Schein ist nicht Sein..
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Die Kollegen
- Das Gym
Mehr nicht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Abseits der oben genannten Punkte das böse Wort „Betriebsrat“.
Schlüter hat nämlich keinen – und das bei mittlerweile rund 1000 Mitarbeitern.
Es gab bereits einige Aktionen, Abmahnungen und Kündigungen, die mit einem Betriebsrat so vermutlich nicht oder anders passiert wären.
Von den langjährigen Mitarbeitern hört man zudem regelrechte Gruselgeschichten: Man solle das Wort ‚Betriebsrat‘ besser nicht laut aussprechen, denn diejenigen, die einen gründen wollten, waren plötzlich nicht mehr da.
Verbesserungsvorschläge
Könnt ihr an meinen Punkten ablesen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist eine der wenigen Dinge, die wirklich gut sind. Die Produktionsanlagen sind mehr oder weniger auf einem vernünftigen technischen Stand, die Arbeit an sich ist nicht übermäßig belastend, und man kann sagen, dass man sein Geld schon auf schlimmere Weise verdient hat.
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Wie der Titel schon sagt und man an meinen Punkten schon ablesen kann, Schein ≠ Sein.
Karriere/Weiterbildung
Mit Vitamin B, vielleicht.
Gehalt/Benefits
Schlüter ist nicht tarifgebunden, weshalb es zum Teil ungerechtfertigt hohe Unterschiede im Stundenlohn zwischen Mitarbeitern gibt, die exakt dieselbe Arbeit verrichten.
Auch das Thema pünktliche Lohnzahlung ist so eine Sache …
Wir erhalten unseren Lohn in zwei Auszahlungen: einen Abschlag zum 20. und den Rest zum 5. Werktag des Folgemonats.
Das wäre grundsätzlich kein Problem – wenn der Restbetrag auch wirklich zuverlässig spätestens am 5. Werktag auf dem Konto wäre. Ich sage nur: Ostern 2023.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Man bietet zwar Ladeplätze für E-Autos an, hat aber keine einzige Solaranlage auf den Hallen verbaut.
Kollegenzusammenhalt
Kann man nicht klagen, man sitzt ja schließlich im selben Boot.
Vorgesetztenverhalten
Bisher nie Probleme gehabt. Schaut keinem nervig über die Schulter, stresst einen nicht bzgl. Stückzahl, usw.
Würde mir nur persönlich wünschen, dass man sich als Abteilungsleiter mal hier und da blicken lässt um ein wenig Smalltalk zu halten. Basics wie „frohes Neues“ oder so.
Arbeitsbedingungen
Wie ich in anderen Punkten bereits beschrieben habe, ist das keine Arbeit, die einen mit 40 in den Vorruhestand treibt – dennoch werfen einige Dinge Fragen auf.
Während wir auf der einen Seite nagelneue Anlagen haben, arbeiten wir gleichzeitig mit Maschinen, die seit Jahren auslaufen und zu Schichtbeginn erst einmal eine knappe Stunde warmlaufen müssen, bevor überhaupt an Produktion zu denken ist.
Hinzu kommt, dass die Sommer am Arbeitsplatz extrem heiß werden.
Das Öffnen der Dachluken reicht bei Weitem nicht aus, um die Produktionshalle abzukühlen. Klimaanlagen würden helfen – aber die sind den Büromitarbeitern, Vorarbeitern und Abteilungsleitern vorbehalten. Wir dürfen schwitzen.
Kommunikation
Trotz eines ReKo-Systems (tägliche Besprechungen mit den Schichtführern bzw. Vorarbeitern) hat man oft den Eindruck, dass die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut.
Mitarbeiter werden ohne Rücksprache für Seminare eingeplant (Ersthelfer, BSH o.Ä.), und die Mitteilung dazu erhält man teilweise erst eine Woche vorher.
Abteilungsinterne Umstrukturierungen werden im Wochentakt verworfen, relativ wichtige Mitteilungen werden kommentarlos ans Schwarze Brett gehängt – was bei insgesamt etwa 30 Aushängen leicht übersehen werden kann – und so weiter.
Nicht gerade das, was man von einem Weltmarktführer erwartet.
Gleichberechtigung
Manche haben scheinbar Sonderrechte und wenn dich dein Meister auf dem Radar hat, geht es dir schlechter als anderen.
Interessante Aufgaben
Also hobbymäßig würde ich was anderes tun.
Man verrichtet 7,5h dieselbe Arbeit, die sehr monoton wird.


