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Viel Potenzial, aber große Herausforderungen in den Strukturen

2,2
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in München gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre habe ich als sehr wechselhaft erlebt. Während im Team grundsätzlich viel Engagement und Fachwissen vorhanden waren, wurde das Arbeitsklima aus meiner Sicht durch fehlende Wertschätzung, eine teilweise negative Kommunikationskultur und mangelnde Offenheit belastet. Es entstand nicht das Gefühl, dass Probleme gemeinsam gelöst werden, sondern teilweise eher, dass Unsicherheiten und Verantwortung an uns Angestellte weitergegeben wurden. Eine respektvolle und unterstützende Atmosphäre, in der Mitarbeitende wohlfühlen können, habe ich daher stark vermisst.

Image

Leider habe ich "von Außen" nur negatives Feedback erhalten.

Work-Life-Balance

Die eigentliche Arbeitszeit war für mich weniger das Problem als die ständige Anspannung im Arbeitsalltag. Durch die fehlenden Strukturen, die Art der Kommunikation und die Unsicherheit bei organisatorischen Themen fiel es schwer, nach der Arbeit abzuschalten. Es war eher wie: was überrascht uns morgen?

Karriere/Weiterbildung

Für uns Dozenten gab es aus meiner Erfahrung kaum Förderungen oder regelmäßige Weiterbildungen, obwohl diese für die Qualität des Unterrichts und die stetige fachliche Entwicklung besonders wichtig wären.
Auch einheitliche Standards und gemeinsame Konzepte fehlten. Jeder hat mit eigenen Ansätzen gearbeitet. Ob das am Ende zielführend ist, bleibt offen.

Gehalt/Benefits

Die Vergütung war grundsätzlich ok. Verbesserungsbedarf sehe ich jedoch bei der Transparenz und Dokumentation der tatsächlichen Arbeitszeit. Gerade im Unterricht wurden nur die gehaltenen Stunden vergütet, während z.B. Korrekturen oder organisatorische Aufgaben zusätzlich außerhalb der bezahlten Zeit erledigt werden mussten.
Dementsprechend kam das Kollegium immer kurz vor knapp und ging auch im Anschluss des Unterrichts sofort. Die Motivation zum Austausch, der so wichtig gewesen wäre, war nicht gegeben.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen und ein klares Bewusstsein für diese Themen waren im Arbeitsalltag nur begrenzt erkennbar und wurden den Schülerinnen nicht vorgelebt.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen war grundsätzlich vorhanden. Die meisten haben sich gegenseitig unterstützt und versucht, den Arbeitsalltag trotz der Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass die Rahmenbedingungen und die Unternehmenskultur den Teamgeist teilweise erschwert haben. Dadurch entstand nicht immer ein offenes Miteinander, sondern auch Unsicherheit und Zurückhaltung im Team.

Umgang mit älteren Kollegen

Dieser Punkt lässt sich aus meiner Sicht nur eingeschränkt bewerten, da es nur wenige ältere Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen gab. In meinem Arbeitsalltag habe ich hier weder besonders positive noch besonders negative Erfahrungen gemacht.

Vorgesetztenverhalten

Das Führungsverhalten habe ich leider insgesamt als wenig professionell empfunden. Aus meiner Sicht fehlte es an einigen Punkten. Klare Kommunikation und Aufgabenverteilung, Verlässlichkeit und Sicherheit, die der Vorgesetzte selbst, meiner Meinung nach, ausstrahlen sollte. Konflikte wurden nicht immer direkt angesprochen und der Umgang mit Mitarbeitenden war aus meiner Erfahrung nicht durchgehend von Wertschätzung geprägt. Dadurch entstand ein Arbeitsumfeld, das ich eher als belastend empfunden habe.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren aus meiner Sicht einer der schwersten Kritikpunkte. Die räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen wirkten nicht ansatzweise wie ein professionelles Arbeitsumfeld.
Es gab keinen geeigneten Aufenthaltsraum oder ein Lehrerzimmer für Mitarbeitende. Pausen mussten im Sekretariat verbracht werden, obwohl dieser Bereich dafür weder ausgelegt war noch ausreichend Möglichkeiten zum kurzen Erholen bot. Eine separate Toilette für Mitarbeitende stand ebenfalls nicht zur Verfügung. Die Ausstattung wirkte in vielen Bereichen veraltet und wenig zeitgemäß. Technische Geräte, Möbel und Arbeitsmaterialien entsprachen nicht dem Standard, den man in einer professionellen, modernen Bildungseinrichtung erwarten würde. Bei Materialien und Unterlagen fehlte es häufig an Struktur und Ordnung – vieles musste erst gesucht werden, da keine klaren Ablagesysteme vorhanden waren.
Zusätzlich habe ich bei Sauberkeit und Hygienestandards deutlichen Verbesserungsbedarf erlebt. Gerade in einer Kosmetikschule, in der u.A. Hygienisches Wissen vermittelt werden soll, sollten diese Standards absolut selbstverständlich sein.

Kommunikation

Die interne Kommunikation habe ich als einen der größten Verbesserungspunkte erlebt. Informationen wurden aus meiner Sicht nicht rechtzeitig oder nicht ausreichend transparent weitergegeben, wodurch viel Unsicherheit im Arbeitsalltag aller Angestellten und Dozenten entstanden ist. Auch der Umgangston in der Kommunikation war aus meiner Erfahrung nicht immer wertschätzend und professionell.

Gleichberechtigung

Ich hätte mir für alle einen gleichermaßen geltenden Umgang gewünscht. Aus meiner Erfahrung wurden Regeln nicht immer einheitlich angewendet, wodurch der Eindruck entstand, dass unterschiedliche Maßstäbe angesetzt wurden.

Interessante Aufgaben

Fachlich könnten die Aufgaben spannend sein. Als Dozentin, kann man sich frei ausleben. Gleichzeitig fehlten aus meiner Sicht aktuelle, strukturierte und einheitliche Arbeitsunterlagen. Verbindliche Leitfäden waren nur eingeschränkt vorhanden oder wurden nicht konsequent genutzt, weshalb viele im Team mit selbst erstellten Materialien gearbeitet haben. Die uneinheitliche Arbeitsweise führte ständig zu unnötiger Unsicherheit.

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