Zu wenig Unterstützung, zu viel Frust
Gut am Arbeitgeber finde ich
Einige Abteilungen fördern die Auszubildenden und die Kolleg:innen sind freundlich und hilfsbereit.
Die Ausstattung in manchen Bereichen ist modern und ermöglicht ein angenehmes Arbeiten.
Es gibt die Möglichkeit, in verschiedenen Abteilungen Erfahrungen zu sammeln (wenn man Glück hat, in Abteilungen zu landen, die einen unterstützen)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ungleiche Behandlung durch die Ausbildungsleitung; persönliche Sympathien entscheiden über Chancen und Förderung.
Alte, unpraktische Strukturen,
Kaum Unterstützung bei Abteilungswünschen; man wird oft in Abteilungen „festgesetzt“, die einem nicht gefallen.
Arbeitszeiten sehr starr, wenig Flexibilität bei Berufsschule oder früherem Feierabend.
Begrenzte Übernahme- und Aufstiegschancen; neue, unqualifizierte Mitarbeiter werden oft bevorzugt eingestellt.
Stimmung teilweise angespannt, besonders unter den Mitarbeitern; fehlende Räume für Austausch und Pausen.
Verbesserungsvorschläge
Modernisierung der Abläufe: Viele Prozesse (z. B. Essensmarken verteilen, Kassenabrechnung) könnten digitalisiert oder automatisiert werden, um die Ausbildung effizienter und zeitgemäßer zu gestalten.
Flexiblere Arbeitszeiten: Arbeitsbeginn und -ende sowie Absprachen bei Berufsschule oder früherem Feierabend sollten flexibler gehandhabt werden.
Förderung statt Blockieren: Azubis sollten gleichberechtigt behandelt und nach Fähigkeiten gefördert werden, unabhängig von persönlichen Sympathien der Ausbildungsleitung.
Abteilungswechsel erleichtern: Wünsche nach Abteilungswechseln sollten ernst genommen werden, um ein breites Erfahrungsspektrum zu ermöglichen.
Aufenthalts- und Austauschräume: Ein Raum, in dem sich Azubis austauschen und vernetzen können, würde die Stimmung und das Lernen verbessern.
Transparente Karriere- und Übernahmechancen: Klare Perspektiven für Übernahme und Aufstieg erhöhen Motivation und Zufriedenheit der Auszubildenden.
Alte Strukturen überdenken: Viele Regeln und Abläufe wirken veraltet. Eine Überprüfung und Anpassung an moderne Ausbildungsstandards würde den Ausbildungsalltag spürbar verbessern.
Die Ausbilder
Leider gibt es sehr große Unterschiede in der Behandlung der Auszubildenden. Wenn die Ausbilderin einen nicht mag, hat man nur sehr geringe Chancen auf eine gute Förderung. Ungleiche Behandlung führte dazu, dass teilweise regelrecht Angst unter den Azubis herrschte, besonders bei Gesprächen mit der Ausbilderin. Wünsche nach Abteilungswechseln wurden oft ignoriert – man wurde in Abteilungen eingesetzt, die einem nicht zusagten, und ein Wechsel war danach meist nicht mehr möglich.
Spaßfaktor
Die Erfahrungen hängen stark von der jeweiligen Abteilung ab. Es gibt wirklich gute Abteilungen, in denen man gefördert wird und sinnvolle Aufgaben erhält. Leider gibt es auch Abteilungen, in denen man hauptsächlich uninteressante oder wenig lehrreiche Aufgaben bekommt, z. B. Aufgaben, die andere Mitarbeiter nicht erledigen möchten oder das ständige Abnehmen von Telefonen, selbst wenn man eigentlich andere Aufgaben hätte und die Kollegen gerade lieber private Gespräche führen möchten.
Aufgaben/Tätigkeiten
Wie oben erwähnt, hängt dies stark von den Abteilungen ab, in denen man gerade eingesetzt wird. Des Weiteren muss man noch Essensmarken im ganzen Geschäft verteilen und mit einer schweren Kasse abrechnen. Durch die ganze Firma laufen ist auch nicht wirklich schön, obwohl man dies sicherlich auch anders regeln könnte.
Variation
Ist auch je nach Abteilung unterschiedlich.
Respekt
Meine Kollegen waren freundlich, die Ausbilderin jedoch nicht immer.
Karrierechancen
Sehr schlecht: Trotz fehlender Arbeitskräfte in der Abteilung erhalten manche Azubis danach nur einen befristeten Arbeitsvertrag oder werden gar nicht übernommen. Aufstiegschancen gibt es kaum. Wenn ein Abteilungsleiter geht, werden lieber neue, unqualifizierte Mitarbeiter eingestellt, anstatt die bereits vorhandenen Kollegen zu fördern.
Arbeitsatmosphäre
Geht so… Die Stimmung ist meist nicht so gut, da jeder sein eigenes Süppchen kocht und jeder immer gut dastehen möchte. Deshalb weiß man nie, wem man etwas anvertrauen kann und wo es später überall landet. Unter den Azubis war die Stimmung jedoch immer sehr gut, man hat sich verstanden, auch wenn das von manchen Seiten nicht gerne gesehen wurde. Leider fehlt auch ein Aufenthaltsraum, um sich mal untereinander auszutauschen – das möchte man im Unternehmen nämlich nicht.
Ausbildungsvergütung
Das Gehalt war in Ordnung, aber nichts Besonderes. Es gab auch keine Bonuszahlungen bei guten Noten – lediglich einen gravierten Stift mit dem eigenen Namen.
Arbeitszeiten
Sehr schlecht: Man musste immer pünktlich um 7:15 Uhr da sein. Wenn man ein paar Minuten früher kam, wurde diese Zeit nicht angerechnet. Die Arbeitszeit ging immer bis 16:15 Uhr. Wenn man Berufsschule hatte, die nur bis 12:00 Uhr ging, musste man danach noch arbeiten – von Villingen aus, auch wenn man kein Auto hatte.