erfahrung. Dass das für erfahrenere Menschen und vor allem auf Dauer unattraktiv ist, zumal auch auf Nachfrage keine gehaltlichen Entwicklungsperspektiven aufgezeigt wurden, stieß als Absagegrund beim SHZ auf Unverständnis und löste eine ziemlich pampige Reaktion aus.
Auf die Absage wurde nämlich mit einer wirschen und sich im Ton vergreifenden, völlig unprofessionellen Mail reagiert.
Das zeigt zumindest: Alles richtig gemacht, die red flags (Gehalt, mehrtägige Probearbeit zu unklaren Konditionen, dem zwar zumindest offen angesprochenen sehr hohen Stresspegel durch hohen Erwartungsdruck für Anzahl und Click-Raten/Lesedauer der Artikel) ernstgenommen und sich gegen den Job entschieden zu haben.
Wenn die Stimmung so schnell und aus dem Nichts schon im Bewerbungsprozess kippt, ist das ein Hinweis aufs Betriebsklima, das einen im Job dort erwartet hätte.
Tipp an andere Bewerber*innen:
Gerade zu Gehalt und Betriebsklima gern hier auch andere Bewertungen der Mitarbeitenden beim SHZ lesen.
Ich hatte den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag wirklich in bester Erinnerung, da ich dort in den 90er Jahren volontiert hatte und 4 Jahre als Redakteur tätig war. Jetzt, nach 30 Jahren, hatte ich die Idee, von München in den Norden zurückzukehren und hab mich dort erneut beworben. Leider musste ich mit Schrecken feststellen, dass sich der Arbeitgeber komplett gewandelt hat. Zum Negativen. Und ich habe viele Verlage kennengelernt in meiner Karriere. Aber eins nach dem anderen.
Ich hatte ein sehr angenehmes Bewerbungsgespräch per Video mit zwei Verantwortlichen für eine Lokalredaktion des s:hz. Mir wurde schon während des Gesprächs signalisiert, dass man mich haben wollte. Wir haben über das Gehalt geredet, das leider mickrig ist, da der Verlag wie viele andere auch aus dem Tarifvertrag ausgestiegen ist. Aber das ist kein Einzelfall und bei vielen Verlagen so. Das habe ich natürlich deutlich gemacht und um Bedenkzeit gebeten. Nach dem Wochenende hat die Ansprechpartnerin ihr Angebot dann finanziell nachgebessert und mit mir einen Probearbeitstag im Dezember 24 vereinbart. Das hörte sich alles sehr vielversprechend an und ich hab meinen Flug gebucht und mich auf die Zeit im Norden gefreut – mündlich war soweit ja alles geregelt. Zudem wurde ich im Gespräch gefragt, ob ich nicht einen vorzeitigen Ausstieg bei meinem jetzigen Arbeitgeber forcieren könne. Auch das Gespräch habe ich etwas voreilig mit meinem jetzigen Arbeitgeber geführt. Zwei Tage später kam ein Zweizeiler vom S:hz, dass man die Stelle intern besetzen könne und man mir trotzdem viel Glück wünsche. Kurioserweise wurde die Stelle wenige Tage später erneut ausgeschrieben. Auf Nachfrage wurde mir daraufhin entgegnet, sie sei intern besetzt worden. Besetzt ist sie bis heute nicht.
Ich kann euch nur raten, nicht tätig zu werden, bevor ihr nichts Schriftliches in der Hand habt. „Handschlag“ gilt dort nichts und persönliche Zusagen werden nicht eingehalten. Mein derzeitiger Arbeitgeber weiß jetzt, dass ich was Neues suche, was mich in eine sehr unschöne Lage bringt. Auf mich wirkt das alles sehr unstrukturiert und chaotisch beim S:hz. Sehr schade, was aus dem Verlag geworden ist. Und man kann sich ja vorstellen, wenn sie so mit Bewerbern umgehen, wie sie sich verhalten, wenn man dann fest angestellt ist. Also, meine Warnung: Finger weg vom S:hz! Es gibt zum Glück auch KN, Lübecker Nachrichten und die DLZ dort oben.
Auf meine Stellungnahme hier folgte das Feedback mit dem Angebot, sich persönlich auszutauschen. Wie oben beschrieben habe man die Stelle intern besetzt. Wie die erneuten Stellenausschreibungen und Aussagen dort arbeitender Kollegen belegen, einfach gelogen.
Auch der Hinweis in der unten stehenden Stellungnahme zeigt, wie Fakten einfach verdreht werden. Dort wird suggeriert, ich hätte von einem Arbeitsvertrag per Handschlag geschrieben. Wie aus meinem Text ja zweifelsfrei hervorgeht, ging es nicht um einen Arbeitsvertrag per Handschlag, sondern um einen Probe-Arbeitststag und die damit verbundenen Reisekosten. Auf dem Ticket bin ich natürlich sitzen geblieben. Sehr zweifelhafter Umgang mit der Wahrheit.
Auch heute noch ist die Stelle hier unter dem Reiter „jobs“ wieder eingetragen. Hier erwarte ich im Bewerbungsprozess ein Mindestmaß an Aufrichtigkeit. Was spricht dagegen, dem Bewerber mit einer professionellen fachlichen Begründung abzusagen, statt ihn mit Ausreden zu täuschen?
Mein Verbesserungsvorschlag: Professionelles Recruiting
Ein bisschen schneller in der Kommunikation werden.
Manche Prozesse dauern etwas zu lange. Hätte mich über eine schnellere Rückmeldung bezüglich den aktuellen Stand meiner Bewerbung gefreut.
„Wie undankbar möchten wir Bewerbern gegenüber treten?“ Antwort SHZ: „Zu 100 % - immer!“
Im Abstand einiger Monate habe ich mich auf verschiedene Redakteursstellen beworben (mit vollqualifiziertem beruflichem Background). Die SHZ ist sich allerdings zu fein für Rückmeldungen und man ist nicht mal eine Standardabsage wert. Und das obwohl die Bewerbung „dank“ Tool jedes Mal sicher eingegangen ist. Eines Tages die Wende: „Wir möchten dich kennenlernen“. Im Gespräch dann die Ernüchterung: „Achja, das ist gar nicht die Stelle auf die du dich beworben hast, aber vielleicht hast du ja Lust was ganz anderes zu machen?“ Ich habe dem Ganzen dann eine Chance gegeben - dummerweise. Denn auf weitere Rückmeldungen musste ich lange warten. Bis es schließlich hieß, das Team vor Ort will mich unbedingt kennenlernen und meldet sich zeitnah. Seit Monaten habe ich nichts mehr gehört. Wenig überraschend aber eigentlich zum Glück - denn in so einem Haufen Inkompetenz möchte ich nicht arbeiten müssen.
Der damalige verantwortliche hat nach wie vor einen schlechten Ruf.
Der Bewerbungsablauf wurde nicht fachmännisch uns strukturiert vollzigen, eher gegoogelt
Bisher kann man es nicht besser machen
Wertschätzung der mit einer Bewerbung verbundenen Zeit entgegenbringen.
Auch wenn es knappe drei Wochen gedauert hat bis mein Lebenslauf der zuständigen Person vorlag, war der anschließende Prozess zügig, sehr sympathisch und professionell.
Mitten im Bewerbungsprozess schlugen Pandemie und Lockdown zu. Volles Verständnis, wenn man da keine Personalentscheidungen treffen will. Allerdings wurde zugesichert, sich zu melden, sobald die Situation überschaubarer wird: Das ist auch auf Nachfrage nicht passiert. Das ist einfach schlechter Stil.
So verdient kununu Geld.